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Küstenpanzerschiff
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S.M.S. Frithjof
Daten
| Stapellauf: | 21.07.1891 in Bremen |
| Schiffsklasse: | Siegfried-Klasse |
| Schwesterschiffe: | S.M.S. Siegfried, S.M.S. Hildebrand, S.M.S. Beowulf, S.M.S. Hagen, S.M.S. Frithjof, S.M.S. Heimdall, (S.M.S. Ägir, S.M.S. Odin) |
| Besatzung: | ca. 300 Mann |
| Maße: | Länge vor Umbau 79 m, nach Umbau 84,8 m - Breite 14,9 m - Tiefgang: 5,3 m |
| Wasserverdrängung: | 4100 Tonnen |
| Maschinenleistung: | 5000 PS |
| Maximale Geschwindigkeit: | 15 kn |
| Bewaffnung: | 3 Kanonen Kaliber 24 cm, 10 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm und Torpedos |
| Ende: | 1919 als Kriegsschiff ausgemustert und 1930 abgewrackt |
Geschichte
Mit Caprivi kam 1883 ein General an die Spitze der Admiralität, der die Marine noch mehr auf die Küstenverteidigung konzentrierte, da er mit einem baldigen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland rechnete. Zu diesem Zwecke wurde die Torpedowaffe weiter ausgebaut. Ihre rasche Entwicklung und die gleichzeitige Verbesserung der Minen schien den Kampfwert großer Schiffe in Frage zu stellen, so dass sich bei allen Seemächten eine Unsicherheit über die zukünftige Seekriegstaktik verbreitete. Zu Caprivis strategischer Konzeption gehörte deshalb die Planung der 8 Küstenpanzerschiffe der Siegfried-Klasse, deren Architektur unverkennbar französischen Einfluss aufwies. Einige davon bekamen eine bis 24 cm dicke, gehärtete Nickelstahlpanzerung. Aufgrund ihrer geringen Größe konnten die Schiffe nur einen kleinen Vorrat an Kohle bunkern, was ihren Aktionsradius erheblich einschränkte. Um diesen Mangel zu beheben, baute man unter Tirpitz (um 1900) ein mehrere Meter langes Teilstück in das Schiff ein und verlängerte es somit auf 84,8 m. Einige Zeitgenossen nannte die Küstenpanzerschiffe der ausladenden Form wegen spöttisch "Meerschweinchen".
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Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild
S.M.S. Frithjof versah bis 1909 seinen Wachdienst in Nord- und Ostsee. 1903 begleitete es die Kaiseryacht S.M.S. Hohenzollern während einer Norwegenreise. Zu Beginn des 1. Weltkrieges wurde das Schiff reaktiviert und gehörte mit den anderen Küstenpanzerschiffen zum VI. Geschwader (Konteradmiral Eckermann). Von 1916 bis zur Ausmusterung 1919 wurde das Schiff hauptsächlich als Wohnhulk in Danzig verwendet. 1923 erfolgte der Umbau zum Motorschiff. 1930 wurde das Schiff abgewrackt.
S.M.S. Frithjof auf zeitgenössischen Postkarten
Namenspatron: Frithjof - Held der nordischen Mythologie.

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