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S.M.S. Aegir

auch S.M.S. Ägir geschrieben

Küstenpanzerschiff
 

S.M.S. Aegir

S.M.S. Aegir - Kriegsschiffe auf der Kaiserlichen Wert Danzig

 

S.M.S. Aegir

Daten

Name: S.M.S. Aegir
Namensherkunft: Aegir (oder auch Oegir) ist in der nordischen Mythologie ein Riese aus dem Meer.
Stapellauf: 03.04.1895 in Kiel (Kaiserliche Werft Kiel)
Schiffsklasse: Siegfried-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Siegfried, S.M.S. Hildebrand, S.M.S. Beowulf, S.M.S. Hagen, S.M.S. Frithjof, S.M.S. Heimdall,  (S.M.S. Ägir, S.M.S. Odin)
Besatzung: ca. 300 Mann
Maße: Länge vor Umbau 79 m, nach Umbau 86 m - Breite 14,9 m - Tiefgang: 5,3 m
Wasserverdrängung: 4150 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 15,5 kn
Dampfstrecke: 3 500 Seemeilen
Kohlenvorrat: 480 - 580 Tonnen
Schiffsmaschine: 5100 PS, 2 stehende 3fach Expansionsmaschinen, 8 Kesselschotten
Bewaffnung: 3 Kanonen Kaliber 24 cm, 10 Schnellladekanonen Kaliber 8,8 cm und Torpedos
Ende: 1919 als Kriegsschiff gestrichen, 1922 auf Deutschen Werken in Rüstingen zum Motorschiff umgebaut und 1929 als ziviles Transportschiff vor Gotland/Schweden gestrandet.

 

S.M.S. Aegir

Geschichte

Mit Caprivi kam 1883 ein General an die Spitze der Admiralität, der die Marine noch mehr auf die Küstenverteidigung konzentrierte, da er mit einem baldigen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland rechnete. Zu diesem Zwecke wurde die Torpedowaffe weiter ausgebaut. Ihre rasche Entwicklung und die gleichzeitige Verbesserung der Minen schien den Kampfwert großer Schiffe in Frage zu stellen, so dass sich bei allen Seemächten eine Unsicherheit über die zukünftige Seekriegstaktik verbreitete. Zu Caprivis strategischer Konzeption gehörte deshalb die Planung der 8 Küstenpanzerschiffe der Siegfried-Klasse, deren Architektur unverkennbar französischen Einfluss aufwies.

S.M.S. Aegir - Küstenpanzerschiff

S.M.S. Aegir - Küstenpanzerschiff

 

Ägir und Odin besaßen nur einen teilweisen Gürtelpanzer, von Turm zu Turm reichend. Der Panzer dieser Schiffe, sowie von Hagen und Heimdall war aus einer bis 24 cm dicken, gehärteten Nickelstahlpanzerung, die übrigen Schiffe (S.M.S. Siegfried, S.M.S. Hildebrand, S.M.S. Beowulf, S.M.S. Frithjof) hatten Verbund-Panzerplatten. Aufgrund ihrer geringen Größe konnten die Schiffe nur einen geringen Vorrat an Kohle bunkern, was ihren Aktionsradius erheblich einschränkte. Um diesen Mangel zu beheben, baute man zwischen 1899 - 1903 bei allen Schiffen dieses Typs ein mehrere Meter langes Teilstück ein und verlängerte es somit auf 86 m. Einige Zeitgenossen nannte die Küstenpanzerschiffe der ausladenden Form wegen spöttisch "Meerschweinchen".

Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild

Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild

 

S.M.S. Aegir versah seinen Wachdienst in Nord- und Ostsee. 1899 unternahm das Schiff im Verband eine Reise nach Portugal und Großbritannien.

Während des 1. Weltkrieges gehörte das Schiff mit den anderen Küstenpanzerschiffen zum VI. Geschwader (Konteradmiral Eckermann) der Hochseeflotte und diente bis Anfang 1916 dem Küstenschutz.

Bis zur Ausmusterung 1919 wurde das Schiff hauptsächlich als Wohnhulk in Wilhelmshaven verwendet. 1922 auf Deutschen Werken in Rüstingen zum Motorschiff umgebaut und 1929 als ziviles Transportschiff vor Gotland/Schweden gestrandet.

S.M.S. Aegir - Küstenpanzerschiff

S.M.S. Aegir

 

 

 


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