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S.M.S. Königin Luise

Hilfskreuzer

Königin Luise, Turbinenschnelldampfer des Seebäderdienstes der H. A. L.

Königin Luise, Turbinenschnelldampfer des Seebäderdienstes der H. A. L.

 

 

S.M.S. Königin Luise

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Königin Luise
Namensherkunft: Königin Luise von Preußen, (Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg), * 10.03.1776 in Hannover - † 19.07.1810 auf Schloss Hohenzieritz) war die Gemahlin König Friedrich Wilhelms III. von Preußen.
Stapellauf: 08.05.1913 in Stettin (AG Vulcan)
Schwesterschiffe: Dampfturbinenschiff Kaiser
Besatzung: ca. 86 Mann Besatzung, 1800 Passagiere, als Hilfskreuzer ca. 150 Mann
Maße: Länge 89 m - Breite 12 m - Tiefgang: 8 m
Wasserverdrängung: 2.163 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 20 kn
Bewaffnung (als Hilfskreuzer):

2 Revolverkanonen, Minen

Ende: 05.08.1914 vor der Themsemündung von englischen Kriegsschiffen versenkt.

 

S.M.S. Königin Luise

Geschichte

Als erstes Minenschiff der Kaiserlichen Marine wurde der HAPAG Turbinen - Schnelldampfer "Königin Luise" übernommen. Unter Korvettenkapitän Biermann, mit 6 Offizieren und 144 Mann Besatzung und nur mit 2 Revolverkanonen bewaffnet, lief sie am 04.08.1914 mit dem Befehl aus, die Themsemündung zu verminen.

Luise Königin von Preussen
Nordseebad Cuxhaven - Der Bäderdampfer Königin Luise an der alten Liebe
Luise Königin von Preussen Nordseebad Cuxhaven - Der Bäderdampfer Königin Luise an der alten Liebe

 

5. August: Der Hilfsminenleger "Königin Luise" legt Minen vor der Themsemündung, dort wird er mittags von den Engländern entdeckt. Danach wird er von überlegenen britischen Seestreitkräften  unter Führung des kleinen Kreuzers "Amphion" beschossen und sinkt kurz vor Mitternacht. Auf dem Rückmarsch sank auch der britische Kreuzer "Amphion", als er auf die von den Deutschen gelegte Sperre lief.

Königin Luise - Nordseebäder-Fahrplan 1914
Der deutsche Dampfer Königin Luise an der Themsemündung Minen legend
Königin Luise - Nordseebäder-Fahrplan 1914 Der deutsche Dampfer Königin Luise an der Themsemündung Minen legend


Die englischen Zeitungen berichtet über die Einzelheiten wie folgt: Die "Königin Luise" war nach einer Jagd von 30 Meilen vom "Amphion" eingeholt worden. Der erste Schuss des "Amphion" zerschmetterte die Kommandobrücke der Königin Luise und tötete den Kapitän (Biermann). Die Torpedojäger "Linnet", "Lark" und "Lance" schossen ebenfalls und machten einige Volltreffer. Der "Lance" schoss schließlich den tödlichen Schuss ab. Nach einem wütenden Bombardement hisste die "Königin Luise" die weiße Flagge. Es wurden Boote ausgesetzt, um die überlebende Mannschaft als Gefangene auf die englischen Schiffe zu schaffen. Ein Offizier weigerte sich, seinen Degen abzugeben und wurde von dem britischen Offizier, der die Übergabe leitete, durch die Schulter geschossen. Die "Königin Luise" sank bald hierauf. Der "Amphion" kehrte mit den Verwundeten und Gefangenen nach Harwich zurück. 20 Gefangene wurden an Bord behalten, weitere 30 nach Horsham überführt.

Hilfskreuzer Königin Luise
Kreuzers Amphion
Untergang des Miniendampfers "Königin Luise"
und des englischen Kreuzers "Amphion" vor der Themsemündung
Untergang des Dampfers Königin Luise und des britischen Kreuzers Amphion


Der "Daily Mail" berichtet weiter: "Am Donnerstag (6.August 1914) früh setzte der Kreuzer "Amphion" seine Beobachtungsfahrt fort. Er hatte das Unglück, das Kabel zu berühren, das zwei Minen verband, die zweifellos von dem deutschen Schiff gelegt worden waren. Augenblicklich wendeten die Minen sich auf das englische Schiff zu und explodierten. Das Vorderteil des "Amphion" wurde zerschmettert, wobei das Getöse gar nicht groß war. Die Zerstörer ließen ihre Boote herab und fischten die Überlebenden auf. Abgesehen von denjenigen, die durch die Explosion getötet wurden, sind so gut wie alle gerettet worden. Der "Amphion" hielt sich noch ungefähr 20 Minuten über Wasser, nachdem er getroffen war. Dann sank er, mit dem Bug zuerst, elegant in die Tiefe. Die Überlebenden wurden nach Harwich gebracht."

Sonntag, den 9. August 1914. Der englische Kreuzer Amphion wurde durch eine vom Hapag-Dampfer Königin Luise in der Themsemündung gelegte Mine zum Sinken gebracht.
Der Bäderdampfer Königin Luise beim Minenlegen - Untergang des englischen Kreuzers Amphion
Sonntag, den 9. August 1914. Der englische Kreuzer Amphion wurde durch eine vom Hapag-Dampfer Königin Luise in der Themsemündung gelegte Mine zum Sinken gebracht. Der Bäderdampfer Königin Luise beim Minenlegen -
Untergang des englischen Kreuzers Amphion

 

Die 20 deutschen Seeleute , die vom britische Kreuzer "Amphion" gerettet wurden, verrieten jedoch nichts über die ausgelegten Minen. Auf dem Rückmarsch sank auch der britische Kreuzer "Amphion", als er auf die von den Deutschen gelegte Sperre lief und nahm auch 18 der Gefangen mit in die Tiefe, nur 2 Besatzungsmitglieder der Königin Luise überlebten. Von der englischen Besatzung sind ca. 130 Mann getötet und 150 gerettet worden.

Der deutsche Minenleger Königin Luise vor der Themsemündung
Die Todesfahrt der Königin Luise - Untergang des englischen Kreuzers Amphion
Der deutsche Minenleger Königin Luise vor der Themsemündung Die Todesfahrt der Königin Luise - Untergang des englischen Kreuzers Amphion


"Die deutschen Gefangenen," berichtet der "Daily Mail" weiter, "insgesamt 30 Matrosen, sind prächtige, hochgewachsene Leute, einige mit Bart, einige glatt rasiert nach der Sitte der englischen Marine. Ihre Mützenbänder tragen keine Schiffsnamen. Die Gefangenen schienen nicht sehr erregt zu sein; sobald sie im Zug saßen, der sie nach Horsham bringen sollte, begannen sie vergnügt Pfeifen und Zigaretten zu rauchen."

Der englische Kreuzer Amphion läuft auf ein von der "Königin Luise" gelegten Mine auf.
Turbinen-Schnelldampfer Königin Luise - HAPAG
Der englische Kreuzer Amphion läuft auf ein von der "Königin Luise" gelegten Mine auf. Turbinen-Schnelldampfer Königin Luise - HAPAG

 

 

 

5./6. August 1914

S.M.S. Königin Luise

H.M.S. Amphion

75 - 129 Tote

ca. 130 Tote

 

Die Zahlenangaben über die Besatzung der "Königin Luise" und damit die Anzahl der überlebenden deutschen Seeleute differieren stark. Einige ältere Bücher schreiben von ca. 150 Mann Besatzung und weiteren 30 Überlebenden (zusätzlich denen von "Amphion" geretteten 20 Deutschen, von denen 18 beim Untergang ertranken)  welche nach Horsham überführt wurden, während andere Bücher von 77 Mann Besatzung und nur endgültig 2 Überlebenden sprechen.

 

 

 


 

 


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