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(Nr. 2)
Kanonenboot
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Kanonenboot Iltis
Daten
| Name: | S.M.S. Iltis |
| Namensherkunft: | Iltis, Raubtiergattung aus der Familie der Marder |
| Stapellauf: | 04.08.1898 in Danzig (Schichau Danzig) |
| Schiffsklasse: | Kanonenboot, Typschiff Iltis |
| Schwesterschiffe: | S.M.S. Eber, S.M.S. Iltis, S.M.S. Jaguar, S.M.S. Luchs, S.M.S. Panther, S.M.S. Tiger |
| Besatzung: | ca. 121 Mann |
| Maße: | Länge 62 m Breite 9,10 m Tiefgang: 3,30 m |
| Wasserverdrängung: | 900 Tonnen |
| Maximale Geschwindigkeit: | 13 kn |
| Bewaffnung: | 4 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm , 6 Maschinenkanonen Kaliber 3,7 cm |
| Ende: | Selbstversenkung am 28.09.1914 im Hafen von Tsingtau / Kiautschou |
Geschichte
"S.M.S. Iltis im Kampf mit den Taku-Forts"
Am 16. Juni 1900 um 09.00 Uhr versammelten sich auf dem russischen Flaggschiff alle Befehlshaber der Seestreitkräfte. Hier sah man vom militärischen Gesichtspunkt die unbedingte Notwendigkeit der Inbesitznahme der Taku-Forts, die Befehlshaber stellten ein scharfes Ultimatum an alle Kommandanten der Taku-Forts und dem Vizekönig von Tientsin mit der Bedingung, die Forts bis zum 17. Juni, 02.00 Uhr morgens, zu räumen. Für den Angriff war alles bis aufs letzte vorbereitet worden, die Angriffsziele der Landungsabteilungen und der Kanonenboote waren genau festgelegt. Das Nordwestfort musste zuerst fallen, wollte man sich nicht einem Beschuss von drei Seiten aussetzen.
Noch vor Ablauf der Frist des Ultimatums begannen die Kanonenboote zu feuern. Der erste Schuss fiel am 17. Juni 0.50 Uhr. Die "Iltis" nahm langsame Fahrt stromabwärts auf, an den drei russischen Kanonenbooten vorbei, die bereits das Feuer erwiderten. Kurz nachdem auch die "Iltis" das Feuer eröffnet hatte, warf sie 2.00 Uhr hinter der "Algerine" Anker. Gegen 4.00 Uhr wurde das Feuer auf beiden Seiten lebhafter. Bei zunehmender Helligkeit gewann auch das chinesische Feuer an Sicherheit und Wirkung. 4.26 Uhr erhielt die "Iltis" ihren ersten Treffer im achtern Schornstein, weiter fünf folgten. Ein Schuss dieser Trefferserie verletzte den an Bord befindlichen Berichterstatter des "Ostasiatischen Lloyds". Ein weiterer Treffer verwundete zwei Mann schwer und setzte eine Maschinenkanone außer Gefecht.
"Kapitän Lans auf der Kommandobrücke der Iltis während des Kampfes um die Takuforts"
Um 5.45 Uhr erhielt das Kanonenboot abermals einen schweren Treffer unterhalb der Brücke. Er setzte einen Teil der Munition in Brand und tötete Oberleutnant zur See Hellmann. Durch einen weiteren Treffer wurde Korvettenkapitän Lans schwer verwundet. Oberleutnant zur See Hoffmann-Lamatsch Edler von Waffenstein (Albert Gustav Maria Joseph Hoffmann-Lamatsch Edler von Waffenstein, geb. 30. September 1870) übernahm das Kommando. Die Kanonenboote legten sich nun näher an das Südfort und konzentrierten ihr Feuer auf diese starke Festung. Die "Iltis" erhielt abermals eine Trefferserie und erlitt weitere Verluste.
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| S.M.S. Iltis mit erbeuteter Boxerfahne | Abgelöste Mannschaft mit Heimatswimpel | Am Tor des Lama-Tempels in Peking |
17. Juni 1900 Im Kampf um die Takuforts während des Boxeraufstands gefallene Besatzungsmitglieder S.M.S. Iltis8 Tote Oberleutnant z.S. Hans Hellmann aus Neiße, durch Granatsplitter zerrissen |
Es wurden verwundet:
S.M.S. Iltis
1914 15.August: 24 Stunden Ultimatum der Japaner zur bedingungslosen Übergabe (4800 Verteidiger stehen einer Übermacht von 65.000 Japanern gegenüber, das Ultimatum bleibt unbeantwortet. Die Besatzung der Iltis nimmt, teils an Land teils auf anderen Schiffen, an den Kämpfen zur Verteidigung des Pachtgebietes Kiautschou teil, da ihre Außerdienststellung für Mitte 1914 ohnehin vorgesehen war.
1914 28.September: S.M.S. Iltis wird im Hafen von Tsingtau selbst versenkt, da eine Übergabe Kiautschous an die Japaner unvermeidlich ist.

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