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Küstenpanzerschiff
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S.M.S. Hagen
Daten
| Stapellauf: | 21.10.1893 in Kiel |
| Schiffsklasse: | Siegfried-Klasse |
| Schwesterschiffe: | S.M.S. Siegfried, S.M.S. Hildebrand, S.M.S. Beowulf, S.M.S. Hagen, S.M.S. Frithjof, S.M.S. Heimdall, (S.M.S. Ägir, S.M.S. Odin) |
| Besatzung: | ca. 300 Mann |
| Maße: | Länge vor Umbau 79 m, nach Umbau 84,8 m - Breite 14,9 m - Tiefgang: 5,3 m |
| Wasserverdrängung: | 4100 Tonnen |
| Maschinenleistung: | 5000 PS |
| Maximale Geschwindigkeit: | 15 kn |
| Bewaffnung: | 3 Kanonen Kaliber 24 cm, 10 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm und Torpedos |
| Ende: | 1919 als Kriegsschiff ausgemustert und abgewrackt |
Geschichte
Mit Caprivi kam 1883 ein General an die Spitze der Admiralität, der die Marine noch mehr auf die Küstenverteidigung konzentrierte, da er mit einem baldigen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland rechnete. Zu diesem Zwecke wurde die Torpedowaffe weiter ausgebaut. Ihre rasche Entwicklung und die gleichzeitige Verbesserung der Minen schien den Kampfwert großer Schiffe in Frage zu stellen, so dass sich bei allen Seemächten eine Unsicherheit über die zukünftige Seekriegstaktik verbreitete. Zu Caprivis strategischer Konzeption gehörte deshalb die Planung der 8 Küstenpanzerschiffe der Siegfried-Klasse, deren Architektur unverkennbar französischen Einfluss aufwies. Einige davon bekamen eine bis 24 cm dicke, gehärtete Nickelstahlpanzerung. Aufgrund ihrer geringen Größe konnten die Schiffe nur einen kleinen Vorrat an Kohle bunkern, was ihren Aktionsradius erheblich einschränkte. Um diesen Mangel zu beheben, baute man unter Tirpitz (um 1900) ein mehrere Meter langes Teilstück in das Schiff ein und verlängerte es somit auf 84,8 m. Einige Zeitgenossen nannte die Küstenpanzerschiffe der ausladenden Form wegen spöttisch "Meerschweinchen".
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Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild
S.M.S. Hagen versah bis 1909 seinen Wachdienst in Nord- und Ostsee.
Obwohl die Küstenpanzerschiffe nur für heimische Gewässer bestimmt waren, musste man aus Ermangelung moderner Kreuzer S.M.S. Hagen 1895 nach Marokko entsenden. Dort war in Tanger ein Deutscher ermordet worden. Um die marokkanische Regierung zur Bestrafung der Mörder zu zwingen, war die "Entfaltung einer gewissen Seemacht" notwendig. An dieser Aktion waren neben S.M.S. Hagen auch S.M.S. Kaiserin Augusta, das Schulschiff S.M.S. Stosch und die Korvette S.M.S. Marie beteiligt. Letztere waren ungeschützte veraltete Schiffe, die den modernen gegenüber keinen Gefechtswert besaßen. Obwohl die Demonstration ihren Zweck erfüllte, war es doch ein "niederdrückendes Gefühl für die deutsche Marine, das mächtige Deutsche Reich so unzulänglich vertreten zu sehen."("Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte" von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner - München 1899)
Zu Beginn des 1. Weltkrieges gehörte das Schiff mit den anderen Küstenpanzerschiffen zum VI. Geschwader (Konteradmiral Eckermann). Von 1916 bis zur Ausmusterung 1919 wurde das Schiff hauptsächlich als Wohnhulk in Swinemünde (Pommern) verwendet. 1919 wurde das Schiff abgewrackt.
S.M.S. Hagen auf zeitgenössischen Postkarten
Namenspatron: Hagen - nach Hagen von Tronje, Gestalt aus dem Nibelungenlied.

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