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S.M.S. Irene

Kreuzerkorvette - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Irene - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Irene - Kleiner Kreuzer

 

S.M.S. Irene

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Irene
Namensherkunft: Prinzessin Irene Luise Maria Anna von Hessen und bei Rhein (* 11.07.1866 in Darmstadt - † 11.11.1953 in Hemmelmark) war die Gemahlin des Prinz Heinrich von Preußen und Schwester der letzten russischen Zarin Alexandra Fjodorowna.
Stapellauf: 23.08.1888 in Stettin (Vulkanwerft Stettin)
Schwesterschiffe: S.M.S. Irene, S.M.S. Prinzess Wilhelm
Besatzung: ca. 365 Mann
Maße: Länge 94 m - Breite 14 m - Tiefgang: 6,4 m
Wasserverdrängung: 4300 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 18 kn
Bewaffnung:

4 Schnellfeuerkanonen Kaliber 15 cm, 8 Schnellfeuerkanonen Kaliber 10,5 cm, 6 Schnellfeuerkanonen Kaliber 5 cm

Ende: 1913 Wohnhulk, 1921 abgewrackt.

 

S.M.S. Irene

Geschichte

Prinz Heinrich und Prinzessin Heinrich von Preußen, geborene Prinzessin Irene von Hessen-Darmstadt

Prinz Heinrich und Prinzessin Heinrich von Preußen, geborene Prinzessin Irene von Hessen-Darmstadt, Silberhochzeit 1913

 

 

S.M.S. Prinzess Wilhelm und Irene vor Dover 

S.M.S. Prinzess Wilhelm und Irene vor Dover


Mit Caprivi kam 1883 ein General an die Spitze der Admiralität, der die Marine noch mehr auf die Küstenverteidigung konzentrierte, da er mit einem baldigen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland rechnete. Zu diesem Zwecke wurde die Torpedowaffe weiter ausgebaut. Ihre rasche Entwicklung und die gleichzeitige Verbesserung der Minen schien den Kampfwert großer Schiffe in Frage zu stellen, so dass sich bei allen Seemächten eine Unsicherheit über die zukünftige Seekriegstaktik verbreitete. Zu Caprivis strategischer Konzeption gehörte deshalb die Planung der 8 Küstenpanzerschiffe der Siegfried-Klasse, deren Architektur unverkennbar französischen Einfluss aufwies. Bei den kleineren Neubauten rüstete man erstmalig die Korvetten "Irene" und "Prinzess Wilhelm" ohne Segelschifftakelage aus. Sie stellten einen Kreuzertyp für den Auslandsdienst dar, der im Kriegsfall in Übersee als Handelsstörer auftreten sollte.

1889 erfolgte die Indienststellung, die Korvette wurde dem Manövergeschwader zugeordnet. Hier nahm sie an einer Englandreise teil.

1889/90 unternahm S.M.S. Irene eine Mittelmeerrundreise.

Mitte 1890 begleitete "Irene" die Yacht Hohenzollern (1) bei einer Reise nach Helsingör, als Kaiser Wilhelm II. den dänischen König und in Christiana den schwedischen König besuchte.

Bis 1894 wurde das Schiff aus Personalmangel stillgelegt und mit modernen Schnellfeuerkanonen ausgerüstet.

S.M.S. Irene
1. Kreuzerdivision vor Kiaotschau - Arkona, Irene,  Flaggschiff Kaiser, Prinzess Wilhelm
S.M. Kreuzer Irene in den chinesischen Gewässern 1. Kreuzerdivision vor Kiaotschau - Arkona, Irene,  Flaggschiff Kaiser, Prinzess Wilhelm

 

Im November 1894 wurde S.M.S. Irene nach Ostasien entsandt. Nach einem Zwischenstopp in Marokko erreichte man im April 1895 Hongkong und die Insel Formosa (heutiges Taiwan). Es folgten Reisen nach Japan, China und bis zum russischen Kriegshafen Wladiwostok.

1. November 1897
Nachdem die deutschen katholischen Missionare Nies und Henle in China ermordet wurden, gibt Kaiser Wilhelm II. den Befehl zur sofortigen Besetzung der Kiautschou-Bucht. Das ostasiatische Geschwader, bestehend aus S.M.S. Kaiser, S.M.S. Prinzess Wilhelm und S.M.S. Cormoran (später noch S.M.S. Irene) begeben sich unter Befehl des Konteradmirals Otto von Diederichs (1843 - 1918) nach Kiautschou um die dortige Bucht nebst Befestigungen zu besetzten. Diese Aktion war keinesfalls eine spontane Reaktion auf die Ermordung der Deutschen, sondern nur der offizielle Vorwand eines über Jahre sorgfältig vorbereiteten Unternehmens.

Deutsches Flottengeschwader in Ostasien
Hafen Einfahrt vor Kiautschou
Deutsches Flottengeschwader in Ostasien Hafen Einfahrt vor Kiautschou


Auf den Philippinen beginnt im Februar 1899 der Unabhängigkeitskrieg gegen die Kolonialmacht USA. Die Amerikaner versprachen den Philippinen die Unabhängigkeit von Spanien, übernahmen aber 1898 die Herrschaft über die Inselgruppe. Mitte 1899, während des spanisch-amerikanischen Krieges, würde S.M.S. Irene nach den Philippinen befohlen. Dort kam es zu einem Zwischenfall mit einem amerikanischen Kreuzer.

1900 nahm S.M.S. Irene an der Niederschlagung des Boxeraufstandes teil. Eine kleine Landungsabteilung unterstütze das Expeditionskorps unter Admiral Seymour. Dabei wurde am 17.Juni 1900 der Matrose Andres bei Tientsin durch einen Schuss in die rechte Brust getötet.


S.M.S. Irene - Besatzungsmitglied
S.M.S. Irene
S.M.S. Irene - Besatzungsmitglied
S.M.S. Irene - Besatzungsmitglied S.M.S. Irene S.M.S. Irene - Besatzungsmitglied

Ende Juni 1901 trat das Schiff die Heimreise an und traf am 22. September 1901 in Wilhelmshaven ein. Dort lag es bis zu seinem Ende, wurde ab 1913 als Wohnschiff genutzt und 1921 abgewrackt.

 

 

 

 

 


 

 


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