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S.M.S. Hohenzollern

(1892)

Kaiserliche Yacht

S.M.S. Hohenzollern

S.M.S. Hohenzollern

 

S.M.S. Hohenzollern

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Hohenzollern
Namensherkunft: Hohenzollern, deutsches Fürstenhaus, dem auch das preußische Königshaus angehört, benannt nach der Burgfeste Hohenzollern in Schwaben, ist wahrscheinlich zurückzuführen auf die rhätischen Burchardinger, die im 10. Jahrhundert die herzogliche Würde in Alemannien besaßen.
Stapellauf: 27.06.1892 in Stettin (Vulcanwerft)
Schwesterschiffe: Einzelschiff
Besatzung: ca. 295 Mann
Maße: Länge 116 m Breite 14 m Tiefgang: 5,9 m
Wasserverdrängung: 4280 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 21,5 kn
Maschinenleistung: 9500 PS (Doppelschraubenmaschine)
Dampfstrecke: 2000 Seemeilen
Bewaffnung:

3 Schnellfeuerkanonen Kaliber 10,5 cm, 12 Schnellfeuerkanonen Kaliber 5 cm

Ende: 1923 abgewrackt

 

S.M.S. Hohenzollern

Geschichte

"In unsrer Zeit, wo die Technik Riesenschritte macht, ist Kaiseradler von besseren Bauten schnell überholt worden. Es ist als Schiedsrichterschiff bei den Flottenmanövern nicht mehr schnell genug und bietet in seinen engen Räumen und mit seiner geringen Seetüchtigkeit nicht das, was ein Kaiser, der die kräftige Entwicklung unserer Kriegsflotte als eine seiner Lebensaufgaben betrachtet, mit Fug und Recht verlangen kann. Deshalb wurde im Anfange unsers Jahrzehnts ein neues, schnelleres und stärkeres Kaiserschiff gebaut, das den Führer unsrer Kriegsflotte tragen soll, wenn er mit seinem seemännischen Stabe die Flottenmanöver leitet. Im Kriege ist dieses Schiff als Aviso für größere Kommandostäbe bestimmt, das heißt, es soll alsdann den kommandierenden Admiral mit seinem Stabe aufnehmen; im Frieden hat es seinem kaiserlichen Herrn schon öfters bei Flottenmanövern, zum Besuche fremder Fürsten und zu Erholungsreisen in die nordländischen  Gebirgsbuchten gedient. Seine Majestät Jacht Hohenzollern ist ein Meisterwerk deutscher Schiffbaukunst. Das Schiff lief am 27. Juni 1892 in Stettin vom Stapel; es ist 4190 Tonnen groß, 116 m lang, 14 m breit und taucht 5,6 m tief. Seine Doppelschraubenmaschinen leisten bis zu 9460 Pferdestärken und geben dabei fast 22 Seemeilen Geschwindigkeit, sodaß Hohenzollern eines der schnellsten Kriegsschiffe ist. Die leichte Takelung zeigt drei Pfahlmasten, deren vorderster eine Signalrahe führt. Die Flaggenköpfe der Stangen haben die Form der Kaiserkrone. Die kriegsmäßige Bewaffnung zählt drei 35 Kaliber lange 10,5 cm Schnellladekanonen und zwölf 40 Kaliber lange 5 cm Schnellladekanonen; alle Geschütze tragen Panzerschilde als Schutz und werden auf dem Oberdeck aufgestellt. Im Frieden sind nur acht der 5 cm Kanonen an Bord. Ein Doppelboden mit sehr vielen Zellen, sowie viele wasserdichte Schotten sichern dem Schiffe die die Schwimmfähigkeit bei Beschädigungen der Außenhaut. Die innere Ausstattung des Schiffes ist zweckmäßig, bequem und geschmackvoll. Überladener Prunk ist vermieden; es sind wohnliche helle Räume, deren gediegener Schmuck echt deutsch anheimelt und das Auge in ganz andrer, vornehmerer Art erfreut als z.B. die üppigen Schnörkeleien in den Kajüten moderner Schnelldampfer, die wohl nur für amerikanischen Geschmack berechnet sind. Für die kaiserliche Familie sind eine Reihe von Gemächern bestimmt, die meist in den breitesten Raum, das sogenannte Promenadendeck, dessen hinteres Deckhaus als Rauchkajüte dient. Auch für das kaiserliche Gefolge, sowie für die Offiziere und Mannschaften des Schiffes ist trefflich gesorgt. Die Besatzung zählt 307 Mann." "Deutschlands Seemacht sonst und jetzt" von Georg Wislicenus - Leipzig 1896

Am 27.06.1892 hielt Kaiser Wilhelm II. in Stettin persönlich die Rede zur Schiffstaufe und Kaiserin Victoria vollzog die Taufe der neuen "Hohenzollern". Zuvor erfolgten heftige Diskussionen über die Finanzierung der Staatsyacht im Reichstag.

S.M.S. Hohenzollern war die kaiserliche Staatsyacht, stets war sie in Bekleidung eines Kriegsschiffes und eines Depeschenbootes unterwegs. S.M.S. Sleipner war von 1900 - 1914 Depeschenboot.


Kaiser Wilhelm II. mit Hohenzollernmannschaft und Kommandant zur See Graf Platen
S.M.S. Hohenzollern - Standartenboot

S.M.S. Hohenzollern

Kaiser Wilhelm II. mit Hohenzollernmannschaft und Kommandant zur See Graf Platen

S.M.S. Hohenzollern - Standartenboot



Vordeck der Yacht Hohenzollern - Die Waschfrau kommt am Löhnungstag mit der Rechnung
S.M.S. Hohenzollern - Haifischfang 1902 in St. Thomas
Vordeck der Yacht Hohenzollern - Die Waschfrau kommt am Löhnungstag mit der Rechnung S.M.S. Hohenzollern - Haifischfang 1902 in St. Thomas



König Eduard VII. kommt an Bord von S.M.S. Hohenzollern
S.M.Y. Hohenzollern
König Eduard VII. kommt an Bord von S.M.S. Hohenzollern S.M.Y. Hohenzollern 



S.M.S. Hohenzollern
S.M.S. Hohenzollern, Friedrich der Große, Kaiser und Kolberg in Balholm (Norwegen)
"S.M.Y. Hohenzollern, S.M.S. Hansa und S.M.S. Sleipner in Norwegen" S.M.Y. Hohenzollern, Friedrich der Große, Kaiser und Kolberg in Balholm (Norwegen)

 

 

S.M.S. Hohenzollern

Die kaiserliche Yacht Hohenzollern - das Motiv auf allen deutschen Kolonialbriefmarken.

 

 

 

 

 


 

 


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