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S.M.S. Siegfried

Küstenpanzerschiff

S.M.S. Siegfried

S.M.S. Siegfried

 

S.M.S. Siegfried

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Siegfried
Namensherkunft: Siegfried, Held der Nibelungensage
Stapellauf: 10.08.1889 in Kiel
Schiffsklasse: Siegfried-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Siegfried, S.M.S. Hildebrand, S.M.S. Beowulf, S.M.S. Hagen, S.M.S. Frithjof, S.M.S. Heimdall,  (S.M.S. Ägir, S.M.S. Odin)
Besatzung: ca. 300 Mann
Maße: Länge vor Umbau 79 m, nach Umbau 84,8 m - Breite 14,9 m - Tiefgang: 5,3 m
Wasserverdrängung: 4100 Tonnen
Maschinenleistung: 5000 PS
Maximale Geschwindigkeit: 15 kn
Bewaffnung: 3 Kanonen Kaliber 24 cm, 10 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm und Torpedos
Ende: 1919 als Kriegsschiff ausgemustert und 1920 abgewrackt

 

S.M.S. Siegfried

Geschichte

Mit Caprivi kam 1883 ein General an die Spitze der Admiralität, der die Marine noch mehr auf die Küstenverteidigung konzentrierte, da er mit einem baldigen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland rechnete. Zu diesem Zwecke wurde die Torpedowaffe weiter ausgebaut. Ihre rasche Entwicklung und die gleichzeitige Verbesserung der Minen schien den Kampfwert großer Schiffe in Frage zu stellen, so dass sich bei allen Seemächten eine Unsicherheit über die zukünftige Seekriegstaktik verbreitete. Zu Caprivis strategischer Konzeption gehörte deshalb die Planung der 8 Küstenpanzerschiffe der Siegfried-Klasse, deren Architektur unverkennbar französischen Einfluss aufwies. Einige davon bekamen eine bis 24 cm dicke, gehärtete Nickelstahlpanzerung. Aufgrund ihrer geringen Größe konnten die Schiffe nur einen kleinen Vorrat an Kohle bunkern, was ihren Aktionsradius erheblich einschränkte. Um diesen Mangel zu beheben, baute man unter Tirpitz (um 1900) ein mehrere Meter langes Teilstück in das Schiff ein und verlängerte es somit auf 84,8 m. Einige Zeitgenossen nannte die Küstenpanzerschiffe der ausladenden Form wegen spöttisch "Meerschweinchen".

S.M.S. Siegfried

S.M.S. Siegfried vor dem Umbau

 

S.M.S. Siegfried versah seinen Wachdienst in Nord- und Ostsee. Im 1. Weltkrieg gehörte das Schiff mit den anderen Küstenpanzerschiffen zum VI. Geschwader (Konteradmiral Eckermann) und diente bis Anfang 1916 dem Küstenschutz. Bis zur Ausmusterung 1919 wurde das Schiff hauptsächlich als Wohnstätte in Wilhelmshaven verwendet. 1920 in Kiel abgewrackt.

Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild

Schnellladekanone 8,8 cm ohne Schutzschild

 

S.M.S. Siegfried   S.M.S. Siegfried

S.M.S. Siegfried auf zeitgenössischen Postkarten

 

S.M.S. Siegfried

S.M.S. Siegfried

 

 

 

 

 


 

 


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