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S.M.S. Zieten

Torpedofahrzeug - Aviso - Kleiner Kreuzer - Fischerei-Kreuzer

S.M.S. Zieten

S.M.S. Zieten

 

S.M.S. Zieten

Daten

Stapellauf: 09.03.1876  in London (Blackwall)
Namensherkunft: Hans Joachim von Zieten (1699 - 1786), preußischer Offizier
Schiffsklasse: Spezialschiff
Schwesterschiffe: keine
Besatzung: ca. 115 Mann
Maße: Länge 69 m - Breite 8,5 m - Tiefgang: 4,2 m
Wasserverdrängung: 1010 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 13 kn
Maschinenleistung: 1 800 PS
Dampfstrecke: 2 000 Seemeilen
Bewaffnung: 1905: 6 Schnellfeuerkanonen Kaliber 5 cm
Ende: 1919 als Kriegsschiff ausgemustert und 1921 in Wilhelmshaven abgewrackt

 

S.M.S. Zieten

Geschichte

S.M.S. Zieten wurde bis 1880 als Torpedofahrzeug eingesetzt und diente der Erprobung neuentwickelter Torpedos. So wurde am 28. Juli 1880 S.M.S. Barbarossa mit einem scharfen Torpedo versenkt.

Torpedolancierrohr

Torpedolancierrohr (zeitgenössische Postkarte)

 

1881 wurde Zieten zum Aviso umgebaut. 1882 wurde S.M.S. Zieten wegen der Beschießung Alexandrias durch britische Kriegsschiffe im Mittelmeer stationiert, um die dort operierenden deutschen Kanonenboote S.M.S. Habicht und S.M.S. Möwe abzulösen, die dort deutsche und österreichische Flüchtlinge retteten. Danach erfolgten verschiedene Aufgaben und Einsätze in Nord- und Ostsee.

S.M.S. Zieten

Gruss aus Wilhelmshaven - S.M.S. Ziet(h)en

 

Ab 1897 wurde S.M.S. Zieten zum Fischereischutz eingesetzt. Dabei beschützte, betreute und versorgte es deutsche Fischereifahrzeuge und brachte mehrmals ausländische Fischereifahrzeuge in deutschen Hoheitsgewässern auf.

Im 1. Weltkrieg (1914-18) diente es dem Schutz von Jade und Weser. 1919 wurde es als Kriegsschiff ausgemustert und 1921 in Wilhelmshaven abgewrackt. Das Schiff diente der deutschen Marine 43 Jahre lang.

 

Hans Joachim von Zieten

Namenspatron: Hans Joachim von Zieten wurde am 15. Mai 1699 in Wustrau bei Neuruppin (Brandenburg) als Sohn eines Gutsbesitzers geboren. Im Alter von sechzehn Jahren trat er als Infanterist in das preußische Infanterieregiment von Schwendy ein. Am 26. Januar 1786 starb Hans Joachim von Zieten in Berlin. Sein Name war inzwischen Pseudonym für Reitergeist und Husarentum geworden. Seine militärische Tüchtigkeit sollte später als Vorbild für Heerführer wie Blücher, von Schill oder Feldmarschall von Mackensen dienen. Aber auch als Menschenführer war von Zieten Inbegriff des Vorreiters. Nicht umsonst wurde er von seinen Husaren liebe- und ehrfurchtsvoll "Vater Zieten" genannt.

 

 


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