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Ab 1910 "Heireddin Barbarossa" unter türkischer Flagge
Panzerschiff - Linienschiff
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S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
Daten
| Stapellauf: | 30.06.1891 in Wilhelmshaven (Kaiserliche Werft Wilhelmshaven) |
| Schiffsklasse: | Brandenburg-Klasse |
| Schwesterschiffe: | S.M.S. Brandenburg, S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm, S.M.S. Weißenburg, S.M.S. Wörth |
| Besatzung: | ca. 568 Mann |
| Maße: | Länge 108 m - Breite 19,5 m - Tiefgang: 7,4 m |
| Wasserverdrängung: | 10060 Tonnen |
| Maximale Geschwindigkeit: | 17 kn |
| Maschinenleistung: | 10 000 PS, 2 stehende Dreifach-Expansionsmaschinen, Kessel 12 Zylinder mit rückkehrender Flamme. |
| Aktionsradius | 4 500 Seemeilen |
| Bewaffnung: |
6 Kanonen Kaliber 28 cm, 8 Kanonen Kaliber 10,5 cm, 8 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm, 12 Maschinenkanonen 3,7 cm, Torpedos |
| Ende: | 1910 an die Türkei verkauft, 1915 vom britischen U-Boot E 11 versenkt |
Geschichte
1888 wurde Wilhelm
II. Deutscher Kaiser. Er zeigte ein starkes
Interesse an maritimen Fragen und schickte sich an, zum Schutze des
wirtschaftlich aufblühenden Reiches und seiner jungen Kolonien in Übersee
eine angemessene Flotte zu bauen.
General von
Caprivi wurde von seiner Stellung als Chef der Admiralität entbunden.
Der Monarch gliederte die Admiralität in das Oberkommando der Marine
und das Reichsmarineamt (Verwaltung) auf und unterstellte beide Spitzenbehörden
erstmalig Admiralen. Außerdem schuf er ein Marinekabinett, das ihm zur
Ausübung der Kommandogewalt unterstand.
Die Schiffe der deutschen
Flotte waren inzwischen größtenteils überaltert, und selbst moderne
Bauten entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Taktik und Technik.
Eine erste Maßnahme war noch 1888 der Planungsbeginn von 4 großen Panzerschiffen
der Brandenburg-Klasse. Der Entwurf dieser ausgezeichneten Schiffe stammte
von dem hochbegabten Chefkonstrukteur der Kaiserlichen Marine, Alfred
Dietrich, dessen ideenreichen Konstruktionen sie eine ganze Anzahl verschiedenartiger
Typen und Klassen verdankt. Besonders in der Panzerung, der wasserdichten
Unterteilung, der Antriebsanlage und der Bewaffnung brauchte man den
Vergleich mit entsprechenden ausländischen Schiffen nicht mehr zu scheuen.
Die Brandenburg-Klasse war mit 6 28-cm-Geschützen stärker als vergleichbare
Bauten anderer Marinen bestückt. Am Nickelstahlpanzergürtel betrug die
größte Dicke 40 cm.
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Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm wurde am 01. November 1894 in Dienst gestellt und zum Flagschiff der I. Division. Per Kabinettsorder vom 27. Februar 1899 wurden die Panzerschiffe der Brandenburg-Klasse zu Linienschiffen erklärt.
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S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm im Dock, 1895
Im Juli 1900 wurde S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm gemeinsam mit anderen Schiffen als "Ostasiatischen Expeditionskorps" zur Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China entsandt, ohne dort irgendwelche kriegerischen Handlungen zu unternehmen. Mitte August 1901 erreichte das Linienschiff wieder den deutschen Heimathafen Kiel und wurde später verschiedentlich umgebaut.
Ab 1907 versah S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm seinen Dienst in der Reserveformation der Nordsee.
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S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
1910 wurde das Schiff für 9 Millionen Mark an das Osmanische Reich (Türkei) verkauft, dort fuhr es unter dem Namen "Heireddin Barbarossa" (auch Barbaros Hayreddin).
Im 1. Weltkrieg fuhr "Heireddin Barbarossa" unter dem deutschen Kommandant Hermann Lorey (1877-1954).
Am 8. August 1915 wurde das ehemalige Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine, S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm, durch das britische U-Boot E11 torpediert und versenkt,
Namenspatron: Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst, geboren am 16.02.1620 in Berlin, gestorben am 09.05.1688 in Potsdam, seit 1640 Kurfürst von Brandenburg, legte die Grundlagen des preußischen Staates

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