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S.M.S. Stosch

Kreuzerfregatte

später Schulschiff für Fähnriche, Seekadetten und Schiffsjungen

S.M.S. Stosch - Kreuzerfregatte

S.M.S. Stosch - Kreuzerfregatte

 

 

S.M.S. Stosch

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Stosch
Namensherkunft: Stosch, Albrecht von Stosch (1818 - 1896), deutscher Staatsmann
Stapellauf: 08.10.1877 in Stettin (A.G. Vulcan)
Schiffsklasse: Bismarck-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Bismarck, S.M.S. Blücher, S.M.S. Gneisenau, S.M.S. Moltke, S.M.S. Stein, S.M.S. Stosch
Besatzung: ca. 450 Mann
Maße: Länge: 75 m - Breite: 14 m - Tiefgang: 5,8 m
Wasserverdrängung: 2850 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 12 kn
Bewaffnung: 10 - 14 Kanonen Kaliber 15 cm, 2 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm
Ende: 1907 abgewrackt

 

S.M.S. Stosch

Geschichte

Albrecht von Stosch

 

In den 1870er Jahren wurden die gepanzerten Kreuzer-Fregatten Leipzig, Prinz Adalbert, Bismarck, Moltke, Stosch, Blücher, Stein und Gneisenau auf deutschen Werften gebaut und in der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Da sie weder besonders widerstandsfähig noch modern bewaffnet waren wurden sie in Friedenszeiten auf Auslandsstationen und als Schulschiffe verwendet.

Die gedeckten Korvetten der Bismarck-Klasse (S.M.S. Bismarck, S.M.S. Blücher, S.M.S. Gneisenau, S.M.S. Moltke, S.M.S. Stein, S.M.S. Stosch) entstanden nach dem Amtsentwurf von 1873-75 als Querspant-Eisenbau.  Als Besonderheit wiesen sie eine Lage Holzplanken mit Zinkbeschlag bis 1 Meter über Wasserlinie auf. Angetrieben wurde das Schiff von  einer liegenden dreizylindrigen Einfachexpansionsmaschinen der Märkisch-Schlesischen Maschinenbau- und Hütten-A.G. Berlin. Zur Erzeugung elektrischer Energie verfügte das Schiff über einen Dynamo mit 55 Volt 1,9 kW. Die Schiffe werden als ziemlich gute Seeschiffe beschrieben, allerdings mit großer Abtrift bei wenig Wind; waren schwierig zu manövrieren und mittelmäßig steuernd. Ein fahren gegen See verursachte viel Fahrtverlust. Segeln war nur bei einer steifen Brise gut möglich.

 

 

S.M.S. Stosch

S.M.S. Stosch

"SMS Storch", auf dieser zeitgenössischen Postkarte handelt es sich offensichtlich um einen Druckfehler, denn hier kann nur SMS Stosch (nach Admiral von Stosch - Chef der Admiralität 1872-1883) gemeint sein.

 

S.M.S. Stosch - Vordeck
Sonnensegel auftuchen
S.M.S. Stosch - Vordeck Sonnensegel auftuchen

 

Obwohl die Küstenpanzerschiffe nur für heimische Gewässer bestimmt waren, musste man aus Ermangelung moderner Kreuzer S.M.S. Hagen 1895 nach Marokko entsenden. Dort war in Tanger ein Deutscher ermordet worden. Um die marokkanische Regierung zur Bestrafung der Mörder zu zwingen, war die "Entfaltung einer gewissen Seemacht" notwendig. An dieser Aktion waren neben S.M.S. Hagen auch S.M.S. Kaiserin Augusta, das Schulschiff S.M.S. Stosch und die Korvette S.M.S. Marie beteiligt. Letztere waren ungeschützte veraltete Schiffe, die den modernen gegenüber keinen Gefechtswert besaßen. Obwohl die Demonstration ihren Zweck erfüllte, war es doch ein "niederdrückendes Gefühl für die deutsche Marine, das mächtige Deutsche Reich so unzulänglich vertreten zu sehen."("Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte" von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner - München 1899)

S.M.S. Stosch
S.M.S. Stosch
S.M. Schulschiff Stosch im Kaiser Wilhelm-Kanal bei der Hochbrücke Levensau "S.M.S. Stosch gefechtsklar" 1899

 

 

 

 


 

 


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