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Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin
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Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin
Stargard i. Pom. 26.908 Einwohner - 1905 = 153. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
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Stargard i. Pom. - Heilige Geist-Kirche, Rathaus mit Marienkirche, Pyritzertor, Walltor, Mühlentor
Neben der Stadt Stargard in Pommern existieren im Deutschen Reich (Kaiserreich):
2) Stargard, Preußisch-Stargard ist eine Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Danzig und liegt an der Ferse. Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Schneidemühl-Güldenboden, Schmentau-Preußisch-Stargardt und Schöneck i. W.-Preußisch-Stargard. Preußisch-Stargard hat eine evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, ein Denkmal Kaiser Wilhelms I., Gymnasium, Präparandenanstalt, Amtsgericht, Hauptsteueramt, Nebenstelle der Reichsbank, Eisengießerei, Kupferschmiede, Schnupftabak-, Möbel-, Schuhwaren-, Spiritus- und Essigfabrikation, Holzbearbeitungsanstalt, große Mühlen, Bierbrauerei. Preußisch-Stargard hat im Jahr 1905 mit der Garnison (eine Abteilung Feldartillerie Nr. 72) 10.485 Einwohner, die knappe Mehrheit sind Katholiken, 4252 sind Evangelische und 352 Juden.
3) Stargard an der Linde eine Stadt im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz, an der Staatsbahnlinie Berlin-Stralsund, hat eine evangelische Kirche, Amtsgericht, Domanialamt, Furniertischlerei, Böttcherei, Wollspinnerei, Tuchmacherei, 5 Dampfschneidemühlen, eine Walkmühle. Stargard an der Linde hat im Jahr 1905 = 2328 evangelische Einwohner.
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| Stargard i. Pom. - Bahnhof (Vorderansicht) | Stargard i. Pom. - Denkmal Kaiser Wilhelm I. | Stargard i. Pom. - Markt mit Rathaus und Kriegerdenkmal |
Stargard in Pommern ist eine Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, liegt an der Ihna und 28 Meter über dem Meer. Sie ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Stettin-Belgard, Posen-Stargard. Stargard hat 4 evangelische und eine kath. Kirche, eine Synagoge und im Jahr 1905 mit der Garnison (ein Grenadierregiment Nr. 9) 26.907 Einwohner, die überwiegende Mehrheit sind Evangelische, 1387 sind Katholiken und 410 Juden. An Industrie besitzt die Stadt Eisengießerei, Maschinen-, Geldschrank-, Schuhwaren-, Lack-, Filzwaren-, Dachpappen-, Seifen-, Bürsten-, Spiritus- und Zigarrenfabrikation, Gerberei, Bierbrauerei, Feilenhauerei und Dampfschleiferei. Stargard hat außerdem eine Dampfmühle, 2 Dampfmolkereien und bedeutende Landwirtschaft. Der Handel, unterstützt durch eine Nebenstelle der Reichsbank, ist besonders lebhaft in Getreide, Vieh und Produkten. Stargard hat ein Gymnasium, eine Realschule, eine landwirtschaftliche Winterschule, ein Zentralgefängnis, ein Waisenhaus etc. und ist Sitz eines Landgerichts, eines Landratsamts (für den Kreis Saatzig), eines Hauptsteueramts und einer Landschaftsdépartements-Direktion. Die städtischen Behörden zählen 14 Magistratsmitglieder und 36 Stadtverordnete.
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| Stargard i. Pom. - Markt mit Marienkirche | Stargard i. Pom. - Jobststraße | Stargard i. Pom. - Pyritzer Tor |
In der Nähe der Madüesee. Stargard erhielt 1253 Stadtrecht und wurde dann die Hauptstadt von Hinterpommern. Zum Landgerichtsbezirk Stargard gehören die 14 Amtsgerichte zu Dramburg, Falkenburg, Gollnow, Greifenberg in P., Jakobshagen, Kallies, Labes, Massow, Naugard, Nörenberg, Pyritz, Regenwalde, Stargard und Treptow a. R.
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| Stargard i. Pom. - Anlagen am Schweizerhäuschen und Johanniskirche | Stargard i. Pom. - Blücherplatz |
Stargard i. P. wurde am Ende des II. Weltkrieges durch sowjetische Bombenangriffe am 1. und 3. März 1945 größtenteils zerstört. Am 4. März 1945 wurde die Stadt von der Roten Armee besetzt und wenige Wochen später unter polnische Verwaltung gestellt. Die deutsche Bevölkerung wurde mit weißen Armbinden gekennzeichnet und musste die Stadt verlassen. Die Polen nennen die Stadt nun Stargard Szczeciński.

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