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Panzerschiff - Linienschiff
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S.M. Linienschiff Wörth
Daten
| Stapellauf: | 06.08.1892 in Kiel (Germania Werft) |
| Schiffsklasse: | Brandenburg-Klasse |
| Schwesterschiffe: | S.M.S. Brandenburg, S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm, S.M.S. Weißenburg, S.M.S. Wörth |
| Besatzung: | ca. 568 Mann |
| Maße: | Länge 108 m - Breite 19,5 m - Tiefgang: 7,4 m |
| Wasserverdrängung: | 10060 Tonnen |
| Maximale Geschwindigkeit: | 16,3 kn |
| Maschinenleistung: | 10 000 PS, 2 stehende Dreifach-Expansionsmaschinen, Kessel 12 Zylinder mit rückkehrender Flamme. |
| Aktionsradius | 4 500 Seemeilen |
| Bewaffnung: |
6 Kanonen Kaliber 28 cm, 8 Kanonen Kaliber 10,5 cm, 8 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,8 cm, 12 Maschinenkanonen 3,7 cm, Torpedos |
| Ende: | 1919 abgewrackt |
Geschichte
1888 wurde Wilhelm
II. Deutscher Kaiser. Er zeigte ein starkes Interesse an maritimen
Fragen und schickte sich an, zum Schutze des wirtschaftlich aufblühenden
Reiches und seiner jungen Kolonien in Übersee eine angemessene Flotte
zu bauen.
General von Caprivi wurde von
seiner Stellung als Chef der Admiralität entbunden. Der Monarch gliederte
die Admiralität in das Oberkommando der Marine und das Reichsmarineamt
(Verwaltung) auf und unterstellte beide Spitzenbehörden erstmalig Admiralen.
Außerdem schuf er ein Marinekabinett, das ihm zur Ausübung der Kommandogewalt
unterstand.
Die Schiffe der deutschen Flotte waren inzwischen größtenteils
überaltert, und selbst moderne Bauten entsprachen nicht mehr den Anforderungen
der Taktik und Technik.
Eine erste Maßnahme war noch 1888 der Planungsbeginn
von 4 großen Panzerschiffen der Brandenburg-Klasse. Der Entwurf dieser
ausgezeichneten Schiffe stammte von dem hochbegabten Chefkonstrukteur
der Kaiserlichen Marine,
Alfred Dietrich, dessen ideenreichen Konstruktionen sie eine ganze Anzahl
verschiedenartiger Typen und Klassen verdankt. Besonders in der Panzerung,
der wasserdichten Unterteilung, der Antriebsanlage und der Bewaffnung
brauchte man den Vergleich mit entsprechenden ausländischen Schiffen
nicht mehr zu scheuen. Die Brandenburg-Klasse war mit 6 28-cm-Geschützen
stärker als vergleichbare Bauten anderer Marinen bestückt. Am Nickelstahlpanzergürtel
betrug die größte Dicke 40 cm.
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S.M.S. Wörth
S.M.S. Wörth wurde 1893 in Dienst gestellt und dem Manövergeschwader zugeteilt. Per Kabinettsorder vom 27. Februar 1899 wurden die Panzerschiffe der Brandenburg-Klasse zu Linienschiffen erklärt.
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Die Brandenburgklasse als 1. Division des 1. Geschwaders, 1894
Im Juli 1900 wurde S.M.S. Wörth gemeinsam mit anderen Schiffen als "Ostasiatischen Expeditionskorps" zur Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China entsandt, ohne dort irgendwelche kriegerischen Handlungen zu unternehmen. Mitte August 1901 erreichte das Linienschiff wieder den deutschen Heimathafen Wilhelmshaven.
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S.M.S. Wörth
Nach Kriegsbeginn 1914 wurde S.M.S. Wörth dem V. Geschwader der Hochseeflotte unter Vizeadmiral Grabow zugeteilt und zum Küstenschutz eingesetzt.
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S.M.S. Wörth, Korvetten-Kapitän Saß und Stabsarzt Grotrian (Matrosen am Fallreep)
Ab 1915 wurde das technisch veraltete Kriegsschiff nur noch als Wohnschiff in Danzig verwendet. 1919 wurde es aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und kurz darauf abgewrackt.
Namenspatron: Wörth - Stadt im Reichsland Elsass-Lothringen, Die Schlacht bei Wörth (6. August 1870) war eine siegreiche Schlacht im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

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