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S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

Ab 1910 unter türkischer Flagge als

"Heireddin Barbarossa"

Panzerschiff - Linienschiff

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

 

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Kurfürst Friedrich Wilhelm
Namensherkunft: Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst,* 16.02.1620 in Berlin - † 09.05.1688 in Potsdam, seit 1640 Kurfürst von Brandenburg, legte die Grundlagen des preußischen Staates.
Stapellauf: 30.06.1891 in Wilhelmshaven (Kaiserliche Werft Wilhelmshaven)
Schiffsklasse: Brandenburg-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Brandenburg, S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm, S.M.S. Weißenburg, S.M.S. Wörth
Besatzung: ca. 568 Mann
Maße: Länge 108 m - Breite 19,5 m - Tiefgang: 7,4 m
Wasserverdrängung: 10060 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 17 kn
Maschinenleistung: 10.000 PS, 2 stehende Dreifach-Expansionsmaschinen, Kessel 12 Zylinder mit rückkehrender Flamme.
Aktionsradius 4 500 Seemeilen
Bewaffnung:

6 Kanonen Kaliber 28 cm, 8 Kanonen Kaliber 10,5 cm, 8 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm, 12 Maschinenkanonen 3,7 cm, Torpedos

Ende: 1910 an die Türkei verkauft, 1915 vom britischen U-Boot E 11 versenkt

 

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

Indiensthaltung und Kommandanten

 29.04.1894 - 05.09.1894 Kapitän zur See Valette † (4/94 - 6/94)
Kapitän zur See Rudolf Rittmeyer (6/94 - 9/94)
 01.11.1894 - 14.10.1902 Kapitän zur See Oscar Boeters (11/94 - 10/95)
Korvettenkapitän Otto Hoepner (in Vertretung) 10/95
Kapitän zur See Friedrich Graf von Baudissin (10/95 - 9/97)
Kapitän zur See Karl Galster (9/97 - 10/99)
Kapitän zur See Henning von Holtzendorff (10/99 - 09/01)
Kapitän zur See Johannes Wallmann (09 - 10/02
14.12.1905 - 01.09.1910 Fregattenkapitän / Kapitän zur See Karl von Levetzow † (12/05 - 10/06)
Korvettenkapitän Franz Brüninghaus (in Vertretung) 10/06
Kapitän zur See Friedrich Marwede (10/06 - 09/08)
Kapitän zur See Leo Jacobson (09/08 - 11/09)
Fregattenkapitän / Kapitän zur See Hans Uthemann (11/09 - 09/10)



S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

Geschichte

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm in Kiel liegend kohlen
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm in Kiel liegend kohlen



S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm


1888 wurde Wilhelm II. Deutscher Kaiser. Er zeigte ein starkes Interesse an maritimen Fragen und schickte sich an, zum Schutze des wirtschaftlich aufblühenden Reiches und seiner jungen Kolonien in Übersee eine angemessene Flotte zu bauen.
General von Caprivi wurde von seiner Stellung als Chef der Admiralität entbunden. Der Monarch gliederte die Admiralität in das Oberkommando der Marine und das Reichsmarineamt (Verwaltung) auf und unterstellte beide Spitzenbehörden erstmalig Admiralen. Außerdem schuf er ein Marinekabinett, das ihm zur Ausübung der Kommandogewalt unterstand.
Die Schiffe der deutschen Flotte waren inzwischen größtenteils überaltert, und selbst moderne Bauten entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Taktik und Technik.
Eine erste Maßnahme war noch 1888 der Planungsbeginn von 4 großen Panzerschiffen der Brandenburg-Klasse. Der Entwurf dieser ausgezeichneten Schiffe stammte von dem hochbegabten Chefkonstrukteur der Kaiserlichen Marine, Alfred Dietrich, dessen ideenreichen Konstruktionen sie eine ganze Anzahl verschiedenartiger Typen und Klassen verdankt. Besonders in der Panzerung, der wasserdichten Unterteilung, der Antriebsanlage und der Bewaffnung brauchte man den Vergleich mit entsprechenden ausländischen Schiffen nicht mehr zu scheuen. Die Brandenburg-Klasse war mit 6 28-cm-Geschützen stärker als vergleichbare Bauten anderer Marinen bestückt. Am Nickelstahlpanzergürtel betrug die größte Dicke 40 cm.

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm



Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm im Dock, 1895
Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894 S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm im Dock, 1895



Im Juli 1900 wurde S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm gemeinsam mit anderen Schiffen als "Ostasiatischen Expeditionskorps" zur Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China entsandt, ohne dort irgendwelche kriegerischen Handlungen zu unternehmen. Mitte August 1901 erreichte das Linienschiff wieder den deutschen Heimathafen Kiel und wurde später verschiedentlich umgebaut.

Ab 1907 versah S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm seinen Dienst in der Reserveformation der Nordsee.

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
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S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm



S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm die Hochbrücke Levensau passierend S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm - Linienschiff II. Klasse


1910 wurde S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm für 9 Millionen Mark an das Osmanische Reich (Türkei) verkauft, dort fuhr es unter dem Namen "Heireddin Barbarossa" (Barbaros Hayreddin). In dieser Zeit wurde auch das Schwesterschiff SMS Weißenburg verkauft und führ dort unter dem Namen "Torgut Reis" unter türkischer Flagge.

Während des 1. Weltkriegs führte auf "Heireddin Barbarossa" der deutschen Kommandant Hermann Lorey (* 25.09.1877 - † 15.10.1954) das Kommando. Am 8. August 1915 wurde das ehemalige Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine in den Dardanellen, durch das britische U-Boot E11 torpediert und versenkt, dabei verloren 253 Seeleute ihr Leben.

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm



S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm als Heireddin Barbarossa
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm als Heireddin Barbarossa
S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm als Heireddin Barbarossa S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm als "Barbaroß Haireddin"




 Dardanellen

 

 

S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm

mit deutsch-türkischer Mannschaft unter türkischer Flagge als

"Heireddin Barbarossa"

am 8. August 1915

in den Dardanellen durch das britische U-Boot E11 versenkt

253 Tote

 

 

 

 

 


 

 


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