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(Nr. 1)
Panzerkorvette
Königreich Bayern - München - S.M.S. Bayern (1) - S.M.S. Bayern (2) - S.M.S. München
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S.M.S. Bayern
Daten
| Name: | S.M.S. Bayern |
| Namensherkunft: | Bayern, Königreich Bayern |
| Stapellauf: | 13.05.1878 in Kiel (Kaiser Wilhelm Werft) |
| Schiffsklasse: | Sachsen-Klasse |
| Schwesterschiff | S.M.S. Sachsen, S.M.S. Bayern, S.M.S. Württemberg, S.M.S. Baden |
| Besatzung: | ca. 436 Mann |
| Maße: | Länge 98 m Breite 18,4 m Tiefgang: 6 m |
| Wasserverdrängung: | 7370 Tonnen |
| Maximale Geschwindigkeit: | 14,5 kn |
| Dampfstrecke: | 3000 Seemeilen |
| Kohlenvorrat: | 600 Tonnen |
| Schiffsmaschine: | 6000 PS, 2 Schrauben |
| Bewaffnung: | 6 Kanonen Kaliber 26 cm, 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm |
| Ende: | Ab 1910 Hulk, 1919 abgewrackt |
Geschichte
Alle 4 Schiffe der Sachsenklasse wurden komplett im Deutschen Reich gebaut. Ursprünglich nannte man diese Schlachtschiffe Ausfallkorvetten, da die ein Angriffsgeschwader von kleineren Panzerschiffen bildeten. Nach der Art ihres Panzerschutzes wurden sie auch Zitadellschiffe genannt; denn ebenso wie bei vergleichbaren englischen Schlachtschiffen fehlt ihnen im Vorder- und Hinterschiff der senkrechte Panzerschutz auf mehr als der Hälfte der Schiffslänge. Nur der mittlere Teil des Schiffes hat einen ringsherum geschlossenen senkrechten Panzer - wie eine Zitadelle hervorragend - der etwa 2 m unterhalb der Wasserlinie beginnt und bis zum Oberdeck hinaufreicht.
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Panzerkorvette der Sachsen-Klasse mit 4 Schornsteinen vor dem Umbau
Auf das Oberdeck, hinter den zunächst 4 Schornsteinen, ist noch die Panzerbrustwehr für vier über Bank feuernde schwere Geschütze aufgebaut. Vor den Schornsteinen steht eine runde Brustwehr, die den Stand für zwei schwere Geschütze auf gemeinschaftlicher Drehscheibe stützt. An der Vorderwand der offenen Panzerbatterie, hinter den Schornsteinen, erhebt sich der gepanzerte Kommandoturm. Die Panzerung stammt noch aus einer Zeit, wo man von gehärtetem Nickelstahl nichts wusste. Für jene Zeit ist sie eigenartig und zweckmäßig hergestellt. Da man dicke Platten noch nicht walzen konnte, gab man der Sachsen zwei Panzerplatten hintereinander. Außen liegt eine Platte von 25,4 cm dickem gewalztem Schmiedeeisen, dahinter eine gleich starke Teakholzlage, dahinter folgt wieder eine Walzeisenplatte von 15,2 cm und dann eine etwa 20 cm starke Holzlage, den Schluss bildet eine doppelte Eisenhaut. Die Holzlage sollte den Stoß der aufschlagenden Panzergeschosse durch ihre elastische Wirkung abschwächen und dadurch die Panzerplatte vor der Zertrümmerung bewahren.
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Sachsenklasse, Panzerschiffe III. Klasse (umgebaut - 1 Schornstein) als I. Division des Manövergeschwaders, 1894
Die Schiffe der Sachsenklasse sind rund 7400 Tonnen groß, zunächst 91 m lang, 18 m breit und haben 6 m Tiefgang. Vor und hinter der Zitadelle schließt sich die Unterkante der senkrechten Panzerung ein gewölbtes Panzerdeck an, das vorn in dem fast 3 m langen spitzen Sporn endet, der 3 m unter Wasser liegt. Über dem Panzerdeck sind Vor- und Hinterschiff nur durch einen Kork- oder Kofferdamm geschützt, d.h. durch eine Reihe nebeneinander liegender, durch Stahlwände angeschlossener Zellen, die mit Kork gefüllt sind. Bei Verletzung der Außenhaut soll der Kork vom eindringenden Wasser aufquellen und dadurch die Schusslöcher schließen.
Das Geschwader wurde der Marinestation der Ostsee zugeteilt. Die Schiffe zeigten im Einsatz jedoch gravierende Mängel und schlingerten bereits bei geringem Seegang. So wurde sie nur kurzzeitig in Dienst gestellt und mehrmals umgebaut.

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