---- Menüleiste laden
Senden   Speichern   Drucken

S.M.S. Falke

(1891)

Kleiner ungeschützter Kreuzer

S.M.S. Falke

S.M.S. Falke

 

S.M.S. Falke

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Falke
Namensherkunft: Falke - Raubvogel
Stapellauf: 04.04.1891 in Kiel (Kaiserliche Werft Kiel)
Schiffstyp/-klasse: Bussard-Klasse, Kleiner (ungeschützter) Kreuzer
Schwesterschiffe: S.M.S. Bussard, S.M.S. Geier, S.M.S. Condor, S.M.S. Cormoran, S.M.S. Seeadler (1), S.M.S. Falke (2)
Besatzung: ca. 165 Mann
Maße: Länge 76 m Breite 10 m Tiefgang: 4,80 m
Wasserverdrängung: 1570 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 15 kn
Bewaffnung:

8 x 10,5 cm Schnellfeuerkanonen, 5 x 3,7 cm Revolverkanonen

Ende: 1913 abgewrackt

 

S.M.S. Falke

Geschichte

In Erwartung des Kaisers vor dem Stapellauf S.M.S. Falke am 4. April 1891

In Erwartung des Kaisers vor dem Stapellauf S.M.S. Falke am 4. April 1891

v.l.n.r.: Freiherr von der Golz, Knorr, Deinhard, Schering, Mensing, Karcher, von Reiche, Thomsen, Barandon, Hoffmann, Plüddemann, Tirpitz

 

Am 31. Mai 1878 dampfte ein deutsches Panzergeschwader unter dem Befehl des Konteradmirals Carl Ferdinand Batsch (1831 - 1898), bestehend aus dem Flaggschiff S.M.S. König Wilhelm, der Panzerfregatte S.M.S. Großer Kurfürst, S.M.S. Preußen und dem Aviso S.M.S. Falke, durch den Englischen Kanal, um im Mittelmeer ein Manöver durchzuführen, als es während der Fahrt zum einem folgenschweren Zusammenstoß kam. Auf der Höhe von Folkestone wurde der Kurs des Geschwaders von 2 Segelschiffe gekreuzt. S.M.S. König Wilhelm und S.M.S. Großer Kurfürst mussten ausweichen und wollten grade auf ihren alten Kurs zurückgehen. Da der Steuermann auf S.M.S. König Wilhelm ein Ruderkommando seines Wachoffiziers missverstand, drehte das Schiff und rammte mit seinem Rammsporn S.M.S. Großer Kurfürst so stark, dass es nach Backbord drehte. Nachdem sich beide Schiffe wieder gelöst hatten, drang Wasser in S.M.S. Großer Kurfürst so schnell ein, dass es kurz darauf mit 269 Mann an Bord versankt. 218 Mann wurden von deutschen und englischen Schiffen gerettet.

S.M.S. Falke

S.M.S. Falke



Von vielen Seiten wurde Konteradmiral Batsch als Hauptschuldiger für die Katastrophe verantwortlich gemacht, weil man die Ursache des Zusammenstoßes der beiden Panzerschiffe lediglich in der von ihm befohlenen zu geringen Distanz derselben finden zu müssen glaubte, der Chef der Admiralität von Stosch verteidigte jedoch im Reichstag das Verhalten Batschs auf das lebhafteste und schob die Schuld des Unglücks ausschließlich auf die mangelhafte Ausführung der gegebenen Befehle. Trotzdem wurde Batsch wegen Nichtbeachtung der Vorschriften über die einzuhaltende Distanz für schuldig erklärt und im Juli 1879 zu sechs Monaten Festung verurteilt. Der Kaiser bestätigte das Urteil, begnadigte Batsch aber, nachdem er erst zwei Wochen seiner Haft auf der Festung Magdeburg verbüßt hatte, und ernannte ihn sogar unmittelbar darauf zum Departementsdirektor in der Admiralität, 1880 zum Vizeadmiral und 1881 zum Chef der Marinestation der Ostsee.
S. M. Kreuzer Falke und Hela

S. M. Kreuzer Falke und Hela

 

 

 


 

 


-=[Gästebuch] - [Impressum] - [Projekte] - [Umfrage] - [Suche]=-

Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:

 -[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-

-[ Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Luxemburg ]- -[ Schweiz ]-

-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-

-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-

Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de

Besucher
 Alfacounter


Alfahosting.de