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Hilfskreuzer
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Turbinen - Schnelldampfer Königin Luise - HAPAG
Geschichte
Als erstes Minenschiff der Kaiserlichen Marine wurde der HAPAG Turbinen - Schnelldampfer "Königin Luise" übernommen. Unter Korvettenkapitän Biermann, mit 6 Offizieren und 144 Mann Besatzung und nur mit 2 Revolverkanonen bewaffnet, lief sie am 04.08.1914 mit dem Befehl aus, die Themsemündung zu verminen.
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Untergang des Miniendampfers "Königin Luise" und des englischen Kreuzers "Amphion" vor der Themsemündung
5. August: Der Hilfsminenleger "Königin Luise" legt Minen vor der Themsemündung, dort wird er mittags von den Engländern entdeckt. Danach wird er von überlegenen britischen Seestreitkräften unter Führung des kleinen Kreuzers "Amphion" beschossen und sinkt kurz vor Mitternacht. Auf dem Rückmarsch sank auch der britische Kreuzer "Amphion", als er auf die von den Deutschen gelegte Sperre lief.
Die englischen Zeitungen berichtet über die Einzelheiten wie folgt: Die "Königin Luise" war nach einer Jagd von 30 Meilen vom "Amphion" eingeholt worden. Der erste Schuss des "Amphion" zerschmetterte die Kommandobrücke der Königin Luise und tötete den Kapitän (Biermann). Die Torpedojäger "Linnet", "Lark" und "Lance" schossen ebenfalls und machten einige Volltreffer. Der "Lance" schoss schließlich den tödlichen Schuss ab. Nach einem wütenden Bombardement hisste die "Königin Luise" die weiße Flagge. Es wurden Boote ausgesetzt, um die überlebende Mannschaft als Gefangene auf die englischen Schiffe zu schaffen. Ein Offizier weigerte sich, seinen Degen abzugeben und wurde von dem britischen Offizier, der die Übergabe leitete, durch die Schulter geschossen. Die "Königin Luise" sank bald hierauf. Der "Amphion" kehrte mit den Verwundeten und Gefangenen nach Harwich zurück. 20 Gefangene wurden an Bord behalten, weitere 30 nach Horsham überführt.
Der "Daily Mail" berichtet weiter: "Am Donnerstag (06.August 1914) früh setzte der Kreuzer "Amphion" seine Beobachtungsfahrt fort. Er hatte das Unglück, das Kabel zu berühren, das zwei Minen verband, die zweifellos von dem deutschen Schiff gelegt worden waren. Augenblicklich wendeten die Minen sich auf das englische Schiff zu und explodierten. Das Vorderteil des "Amphion" wurde zerschmettert, wobei das Getöse gar nicht groß war. Die Zerstörer ließen ihre Boote herab und fischten die Überlebenden auf. Abgesehen von denjenigen, die durch die Explosion getötet wurden, sind so gut wie alle gerettet worden. Der "Amphion" hielt sich noch ungefähr 20 Minuten über Wasser, nachdem er getroffen war. Dann sank er, mit dem Bug zuerst, elegant in die Tiefe. Die Überlebenden wurden nach Harwich gebracht."
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Der englische Kreuzer "Amphion" läuft auf ein von der "Königin Luise" gelegten Mine auf.
Die 20 deutschen Seeleute , die vom britische Kreuzer "Amphion" gerettet wurden, verrieten jedoch nichts über die ausgelegten Minen. Auf dem Rückmarsch sank auch der britische Kreuzer "Amphion", als er auf die von den Deutschen gelegte Sperre lief und nahm auch 18 der Gefangen mit in die Tiefe, nur 2 Besatzungsmitglieder der Königin Luise überlebten. Von der englischen Besatzung sind ca. 130 Mann getötet und 150 gerettet worden.
"Die deutschen Gefangenen," berichtet der "Daily Mail" weiter, "insgesamt 30 Matrosen, sind prächtige, hochgewachsene Leute, einige mit Bart, einige glatt rasiert nach der Sitte der englischen Marine. Ihre Mützenbänder tragen keine Schiffsnamen. Die Gefangenen schienen nicht sehr erregt zu sein; sobald sie im Zug saßen, der sie nach Horsham bringen sollte, begannen sie vergnügt Pfeifen und Zigaretten zu rauchen."
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Untergang des Dampfers Königin Luise und des britischen Kreuzers Amphion
5./6. August 1914
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Die Zahlenangaben über die Besatzung der "Königin Luise" und damit die Anzahl der überlebenden deutschen Seeleute differieren stark. Einige ältere Bücher schreiben von ca. 150 Mann Besatzung und weiteren 30 Überlebenden (zusätzlich denen von "Amphion" geretteten 20 Deutschen, von denen 18 beim Untergang ertranken) welche nach Horsham überführt wurden, während andere Bücher von 77 Mann Besatzung und nur endgültig 2 Überlebenden sprechen.

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