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S.M.S. Westfalen

Linienschiff

S.M.S. Westfalen

S.M.S. Westfalen

 

S.M.S. Westfalen

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Westfalen
Namensherkunft: Provinz Westfalen im Königreich Preußen
Stapellauf: 01.07.1908 in Bremen
Schiffsklasse: Nassau-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Nassau, S.M.S. Westfalen, S.M.S. Rheinland, S.M.S. Posen
Besatzung: ca. 960 Mann
Maße: Länge 145,7 m - Breite 26,9 m - Tiefgang: 8,1 m
Wasserverdrängung: 18900 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 20,3 kn
Bewaffnung:

12 Schnellfeuerkanonen 28 cm, 12 Schnellfeuerkanonen 15 cm, 16 Schnellfeuerkanonen 8,8 cm, Flak, Torpedos

Ende: 1920 an England ausgeliefert, 1924/25 abgewrackt

 

S.M.S. Westfalen

Geschichte

SMS Westfalen

S.M.S. Westfalen

 

Im Russisch-Japanischen Krieg von 1904-05 zeigte sich die Überlegenheit der schweren und mittleren Schiffsartillerie. Die neuen Kanonen konnten ein Schiff treffen, welches noch 18 Kilometer entfernt war. Der seit der Seeschlacht von Lissa favorisierte Rammsporn hatte nun endgültig ausgedient.

In England reagierte man auf diese neuen Erfahrungen mit dem Bau einer neuen Schiffsklasse mit größeren Abmessungen, hoher Geschwindigkeit, starkem Panzerschutz und vor allem erheblich mehr schwerer Artillerie. Dieser neue Schiffstyp ging als "Dreadnought" (Furchtloser) in die Marinegeschichte ein. Das Deutsche Reich reagierte mit den Novellen zum Flottengesetz von 1906 und 1908, die die Zahl der Linienschiffe um 3 und der Kleien Kreuzer um 2 heraufsetzte. Zunächst wurden die 4 Linienschiffe der Nassau-Klasse bewilligt. Der Entwurf dieser Schiffe stammt vom neuen Chefkonstrukteur der Kaiserlichen Marine Hans Bürkner. Im Vordergrund der deutschen Planung stand der Schutz des Schiffes. Im Gegensatz dazu stand die britische Auffassung der maximalen Bewaffnung. Jedoch erwies sich die britische Planung als ein fataler Fehler, wie sich in der Seeschlacht auf der Doggerbank, in der Seeschlacht am Skagerrak und bei den Dardanellen später zeigte.

S.M.S. Westfalen

S.M.S. Westfalen

 

Das Schiff wurde zu Ehren der preußischen Provinz Westfalen benannt. Die Rede zur Taufe am 1. Juli 1908 in Bremen hielt der Oberpräsident der Provinz Westfalen, Freiherr von der Recke, die Schiffstaufe erfolgte durch Fürstin von Salm-Horstmar.

Am 16. November 1908 wurde S.M.S. Westfalen in Dienst gestellt und führte anschließend Erprobungsfahrten durch. Das Schiff wurde dem I. Geschwader der Hochseeflotte zugeteilt.

I. und II. Geschwader sowie Aufklärungskreuzer

I. und II. Geschwader sowie Aufklärungskreuzer

 

Während des I. Weltkrieges war S.M.S. Westfalen an Unternehmen in der Ostsee gegen Russland beteiligt. Das Schiff zeichnete sich besonders in der Seeschlacht am Skagerrak (31. Mai - 1. Juni 1916) aus und war an der Vernichtung einiger Gegner beteiligt. Bei einem Treffer während der Schlacht wurden 2 Besatzungsmitglieder getötet.

Am 19. August 1916 wurde S.M.S. Westfalen durch einen Torpedotreffer vom britischen Uboot E 23 beschädigt und musste anschließend nach Wilhelmshaven zur Reparatur fahren.

S.M.S. Westfalen im Eis (Finnland)

S.M.S. Westfalen im Eis (Finnland)

 

Anfang 1918 wurde S.M.S. Westfalen zum Flaggschiff eines Verbandes bestimmt, welcher zur Befreiung Finnlands aufgestellt wurde. Mit der Leitung des Unternehmens wurde Flottenkapitän Rosenberg beauftragt. Gemeinsam mit S.M.S. Posen wurde das Unternehmen bis zum 14. April 1918 erfolgreich abgeschlossen und Rosenberg von den Finnen mit dem Aufbau der finnischen Marine beauftragt.

Nach Ende des Krieges verblieb S.M.S. Westfalen zunächst in Kiel, musste jedoch nach der Selbstversenkung der Kaiserlichen Marine in Scapa Flow am 5. August 1920 an England ausgeliefert werden. Dort wurde das Schiff 1924/25 abgewrackt.

 

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