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S.M.S. Sophie

Kreuzerkorvette

später Schulschiff für Fähnriche, Seekadetten und Schiffsjungen

S.M.S. Sophie

S.M.S. Sophie

 

S.M.S. Sophie

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Sophie
Namensherkunft: Sophie, Prinzessin Sophie Luise von Oranien-Nassau (08.04.1824 - 23.03.97) Tochter König Wilhelms II. der Niederlande, heiratete am 8. Oktober 1842 in Den Haag den späteren Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach. Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Stapellauf: 10.11.1881 in Danzig (Kaiserliche Werft Danzig)
Schiffsklasse: Kreuzerkorvette der Carola-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Carola, S.M.S. Marie, S.M.S. Olga, S.M.S. Sophie
Besatzung: ca. 290 Mann
Maße: Länge: 69 m - Breite: 13 m - Tiefgang: 5,4 m
Wasserverdrängung: 2160 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 12 kn
Bewaffnung: 10 - 14 Kanonen Kaliber 15 cm, 2 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm
Ende: Am 21.05.1908 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und 1921 abgewrackt.

 

S.M.S. Sophie

Geschichte

S.M.S. Sophie schrieb ein bedeutsames Kapitel in der vor- und kolonialen Phase des Deutschen Reiches.

S.M.S. Sophie
S.M.S. Sophie
S.M.S. Sophie S.M.S. Sophie

 

Ende Dezember 1883 bekam S.M.S. Sophie den Befehl die westafrikanische Küste anzusteuern, um den dort ansässigen deutschen Handelsfaktoreien beizustehen. Auch war dort kurz vorher ein deutsches Handelsschiff gestrandet, von den Eingeborenen ausgeplündert und die gesamte Mannschaft ermordet worden.

Auf den Weg dorthin besuchte sie am 27. Januar 1884 beim Kap der drei Spitzen die Gegend der ehemaligen brandenburgischen Kolonie Groß-Friedrichsburg. Der Kommandant des Schiffes, KK Wilhelm Stubenrauch und mehrere Offiziere ließen sich von den Eingeborenen in der historischen Gegend führen, wo die Geschichte über Generationen weitergegeben war. Unter Schutt und Pflanzen fand man noch 6 alte Geschützrohre, eines davon nahm S.M.S. Sophie mit in die Heimat, wo es in der Ruhmeshalle zu Berlin ausgestellt wurde.

S.M.S. Sophie besucht die Ruinen von Groß-Friedrichsburg

Sophie besucht die Ruinen von Groß-Friedrichsburg.

 

In Klein-Popo, dem späteren Anecho (Togoland), kam es durch einen von den Briten bezahlten Häuptling zu schweren Übergriffen auf Deutsche. Kapitän Stubenrauch gelang es durch geschicktes Verhandeln die Anerkennung deutscher Handelsrechte zu sichern und einen entsprechenden Vertrag zustande zu bringen. Am 2. Februar 1884 begab sich die Sophie zur Weitereise nach Groß-Popo, um dort ähnliche Probleme zu lösen. Kaum aber hatte die Sophie Klein-Popo verlassen flammten die deutschfeindlichen Übergriffe wieder auf. Diese führten zum Gewaltritt eines deutschen Kaufmanns ins französische Groß-Popo um die dort vor Anker liegende Sophie zurückzurufen. Am 5. Februar 1884 landete Kapitän Stubenrauch mit 150 Mann in Klein-Popo und nahm die Haupträdelsführer gefangen. Diese versprechen nun feierlich gegenüber den Deutschen Wohlverhalten zu zeigen. Drei Häuptlinge wurden als Geiseln mit an Bord genommen. Die Aufforderung des an Bord einer Korvette befindlichen britischen Gouverneurs der Goldküste zur sofortigen Aufnahme von Verhandlungen über die Freilassung der Gefangenen und die Rechtmäßigkeit seines Handelns, lehnte KK Stubenrauch energisch ab. Das britische Schiff verließ daraufhin ohne Ergebnisse den Ort des Geschehens.

 

Kreuzergeschwader S.M.S. Bismarck, S.M.S. Carola, S.M.S. Sophie, S.M.S. Olga in Kapstadt 1888

 

Mitte 1884 wurde die Sophie zum Schulschiff umfunktioniert.

Am 21. Mai 1908 wurde es aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen.

Während des 1. Weltkrieges wurde das Schiff als Hulk (Wohnschiff) verwendet und 1921 abgewrackt.

 

 

 

 


 

 


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