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S.M.S. Thüringen

Linienschiff

S.M.S. Thüringen

S.M.S. Thüringen

 

(Thüringen und Sachsen: Ich werde immer wieder gefragt, warum das Bild von S.M.S. Thüringen das Wappen von Sachsen zeigt. Die Gebiete des heutigen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens wurden durch die Wettiner erworben und alle Linien dieses Herrschergeschlechts führen dementsprechend diesen Teil des Wappens im Herzschild. Die Wettiner herrschten sowohl im Königreich Sachsen, als auch in Thüringen. Da es zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches kein rechtlich anerkanntes Wappen von Thüringen gab, wurde also das wettinisch-sächsische Wappen verwendet. Die Darstellung ist also korrekt!)

 

S.M.S. Thüringen

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Thüringen
Namensherkunft: Zu Ehren der Thüringischen Staaten
Stapellauf: 27.11.1909 in Bremen
Namensherkunft:  Benannt zu Ehren der Thüringischen Staaten
Schiffsklasse: Helgoland-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Helgoland, S.M.S. Oldenburg, S.M.S. Ostfriesland, S.M.S. Thüringen
Besatzung: ca. 1100 Mann
Maße: Länge 166,5 m - Breite 28,5 m - Tiefgang: 9 m
Wasserverdrängung: 22.800 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 20,8 kn
Maschinenleistung: 35 500 PS, 3 Kolbenmaschinen
Bewaffnung:

12 Schnellfeuerkanonen 30,5 cm, 14 Schnellfeuerkanonen 8,8 cm, Flak, Torpedos

Ende: 1920 an Frankreich ausgeliefert, 1923 abgewrackt

 

S.M.S. Thüringen

Geschichte

Im Gegensatz zur britischen Auffassung stand auf deutscher Seite der Schutz des Schiffes im Vordergrund, die Bewaffnung an zweiter Stelle. Seit dieser Zeit entsprach bei den Großkampfschiffen die Stärke des Gürtelpanzers etwa dem Kaliber der schweren Artillerie. Die Richtigkeit dieses Prinzips des optimalen Schutzes erwies sich im Kriege an der Doggerbank, vor dem Skagerrak und bei den Dardanellen. Die Schiffe der Helgoland-Klasse trugen 12 x 30,5 cm Geschütze in sechs Doppeltürmen, davon je zwei an Backbord und Steuerbord.

1909 fand der Stapellauf von S.M.S. Thüringen im Beisein von Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen Weimar-Eisenach statt. Das Schiff wurde dem I. Geschwader unter dem Kommando von Vizeadmiral Hugo von Pohl und später Vizeadmiral von Lans zugeordnet.

Kiel - Riesenschwimmdock (S.M.S. Thüringen)
S.M.S. Thüringen
Kiel - Riesenschwimmdock (S.M.S. Thüringen) S.M.S. Thüringen

 

Während des I. Weltkrieges 1914 - 1918 erfolgten Einsätze in Nord- und Ostsee.

31. Mai - 1. Juni 1916 Teilnahme an der Seeschlacht am Skagerrak. Hier war S.M.S. Thüringen maßgeblich an der Vernichtung des britischen Panzerkreuzers "Black Price" beteiligt. Während der Schlacht wurde das Schiff nur geringfügig beschädigt und erlitt keine Verluste.

S.M.S. Thüringen - Fussballmannschaft
S.M.S. Thüringen
S.M.S. Thüringen - Fußballmannschaft S.M.S. Thüringen

Ende Oktober 1918 sollte das Schiff am beabsichtigten Flottenvorstoß gegen die britische Grand Fleet teilnehmen. Den Matrosen galt dieses Unternehmen als Todesfahrt, die Heizer löschten die Feuer und revolutionäre Unruhen brachen aus. Ungefähr ein Drittel der Mannschaft wurde mit Unterstützung von Torpedobooten und U-Booten festgenommen.

S.M.S. Thüringen - Revolution an Bord
S.M.S. Thüringen ausgeliefert an Frankreich in Cherbourg 1920
S.M.S. Thüringen - Revolution an Bord S.M.S. Thüringen ausgeliefert an Frankreich in Cherbourg 1920

 

Im Dezember 1918 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und musste 1920 als Reparationsschiff "L" an Frankreich ausgeliefert werden. Dort diente es bis 1923 als Zielschiff und wurde danach abgewrackt.

 

 

 


 

 


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