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S.M.S. Posen

Linienschiff

S.M.S. Posen

S.M.S. Posen

 

S.M.S. Posen

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Posen
Namensherkunft: Zu Ehren der Provinz Posen im Königreich Preußen
Stapellauf: 12.12.1908 in Kiel (Germania-Werft)
Schiffsklasse: Nassau-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Nassau, S.M.S. Westfalen, S.M.S. Rheinland, S.M.S. Posen
Besatzung: ca. 960 Mann
Maße: Länge 145,7 m - Breite 26,9 m - Tiefgang: 8,1 m
Wasserverdrängung: 18900 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 20 kn
Bewaffnung:

12 Schnellfeuerkanonen 28 cm, 12 Schnellfeuerkanonen 15 cm, 16 Schnellfeuerkanonen 8,8 cm, Flak, Torpedos

Ende: 1920 an England ausgeliefert und dort 1922 verschrottet.

 

S.M.S. Posen

Geschichte

Im Russisch-Japanischen Krieg von 1904-05 zeigte sich die Überlegenheit der schweren und mittleren Schiffsartillerie. Die neuen Kanonen konnten ein Schiff treffen, welches noch 18 Kilometer entfernt war. Der seit der Seeschlacht von Lissa favorisierte Rammsporn hatte nun endgültig ausgedient.

In England reagierte man auf diese neuen Erfahrungen mit dem Bau einer neuen Schiffsklasse mit größeren Abmessungen, hoher Geschwindigkeit, starkem Panzerschutz und vor allem erheblich mehr schwerer Artillerie. Dieser neue Schiffstyp ging als "Dreadnought" (Furchtloser) in die Marinegeschichte ein. Das Deutsche Reich reagierte mit den Novellen zum Flottengesetz von 1906 und 1908, die die Zahl der Linienschiffe um 3 und der Kleien Kreuzer um 2 heraufsetzte. Zunächst wurden die 4 Linienschiffe der Nassau-Klasse bewilligt. Der Entwurf dieser Schiffe stammt vom neuen Chefkonstrukteur der Kaiserlichen Marine Hans Bürkner. Im Vordergrund der deutschen Planung stand der Schutz des Schiffes. Im Gegensatz dazu stand die britische Auffassung der maximalen Bewaffnung. Jedoch erwies sich die britische Planung als ein fataler Fehler, wie sich in der Seeschlacht auf der Doggerbank, in der Seeschlacht am Skagerrak und bei den Dardanellen später zeigte.

S.M.S. Posen

S.M.S. Posen

 

Das Schiff wurde zu Ehren der preußischen Provinz Posen benannt. Die Rede zur Taufe am 12. Dezember 1908 in Kiel (Germania-Werft) hielt der Oberpräsident der Provinz Posen , von Waldow, die Schiffstaufe erfolgte durch Fürstin Johanna von Radolin.

Am 31. Mai 1910 wurde S.M.S. Posen in Dienst gestellt und führte anschließend Erprobungsfahrten durch. Das Schiff wurde dem I. Geschwader der Hochseeflotte zugeteilt.

Während des I. Weltkrieges war S.M.S. Posen an Unternehmen in der Ostsee gegen Russland beteiligt. Das Schiff nahm an der Seeschlacht am Skagerrak (31. Mai - 1. Juni 1916) teil. Während des Kampfes gegen britische Zerstörer kollidierte S.M.S. Posen versehentlich mit S.M.S. Elbing. Da S.M.S. Posen dabei kaum beschädigt wurde konnte es den Kampf fortsetzen und mehrere britische Zerstörer vernichten. S.M.S. Elbing war jedoch so sehr beschädigt, dass das Schiff am 1. Juni gesprengt werden musste. Während der gesamten Seeschlacht am Skagerrak erlitt S.M.S. Posen keine Verluste.

S.M.S. Posen - Linienschiff

S.M.S. Posen

 

Anfang 1918 nahm S.M.S. Posen gemeinsam mit S.M.S. Westfalen an der Befreiung Finnlands teil. Während eines Landungsunternehmens bei Helsingfors (Helsinki) kamen 4 Besatzungsmitglieder ums Leben.

Nach Ende des Krieges verblieb S.M.S. Posen zunächst in Deutschland, musste jedoch nach der Selbstversenkung der Kaiserlichen Marine in Scapa Flow 1920 an England  ausgeliefert werden. 1922 wurde das Schiff in Holland abgewrackt.

 

 

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