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S.M.S. Wörth

Panzerschiff - Linienschiff

S.M.S. Wörth

S.M.S. Wörth

 

S.M.S. Wörth

Daten

Name: Seiner Majestät Schiff Wörth
Namensherkunft: Wörth, Ort im Elsaß. Am 8 August 1870 fand hier während des Deutsch-Französischen Krieg eine siegreiche Schlacht statt.
Stapellauf: 06.08.1892 in Kiel (Germania Werft)
Schiffsklasse: Brandenburg-Klasse
Schwesterschiffe: S.M.S. Brandenburg, S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm, S.M.S. Weißenburg, S.M.S. Wörth
Besatzung: ca. 568 Mann
Maße: Länge 108 m - Breite 19,5 m - Tiefgang: 7,4 m
Wasserverdrängung: 10060 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 16,3 kn
Maschinenleistung: 10 000 PS, 2 stehende Dreifach-Expansionsmaschinen, Kessel 12 Zylinder mit rückkehrender Flamme.
Aktionsradius 4 500 Seemeilen
Bewaffnung:

6 Kanonen Kaliber 28 cm, 8 Kanonen Kaliber 10,5 cm, 8 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm, 12 Maschinenkanonen 3,7 cm, Torpedos

Ende: 1919 abgewrackt

 

S.M.S. Wörth

Geschichte

S.M.S. Wörth

S.M. Linienschiff Wörth

 

1888 wurde Wilhelm II. Deutscher Kaiser. Er zeigte ein starkes Interesse an maritimen Fragen und schickte sich an, zum Schutze des wirtschaftlich aufblühenden Reiches und seiner jungen Kolonien in Übersee eine angemessene Flotte zu bauen.
General von Caprivi wurde von seiner Stellung als Chef der Admiralität entbunden. Der Monarch gliederte die Admiralität in das Oberkommando der Marine und das Reichsmarineamt (Verwaltung) auf und unterstellte beide Spitzenbehörden erstmalig Admiralen. Außerdem schuf er ein Marinekabinett, das ihm zur Ausübung der Kommandogewalt unterstand.
Die Schiffe der deutschen Flotte waren inzwischen größtenteils überaltert, und selbst moderne Bauten entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Taktik und Technik.
Eine erste Maßnahme war noch 1888 der Planungsbeginn von 4 großen Panzerschiffen der Brandenburg-Klasse. Der Entwurf dieser ausgezeichneten Schiffe stammte von dem hochbegabten Chefkonstrukteur der Kaiserlichen Marine, Alfred Dietrich, dessen ideenreichen Konstruktionen sie eine ganze Anzahl verschiedenartiger Typen und Klassen verdankt. Besonders in der Panzerung, der wasserdichten Unterteilung, der Antriebsanlage und der Bewaffnung brauchte man den Vergleich mit entsprechenden ausländischen Schiffen nicht mehr zu scheuen. Die Brandenburg-Klasse war mit 6 28-cm-Geschützen stärker als vergleichbare Bauten anderer Marinen bestückt. Am Nickelstahlpanzergürtel betrug die größte Dicke 40 cm.

S.M.S. Wörth

S.M.S. Wörth

 

S.M.S. Wörth wurde 1893 in Dienst gestellt und dem Manövergeschwader zugeteilt. Per Kabinettsorder vom 27. Februar 1899 wurden die Panzerschiffe der Brandenburg-Klasse zu Linienschiffen erklärt.

Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894

Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894

 

Im Juli 1900 wurde S.M.S. Wörth gemeinsam mit anderen Schiffen als "Ostasiatischen Expeditionskorps" zur Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China entsandt, ohne dort irgendwelche kriegerischen Handlungen zu unternehmen. Mitte August 1901 erreichte das Linienschiff wieder den deutschen Heimathafen Wilhelmshaven.

S.M.S. Wörth

S.M.S. Wörth

 

Nach Kriegsbeginn 1914 wurde S.M.S. Wörth dem V. Geschwader der Hochseeflotte unter Vizeadmiral Grabow zugeteilt und zum Küstenschutz eingesetzt.

S.M.S. Wörth, Korvetten-Kapitän Saß und Stabsarzt Grotrian (Matrosen am Fallreep)

S.M.S. Wörth, Korvetten-Kapitän Saß und Stabsarzt Grotrian (Matrosen am Fallreep)

 

Ab 1915 wurde das technisch veraltete Kriegsschiff nur noch als Wohnschiff in Danzig verwendet. 1919 wurde es aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und kurz darauf abgewrackt.

 

 

 

 


 

 


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