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S.M.S. Iltis

(1878)

Kanonenboot

S.M.S. Iltis (I) - Kanonenboot

S.M.S. Iltis - Kanonenboot

 

S.M.S. Iltis

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Iltis
Namensherkunft: Iltis, Raubtiergattung aus der Familie der Marder
Stapellauf: 18.09.1878 in Danzig (Kaiserliche Werft Danzig)
Schwesterschiff: Iltis (I), Hyäne, Wolf
Besatzung: 80 - 85 Mann
Maße: Länge 47 m Breite 7,70 m Tiefgang: 3,5 m
Wasserverdrängung: 412 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 9 kn
Bewaffnung: 2 Kanonen Kaliber 12,5 cm, 2 Kanonen Kaliber 8,7 cm
Ende: Untergang im Taifun vom  23.07.1896

 

S.M.S. Iltis

Geschichte

Kapitänleutnant Braun

Kapitänleutnant Braun

† 23.07.1896

letzter Kommandant S.M.S. Iltis



S.M.S. Wolf und S.M.S. Iltis vor der japanischen Küste

S.M.S. Wolf und S.M.S. Iltis vor der japanischen Küste

 

Im Taifun am 23.07.1898 am Kap Schantung nördlich des Promontory Leuchtturms gestrandet. Nur 3 Mann konnten sich an Land retten. Erst am 25.07. beruhigte sich die See, so dass Chinesen und der deutsche Leuchtturmwärter 11 Überlebende aus dem Wrack retten konnten. 70 Seeleute ertranken, darunter alle Offiziere. Der Untergang der "Iltis" ist auch deshalb so bekannt geworden, weil die auf den Wrackteilen befindlichen Besatzungsmitglieder, als jede Rettung vergeblich schien, das Flaggenlied "Stolz weht die Flagge schwarz-weiß-rot..." sangen.

 

Untergang des Kanonenbootes "Iltis" an der chinesischen Küste - 24.07.1896

Untergang des Kanonenbootes "Iltis" an der chinesischen Küste - 24.07.1896

 

Nur elf Mann entgingen dem grausigen Schicksal; Kapitän Braun, die Offiziere von Holbach, Fraustädter und Prasse, Assistenzarzt Hildebrandt, Obermaschinist Hilt und vierundsechzig Mann fanden den Tod in den Fluten. Die 27 angetriebene Leichen erhielten auf einem neuangelegten Friedhof bei Promontory-Leuchtturm ihre Ruhestätte.

Enthüllung eines Denkmals für S.M.S. Iltis in Shanghai

Enthüllung eines Denkmals für S.M.S. Iltis in Shanghai 



Shanghai - Iltis Monument on the bond
Iltis-Denkmal in Shanghai
Shanghai - Iltis Monument on the bond Iltis-Denkmal in Shanghai

 

Zum Gedächtnisse an die ertrunkenen Besatzungsmitglieder beschlossen die in China wohnhaften Deutschen, ein Denkmal in Schanghai zu errichten, welches am 21. November 1898 in Gegenwart des Prinzen Heinrich feierlich enthüllt wurde. "Dreiundsechzig deutsche Matrosen und Marinesoldaten umstanden das Denkmal, die vor Anker liegenden österreichischen, italienischen, russischen, englischen und amerikanischen Kriegsschiffe hatten Abordnungen entsandt, das deutsche Freiwilligenkorps war aufmarschiert und die fremde wie die einheimische Bevölkerung war in überraschender Zahl erschienen - nicht aus Neugier, sondern aus Mitgefühl. Nach einer tiefempfundenen Ansprache des Generalkonsuls Dr. Stübel fiel die Hülle, und das nach einer Skizze des Kapitän Müller von Bildhauer Kraus modellierte, seinem Zweck überaus geschickt angepasste Denkmal zeigte sich den Augen der Menge. Auf granitnem Unterbauer hob sich ein zersplitterter, sechs Meter hoher Mast aus Bronze, an dessen Fuß die deutsche Fahne und ein Lorbeerkranz lehnen." (Der Krieg in China, Weller Verlag - Berlin 1909) - Landkarte mit der eingezeichneten Lage des Iltisdenkmals

Iltis-Friedhof

Iltis-Friedhof

 

Das Denkmal wurde 1918 von den Chinesen zerstört. Die Glocke der "Iltis" befindet sich heute im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt.


S.M.S. Iltis

23. Juli 1896

Untergang im Taifun vor China

71 Tote


 

 

 

 

 


 

 


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