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Thüringen

Thüringens Geschichte und die Thüringischen Staaten im Deutschen Reich 1871 - 1918

Gruß aus Thüringen

Gruß aus Thüringen

 

 

Geschichte: Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurden die Sweben (Sueben, Sueven) erstmals in der römischen Geschichtsschreibung erwähnt. Der Name wurde für verschiedene östliche bzw. südöstliche germanische Stämme verwendet. Ein Teil der Sweben scheint den Kern des 213 n.Chr.  zum ersten Mal erwähnten Stammesverband der Alemannen gebildet zu haben, durch die der Name  bis heute als "Schwaben" erhalten wurde. Der andere Teil zwischen Erzgebirge , Harz und Thüringer Wald bildete später den Stamm der Hermunduren (Ermunduren). Sie spielten in den Kämpfen der Germanen gegen die Römer eine wichtige Rolle und gingen im 3. Jahrhundert durch Verschmelzung mit Angeln und Warnen in den Thüringern auf. Während der Völkerwanderungszeit verblieben die Thüringer in ihren angestammten Gebieten. Um 380 n.Chr. wurden sie erstmalig in der römischen Geschichtsschreibung (bei Flavius Vegetius Renatus) unter dem Namen "Thoringi" erwähnt. Der Legende nach besuchte der römische Geschichtsschreiber Tacitus das Gebiet und nannte die dort ansässige Bevölkerung, ihrem Glauben nach, die "Söhne Thors", das Land beschrieb er als "Thoringia". Der Name Thüringen lässt aber auch andere Deutungen zu, wie z.B. Hermunduren (ermena = groß, duren = fest, turon = kühn) kurz Duren; aus Durenland dann Thüringen. Thüringen könnte aber auch einfach nur vom keltisch Wort für Volk (Teurier) abgeleitet sein. Um 500 bestand ein großes Thüringerreich, das sich nördlich bis in den Harz, südlich bis zur Donau erstreckte und von Irminfrid, dem Schwiegersohn Theoderichs, beherrscht wurde. Vom Frankenkönig Theuderich zweimal im Kampfe besiegt verlor Irminfrid Reich und Leben, während die Franken nicht nur über die Thüringer, sondern auch über die zwischen Mittelelbe und Harz sitzenden Angeln und Wariner die Oberhoheit errangen. Durch das Vordringen von Sachsen, Ansiedelung von Schwaben, Friesen und Franken wurde das Stammesgebiet der Thüringer verkleinert. Ihre Bekehrung zum Christentum gelang um 725 Bonifatius, der das erste Kloster im Lande zu Ohrdruf gründete. Unterdessen war Thüringen erneut unter fränkische Herrschaft geraten, und Pippin ließ die 10 Gaue durch Grafen verwalten. Karl der Große aber gründete um 804 gegen die Sorben die thüringische Mark, deren Vorsteher später Markherzoge (duces Sorabici limitis) genannt wurden. Als das Karolingerreich verfiel, errangen nach 908 die Herzoge von Sachsen die Oberhoheit über Thüringen, unter den Ottonen die Markgrafen von Meißen, zu deren Verwaltungsbereich es bis 1067 gehörte. Kirchlich war Thüringen unmittelbar vom Erzbistum Mainz abhängig. Damals begann ein fränkisches Geschlecht, das unter Erzbischof Bardo (gest. 1051) nach Thüringen verpflanzt worden war und reichen Besitz erworben hatte, die alteinheimischen Grafengeschlechter, die sich nach ihren Burgen benannten, zu überragen. Ludwig der Bärtige, der Ahnherr des ludovingischen Landgrafenhauses, ist mehr eine Gestalt der Sage als der Geschichte. Die Machtstellung des Hauses begründete aber sein Sohn Ludwig der Springer (gestorben 1123), der wie seine Untertanen im Streit gegen Kaiser Heinrich IV. und Heinrich V. auf Seite der sächsischen Rebellen stand. Unter diesem Einfluss kamen Hirsauer Mönche in die Klöster Reinhardsbrunn (1085 gegründet), Erfurt und Paulinzella.

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Germanien im 2. Jahrhundert Deutschland um 480 Thüringen und Thüringer Mark (Ostmark) um das Jahr 1000

Germanien im 2. Jahrhundert

Deutschland gegen Ende der Völkerwanderung um 480
Thüringen und Thüringer Mark (Ostmark) um das Jahr 1000

 

König Lothar von Sachsen verlieh 1130 dem Sohne Ludwigs des Springers die Würde eines Landgrafen von Thüringen. Landgraf Ludwig I. (gestorben 1140) erwarb durch Heirat reichen Besitz in Hessen, stand aber ebenso wie sein Sohn Ludwig II., der Eiserne (1140–1172) und sein Enkel Ludwig III., der Fromme (1172–90), auf Seite der Staufer. Die Erwerbung der Pfalzgrafschaft Sachsen nach dem Sturze Heinrichs des Löwen (1180) war der Lohn dafür. Ludwigs III. Bruder, Hermann I. (gestorben 1217), wurde sie zuteil und er folgte auch 1190 seinem kinderlos gestorbenen Bruder, wechselte aber in den Thronkämpfen wiederholt die Partei. Er war ein freigebiger Gönner der Minnesinger (Sage vom Sängerkrieg 1207) und begann den Bau des Landgrafenhauses auf der Wartburg, den sein Sohn Ludwig IV., der Heilige (1216–27), vollendete. Die neue Frömmigkeit verdrängte gleichzeitig den Minnesang, begünstigte kirchliche Stiftungen und förderte die Fürsorge für Arme und Kranke, wie sie Ludwigs Gemahlin, die heilige Elisabeth übte. Auf Ludwig IV. folgte sein ältester Bruder, Heinrich Raspe (gestorben 1247), denn Ludwigs einziger Sohn, Hermann II., war erst fünfjährig, er erbte 1238 Hessen und starb 1241 kinderlos.

Paulinzella - Klosterruine
Die Wartburg von Osten
Zwischen 1102 und 1105 gründete Paulina, eine sächsische Adlige, im Rottenbachtal ein Kloster, das aus wenigen Holzhütten und einer kleinen Kapelle bestand. Nach 1106 begann der Bau des jetzigen Klosterkomplexes. 1124 erfolgte die Weihe der Klosterkirche. Der letzte Bauabschnitt wurde gegen Mitte des 12. Jahrhunderts vollendet. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1534 aufgehoben. Die Wartburg bei Eisenach, zur Zeit der Ludowinger um 1067 erbaut, war sie Wohn- und Wirkungsstätte der bis heute verehrten heiligen Elisabeth (1207 - 18.11.1231). Die Burg wird mit Luthers Namen und Werk in aller Welt identifiziert. Hier übersetzte Martin Luther 1521 die Bibel ins Deutsche. Auch war sie Schauplatz des berühmten Sängerkrieges, der Vorbild für Wagners Oper Tannhäuser war. Im 17. Jahrhundert verfiel die Wartburg immer stärker. Zwischen den Jahren 1838 und 1890 fanden, unter Leitung des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen Weimar-Eisenach, umfassende Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten statt, die der Burg ihr heutiges Aussehen verliehen. Seit 1999 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.



Mit Heinrich Raspe war das ludovingische Landgrafenhaus im Mannesstamm erloschen, aber Kaiser Friedrich II. hatte schon 1243 dem Markgrafen Heinrich den Erlauchten, als dem Sohne der ältesten Tochter Hermanns I., die Anwartschaft darauf erteilt. Wenn sich auch die Thüringer Grafen und Herren, selbst nach Landeshoheit strebend, dagegen wehrten, so blieb Heinrich doch im Thüringer Erbfolgekrieg Sieger. Heinrich das Kind, ein Enkel Ludwigs IV., wurde schließlich mit den hessischen Besitzungen abgefunden. Nur scher fasste das wettinische Fürstengeschlecht in Thüringen Fuß, da Heinrichs Sohn Albrecht 50 Jahre lang als unfähiger Tyrann herrschte. Als König Adolf von Nassau Meißen als heimgefallenes Lehen einzog und Thüringen von Albrecht kaufte, fand er bei den Herren im Land Unterstützung, konnte aber doch das neue Gebiet nicht behaupten. Sein Nachfolger, König Albrecht I., wurde 31. Mai 1307 bei Lucka entscheidend geschlagen und nach seines und Diezmanns Tode war Friedrich I., alleiniger Herr aller wettinischen Lande. König Heinrich VII. erkannte ihn 1310 als solchen an. Friedrich war nun unangefochtener Herr, wenn auch Kämpfe gegen äußere Feinde den Wiederaufbau der landesherrlichen Gewalt hinderten. Friedrich II., der Ernsthafte (1323–49), machte den mächtigen Bund thüringischer Grafen, Herren und Städte (1334–35) unschädlich und siegte auch im sogenannten Thüringer Grafenkrieg.

Erfurt - Dom und Severikirche mit Glocke Gloriosa
Erfurt - Fischmarkt, Rathaus und Rolandsäule
Erfurt - Dom und Severikirche mit Glocke Gloriosa Erfurt - Fischmarkt, Rathaus und Rolandsäule



Der Besitz der Wettiner in Thüringen mehrte sich noch, als Friedrich III., der Strenge (1349 bis 1381), durch Heirat die Grafschaft Henneberg und sein jüngerer Bruder, Balthasar, die "Pflege Coburg" dem Haus einbrachten. Auch den Vögten von Plauen, Gera und Weida wurde 1354–58 Besitz abgenommen. Mit Erlaubnis des Kaisers Karl IV. schlossen die Wettiner 1373 eine Erbverbrüderung mit den Landgrafen von Hessen. Für die hohe Blüte Erfurts in dieser Zeit zeugt die Gründung einer Universität (1392). Bei der Teilung der wettinischen Lande unter die drei Söhne Friedrichs III. (1382) fiel Thüringen an Balthasar (gest. 1406), der ein tüchtiger Fürst war und die Erbverbrüderung mit Hessen 1392 erneuerte. Unter seinem unfähigen Sohn, Friedrich IV., dem Einfältigen, sank die thüringische Fürstenmacht. Nach seinem kinderlosen Ableben (1440) fiel Thüringen an die kurfürstlich sächsische Linie aus dem Geschlechte Friedrichs des Streitbaren. Anfangs besaßen die Brüder, Kurfürst Friedrich II., der Sanftmütige und Herzog Wilhelm III., der Tapfere Thüringen gemeinsam, bis es letzterer bei der Teilung von 1445 allein bekam. Die Teilung führte 1446 zum Bruderkrieg, der erst 1451 endete. Bei Wilhelms kinderlosem Tod (1482) fiel Thüringen an Friedrichs II. Söhne, Ernst und Albrecht, die am 26. August 1485 zur endgültigen Länderteilung führte.

Weimar - Markt
Weimar - Residenzschloss
Weimar - Markt Weimar - Residenzschloss


Das Haus Wettin spaltete sich 1485 in zwei Linien und bei dieser Gelegenheit wurden alle in seinem Besitze befindlichen Länder geteilt. Die jüngere, Albertinische Linie, erhielt Meißen, 1547 die Kurwürde und regierte im Königreich Sachsen; die ältere, Ernestinische Linie, verlor 1547 die Kurwürde und erhielt die thüringischen Ämter, Städte u. Schlösser Gerstungen, Eisenach, Wartburg, Creuzburg, Tennberg, Waltershausen, Leuchtenburg, (Stadt-)Roda, Orlamünde, Gotha, Jena, Kapellendorf, Roßla, Weimar, Wachsenburg, Dornburg, Camburg, Buttstädt, Arnshaugk, Weida und Ziegenrück. Hierzu kamen nach dem Tode des Herzogs Johann Ernst von Coburg (1553) noch die Ämter Coburg, Sonneberg, Hildburghausen, Königsberg i. F., Veilsdorf und Schalkau und durch den Naumburger Vertrag (24. Februar 1554) Altenburg, Eisenberg, Sachsenburg und Herbesleben, die Kurfürst August abtrat, sowie 1555 durch Tausch mit den Grafen von Mansfeld die Herrschaft Römhild. Schlussendlich erwarb das Ernestinische Haus aus der hennebergischen Erbschaft (1583), endgültig allerdings erst 1660, die Ämter Meiningen, Themar, Maßfeld, Behrungen, Henneberg, Milz, Ilmenau, Kaltennordheim, Frauenbreitungen, Sand und Wasungen.

Gera (Reuss j. L. ) - Fürstliches Schloss Oberstein
Gera - Marktplatz
Gera - Fürstliches Schloss Oberstein Gera - Marktplatz


Thüringen - in keinem deutschen Land gibt es eine höhere Burgendichte, selbst das Rheinland muss hier passen. Keine Stadt und kaum ein Dorf ohne eigenes Schloss oder Burg bzw. Burgruine. In keinem anderen Volksstamm leben so zahlreiche Sagen wie in dem der Thüringer. "Kein Berg und kein Tal, kein Bach und keine Heide, kein Fels und keine Schlucht sind zu finden, die nicht von dem Zauberschleier der Sage umwogen wären. Dieser Umstand verrät uns einen poetischen heiteren Sinn der Bewohner - z.B. Sage von der wilden Jagt, von Tannhäuser etc." Aus Harms Vaterländische Erdkunde 1906.

Die Bewohner des heutigen Sachsens stammen nicht vom niederdeutschen Stamm der Sachsen ab, sondern sind hauptsächlich Nachfahren eingewanderter Thüringer und germanisierter Slawen (hauptsächlich Sorben und Daleminzer). Thüringische Siedler haben einst die Slawen-Gebiete östlich von Saale und Elbe kolonialisiert und ihren Dialekt auch hierher getragen, so dass die dort gesprochene obersächsische und schlesische Mundart als Form der thüringischen erscheint. Als "Thüringer Mark" (Kolonie) und später als "Wettinische Lande" begann das Werden Sachsens. Nur der Name "Sachsen" (nicht die Bevölkerung) wanderte vom ursprünglichen nord-westdeutschem Raum über Markgrafen- und Herzogstitel langsam in die Mark Meißen (und auch nach Thüringen). Die Kreiseinteilung des Reiches von 1512 durch Kaiser Maximilian I. gab dem Land den Namen "Obersächsischerer Kreis". Die Bewohner ignorierten aber beharrlich das "Ober" und so übertrug sich der Name Sachsen auf diese Region (nur ihren Dialekt nennt man heute noch "obersächsisch"), während die echten Sachsen Norddeutschlands sich seither nur noch "Niedersachsen" nennen.

Altenburg - Herzogliches Residenzschloss
Altenburg S. A. - Marktplatz mit Wochenmarkt
Altenburg - Herzogliches Residenzschloss Altenburg S. A. - Marktplatz mit Wochenmarkt




Siedlungsgebiete der Thüringer (1914) Kirmes in Thüringen 1899 Karte Thüringens 1914
Siedlungsgebiete der Thüringer Kirmes in Thüringen 1899 Karte Thüringens 1914
 

Bis 1423 führen die Wettiner den Titel "Landgraf von Thüringen", dann werden die Markgrafschaft Meißen und die Landgrafschaft Thüringen mit Sachsen-Wittenberg zum Kurfürstentum Sachsen vereinigt. Die vier thüringischen Staaten, die im II. Deutschen Kaiserreich noch den Namen "Sachsen" führten, gehörten einst zum Kurfürstentum Sachsen (Ernestinische Linie), Hauptstadt Wittenberg. Der Gesamtbesitz der Wettiner war 1485 unter die Brüder Ernst (Kursachsen mit Wittenberg, Weimar, Gotha, Eisenach, Hildburghausen) und Albert (Herzogtum Sachsen mit Meißen, Leipzig, Dresden) geteilt worden, daher die Benennung der beiden Linien. (Die "Leipziger Teilung" von 1485 ist die Ursache für die Existenz der heutigen Länder Freistaat Thüringen und Freistaat Sachsen.) Als Herzog Moritz von Sachsen (Albertinische Linie), Hauptstädte Leipzig und Dresden) im Schmalkaldischen Krieg die Kurwürde an sich brachten, blieben der Ernestinischen Linie nur noch die thüringischen Gebiete. Ihr Besitz wurde durch Teilung außerordentlich zersplittert, allmählich aber durch Erbschaften auf die vier "Sachsen" vereinigt, dass die Doppelnamen noch andeuten. Die reußischen und schwarzburger Staaten hatten eine selbstständige Entwicklung, die bis etwa 1150 zurückreicht. Die Vorfahren des reußischen Fürstenhauses waren im 12. Jahrhundert kaiserliche Vögte im Sorbenland (Vogtland) und wurden allmählich selbstständig. Ihr Gebiet war einst erheblich größer und umfasste auch Plauen und Hof mit. 1564 teilten die Reußen ihr Herrschaftsgebiet in die Linien Obergreiz - mittlere Linie Reuß, in Untergreiz - ältere Linie Reuß und in Gera - jüngere Linie Reuß. Im Jahre 1616 starb die mittlere Linie Reuß aus und deren Gebiet wurde auf die beiden anderen Linien aufgeteilt. 1778 erfolgte die Ernennung zum Reichsfürsten für Reuß ältere Linie und 1790 bzw. 1806 für die Vertreter von Reuß jüngerer Linie. Alle Fürsten und Prinzen des Hauses Reuß führen den Namen Heinrich, wobei die ältere Linie alle hintereinander bis hundert, die jüngere bis zum Ende eines Jahrhunderts fortzählt und dann von vorne anfängt. Im Aussterben der einen Linie fällt das Land an die andere. 1803 besetzt Preußen das kurmainzische Erfurt, das Eichsfeld und die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen. Nach dem Wiener Kongresses kamen die bisher kursächsischen Besitzungen (Thüringer Kreis) Schleusingen und Suhl, die Ämter Weißensee und Langensalza sowie Ziegenrück aus dem Neustädter Kreis in Preußens Hoheitsgebiet. 1815 wurde das albertinische Thüringen der preußischen Provinz Sachsen zugeteilt. Das ernestinische Thüringen zersplitterte durch weitere Teilung.

Coburg - Ketschentor
Coburg - Total
Coburg - Ketschentor Coburg - Total


1815 treten auch alle thüringischen Staaten dem Deutschen Bund (1815-1866) bei und entsenden ihre Gesandten zum Bundestag nach Frankfurt am Main.

Am 12. Juni 1815 gründeten sieben Studenten, die im Luetzower Freikorps gedient hatten, zusammen mit anderen national gesinnten Studenten die Burschenschaft zu Jena ("Ehre, Freiheit, Vaterland"). Diese sieben Studenten wählten die Farben Schwarz, Rot und Gold zu den Farben der Burschenschaft. In der Verfassungsurkunde heißt es dazu: "Eingedenk, dass bei Wartburgfest 1817 den jugendlichen Freuden auch stets der Ernst des Lebens zu bedenken sei, bestimmen sie Rot und Schwarz zu den Farben ihres Paniers". Anlässlich des vierten Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig, dem 18. Oktober 1817, ziehen etwa 500 Studenten der Burschenschaft und einige Professoren aus vielen deutschen Staaten mit der rot-schwarz-roten Fahne (golden waren lediglich die Fransen) auf die Wartburg bei Eisenach (Wartburgfest), um für Freiheit und ein einheitliches Kaiserreich zu demonstrieren.

Im Jahr 1826 kam es in den ernestinischen Ländern zur letzten dynastischen Landesteilung. Nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg (1826) erhielt Sachsen-Meiningen ganz Sachsen-Hildburghausen und den Saalfelder Teil von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Der Hildburghäuser Herzog erhielt dafür Sachsen-Altenburg als selbstständiges Herzogtum. Sachsen-Coburg erhielt Sachsen-Gotha und vereinigten sich zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Der Linie Sachsen Coburg entstammt u.a. die britische Königin - Queen Victoria (1819 - 1901), deren Mutter Victoria Maria Louisa von Sachsen Coburg ist.

Residenzstadt Gotha - Schloss Friedenstein
Residenzstadt Gotha - Hauptmarkt
Residenzstadt Gotha - Schloss Friedenstein Residenzstadt Gotha - Hauptmarkt


1834 erfolgte der Beitritt aller thüringischer Staaten zum Deutschen Zollverein.

Die sozialen Missstände führten auch in Thüringen zu Unruhen und Aufständen im Revolutionsjahr 1848, gefährdeten jedoch nicht ernsthaft die Macht der Herrscher. Während der Frankfurter Nationalversammlung diskutierte man auch die Möglichkeiten der Überwindung der Kleinstaaterei in Thüringen, dabei wurden auch die Vereinigung mit Preußen, Sachsen und Bayern ins Auge gefasst. Bernhard von Watzdorf, Staatsminister im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach regte dabei besonders intensiv die Vereinigung zu einem "Königreich Thüringen" an. Im September und Oktober kam es in vielen Gegenden zu einer Verschärfung der Revolution und die Frankfurter Reichsregierung gewährte Hilfe in Form der Reichsexekution, d.h. preußische und königlich-sächsische Truppen marschierten in die thüringischen Staaten ein, um "Ruhe und Ordnung" wieder herzustellen.

Meiningen - Marktplatz
Meiningen - Meierei Schloss Landsberg
Meiningen - Marktplatz Meiningen - Meierei Schloss Landsberg


Im Deutschen Krieg von 1866 schlossen sich das Herzogtum Sachsen-Altenburg, das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha und das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen dem Königreich Preußen an, während das Herzogtum Sachsen-Meiningen und das Fürstentum Reuß ältere Linie Österreich unterstützten. Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt und das Fürstentum Reuß jüngere Linie verhielt sich zunächst neutral, traten aber nach der Schlacht bei Königgrätz dem preußischen Bundesreformprojekt bei. Zwei Mal kam es auf thüringischem Gebiet zu blutigen Gefechten, bei denen die Preußen Siege davon trugen; am 27. Juni bei Langensalza, das mit der hannoverschen Kapitulation am 27. Juni endete und am 4. Juli bei Dermbach, worauf sich die Bayern zurückzogen. Preußische Truppen besetzten im Juli die meiningische Exklave Camburg und am 19. September die Stadt Meiningen. Herzog Bernhard dankte daraufhin ab und sein Sohn, Herzog Georg, schloss am 8. Oktober Frieden mit Preußen. Preußen okkupierte auch das kleine Fürstentum Reuß ältere Linie und erst am 26. September 1866 schloss die reussische Regentin Caroline Frieden mit Preußen. Das kleine Land musste die enorme Summe von 100.000 Talern (nach heutigem Geld ca. 3,3 Millionen Euro), (manche Quellen sprechen sogar von 200.000) Kriegsstrafe zahlen und dem Norddeutschen Bund beitreten. Bismarck wollte zunächst die zwei preußenfeindlichen Länder ganz auflösen und erst die Fürsprache des Großherzogs Karl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach bei seinem Schwager König Wilhelm von Preußen sicherte den Fortbestand dieser.

1867 wurden alle thüringischen Staaten freiwillig bzw. auf massiven Druck und militärischer Besetzung durch Preußen Bundesstaaten im Norddeutschen Bund und somit 1871 Bundesstaaten im Deutschen Reich.

Thüringens Gruß - Blumen vom Inselsberg
Ilmenau - Marktstraße
Thüringens Gruß - Blumen vom Inselsberg Ilmenau - Marktstraße


 

Religion: Angaben 1871 für alle Thüringischen Staaten

 

Die verschiedenen thüringischen Staaten verstanden sich trotzdem als Einheit. In der Gesamtheit empfand man sich als Thüringen und sah sich gerne als der "Garten Deutschlands" und als das "Grünes Herz Deutschlands". Halle/Saale (Platz 22 der größten Städte des Deutschen Reichs 1905) galt in vielen Heimatbüchern jener Zeit als größte thüringische Stadt, auch wenn sie außerhalb der Thüringischen Staaten gelegen ist.

Greiz - Oberes Schloss
Greiz - Fürstliches Residenzschloss
Greiz - Oberes Schloss Greiz - Fürstliches Residenzschloss

 

 

Thüringische Staaten - Lage im Deutschen Reich Politische Übersicht der Thüringischen Staaten 1871 - 1918

Thüringische Staaten - Lage im Deutschen Reich

Politische Übersicht der Thüringischen Staaten 1871 - 1918

 

 Thüringische Staaten

Thüringische Staaten (Angaben in km² und Prozent)

Thüringische Staaten (Angaben in km² und Prozent)

 

Sondershausen - Markt mit Schloss
Sondershausen - Katholische Kirche
Sondershausen - Markt mit Schloss Sondershausen - Katholische Kirche





Gruß aus Thüringen - Wappen der Thüringischen Bundesstaaten im Deutschen Reich 1871 - 1918

Gruß aus Thüringen - Wappen der Thüringischen Bundesstaaten im Deutschen Reich 1871 - 1918

 


Flagge Übersicht  Landkarte
Fahne Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1897-1918 Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
     
Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Meiningen Herzogtum Sachsen-Meiningen Herzogtum Sachsen-Meiningen
     
Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Altenburg Herzogtum Sachsen-Altenburg Herzogtum Sachsen Altenburg
     
Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1911-1918 Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha  
     
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Flagge 1866-1918  Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
     
Fahne - Landesfarben Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt  Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
     
Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß ältere Linie Fürstentum Reuß ältere Linie Fürstentum Reuß ältere Linie
     
Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß jüngere Linie Fürstentum Reuß jüngere Linie Fürstentum Reuß jüngere Linie
     

Thüringer leben ebenfalls im südlichen Teil der preußischen Provinz Sachsen (Regierungsbezirk Halle/Saale und Erfurt), im östlichen Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Schmalkalden) und in Teilen von Böhmen.

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Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser

Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser

"Auf dem Kyffhäuser ist von den deutschen Kriegervereinen Kaiser Wilhelm I. , dem Wiederbringer der von Barbarossa hinab genommenen Reichsherrlichkeit, ein großartiges Denkmal errichtet und am 15. Juni 1896 von Kaiser Wilhelm II. unter großer Teilnahme der Fürsten und Kriegsveteranen eingeweiht worden. Vorgeschoben an den steilen, etwa 300 Meter tief abfallenden Rand jenes riffartigen Vorsprunges, macht es bei einer Höhe von 81 Meter vom Tal aus gesehen einen stattlichen Eindruck, in dieser Beziehung das Niederwalddenkmal übertreffend. Die mächtige Plattform, auf der es sich stufenweise erhebt ist 130 Meter lang und 96 Meter breit."  Aus Harms Vaterländische Erdkunde 1906.

 

Schiffe der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Sophie

S.M.S. Kaiserin Augusta

S.M.S. Thüringen

 

 

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Thüringens Gruß - 1898 Thüringens Sang... Grüße aus Thüringen - Thüringer Sonntagsklöße
Thüringens Gruß - 1898 Thüringens Sang... Grüße aus Thüringen - Thüringer Sonntagsklöße

 

1919 Die Nationalversammlung der ersten deutschen Republik tagt in Weimar. Sie gibt der 1. deutschen Republik ihren Namen, die  "Weimarer Republik".

Nationalversammlung 1919 in Weimar

Nationalversammlung 1919 in Weimar

 

1920 schlossen sich die zu "Freien Volksstaaten" gewordenen Staaten Thüringens gegen den Wunsch Preußens zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt zusammen. Nur das Coburger Gebiet votiert für Bayern. , Königsberg (östlich von Schweinfurt) und andere sehr kleine Gebiete werden Bestandteile Bayerns. Auslöser für dieses Stimmverhalten soll auch die niedrigere Biersteuer in Bayern gewesen sein. Die Exklave Ostheim (Rhön) gehörte bis 1945 zu Thüringen.

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens in der 1. Deutschen Republik. Die sieben Sterne versinnbildlichen die ehemaligen "Freien Volksstaaten".

1932 Der Kreis Ilfeld wird aus der preußischen Provinz Hannover ausgegliedert und dem Regierungsbezirk Erfurt zugeteilt, damit gelangt das Gebiet an Thüringen.

1944 werden der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden dem Gau Thüringen zugeordnet.

1945 Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt wenig später an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen).

Thüringer Weihnachtsblock 1945

Thüringer Weihnachtsblock 1945

 

1951 Am 14. April des Jahres erklingt in Hirschbach bei Suhl zum ersten Mal "Das Rennsteiglied". Der Text stammt von Karl Müller, die Melodie von Herbert Roth. Das Lieb erfreute sich alsbald sehr großer Beliebtheit und gilt heute als inoffizielle Hymne Thüringens. Externer Link: Rennsteiglied

1952 wird das Land Thüringen in die Bezirke Erfurt, Gera, Suhl aufgeteilt. Kleine Gebietsteile gehen an die Bezirke Leipzig (Altenburg) und Halle (Artern). Die thüringische Identität, Tradition und der Begriff "Thüringen" für die Region leben ungebrochen fort. Gemeinsam mit den Sachsen entwickelt man eine Art "Südstaaten-Mentalität" in der DDR. Nach der Auflösung der Länder in der DDR im Jahr 1952 existierte die Länderkammer zunächst weiter, gewählt von den Bezirkstagen. 1958 schließlich folgte das Gesetz "über die Auflösung der Länderkammer in der DDR".

1961 Mit dem Mauerbau in Berlin im August 1961 wurde die innerdeutsche Grenze zum "Eisernen Vorhang". Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, ist nun Grenzgebiet und westlichster Vorposten des Warschauer Paktes.

1990 Neugründung des Freistaates Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt unter Einbeziehung der Kreise Altenburg, Schmölln, Artern. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt verhindert den Anschluss weiterer altthüringischer Gebiete an den Freistaat. Grenzstreitigkeiten und kleinere Grenzkorrekturen mit dem Freistaat Sachsen werden freundschaftlich geregelt.

Thüringer Landeswappen

Das Thüringer Landeswappen in Blau einen goldgekrönten und bewehrten, achtfach von Rot und Silber quergestreiften Löwen, umgeben von acht silbernen Sternen. Diese versinnbildlichen die ehemaligen Einzelstaaten Thüringens, der Löwen erscheint erstmals unter Landgraf Hermann I. (1190-1217) aus dem Geschlecht der Ludowinger. Bei erster Betrachtung dieses Wappens fällt zunächst eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Wappen des Landes Hessen auf, zeigen sich bei genauem Vergleich jedoch vier wichtige Unterschiede: Der hessische Löwe ist zehnfach quergestreift, wobei diese Streifung von oben her mit Silber beginnt, er ist ungekrönt, und auf den Schildgrund sind keine Sterne gestreut. Zu den 7 Sternen ( 7 ehemalige Thüringische Staaten) ist der 8 Stern für das ehemalige preußische Erfurt hinzugekommen.

1998 In der thüringischen Stadt Weißensee entdeckt man das älteste deutsche Reinheitsgebot für Bier. Die "Statuta thaberna" stammt aus dem Jahr 1434 und ist damit 82 Jahre älter als das erste bayerische Reinheitsgebot. Der daraufhin entstandene "Bierkrieg" um das älteste Reinheitsgebot führte sogar zu Verstimmungen zwischen den Staatskanzleien in München und Erfurt.

Thüringer Bier

Thüringer Bier

1999 "Einen Eintausender für Thüringen" fordert die "Thüringer Allgemeine", man fühlt sich von der Natur benachteiligt. Zwar verfügt man mit dem Thüringer Wald über eine wunderschöne Gebirgskette, aber keiner der zahlreichen Berge erreicht die 1000 Metermarke und so kommt man auf die Idee, den Großen Beerberg (982 Meter) auf einem ehemaligen Armeegelände mit Abraum aus dem Autobahntunnelbau auf die magische Höhe aufzuschütten. Die Idee löst wahre Begeisterungsstürme aus, scheitert aber letztendlich an den hohen Transportkosten. Ein neu erbauter Aussichtsturm auf dem Schneekopf-Plateau erreicht nun endlich auch die magische Höhe von 1000 Meter über dem Meer.

2000 Eine neue historische Quelle ruft einen Streit zwischen Thüringern und Franken hervor und führt zum "Bratwurstkrieg": Die Geschichte der Bratwurst muss wohl neu geschrieben werden, denn diese ist offensichtlich älter als gedacht. Die Bratwurst sei bereits im Jahre 1404 in Thüringen zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden, schriebt die "Thüringer Allgemeine". Bislang galten Urkunden von 1595 und 1613 als erste Erwähnungen der Bratwurst, die den Nürnbergern zugeschrieben werden. Nach Angaben der "Thüringer Allgemeinen" hat jetzt der Chronist Peter Unger aus Arnstadt in einem Rudolstädter Archiv eine fast 600 Jahre alte Rechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters entdeckt, wonach für "darme czu bratwurstin" ein Groschen zu entrichten sei. Die Geschichte der Thüringer Volksspeise Bratwurst geht der Sage nach allerdings noch viel weiter zurück: Schon im siebten Jahrhundert sollen die Sorben, die damals das östliche Thüringen besiedelten, in Därme gefülltes Hackfleisch als Wegzehrung mitgenommen haben. Als ein Regen sie zu plötzlicher Rast zwang, hätten sie der Einfachheit halber die ganze Fleischrolle über das Feuer gehalten - und fertig war die erste Thüringer Bratwurst.

Die Thüringer regieren meist sehr empfindlich, spricht man sie auf ihre nicht zu überhörende (nicht nur) sprachliche Verwandtschaft mit den (Ober-) Sachsen im Freistaat Sachsen an. Selbst der Marco Polo "Reiseführer Thüringen" rät unter der Rubrik "Bloß nicht !", niemals einen Thüringer als Sachsen zu bezeichnen. Die Fusionswünsche des Freistaates Sachsen werden von der Thüringer Staatskanzlei regelmäßig abgewiesen. Trotzdem praktiziert man eine enge Zusammenarbeit mit der östlichen Verwandtschaft.

Der geografische Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschlands befindet sich in der Nähe der thüringischen Stadt Mühlhausen.

Wappen Thüringens 1921 Wappen Thüringens 1991
Wappen Thüringens von 1921 mit 7 Sternen Wappen Thüringens von 1991 mit 8 Sternen

Die 7 silbernen Sterne stehen für die sieben, 1920 vereinigten, Länder (Freistaat Sachsen-Weimar-Eisenach, Freistaat Sachsen-Meiningen, Freistaat Sachsen-Altenburg, Freistaat Sachsen-Gotha, Freistaat Schwarzburg-Sondershausen, Freistaat Schwarzburg-Rudolstadt und der Volksstaat Reuß) Thüringens. Das Wappen galt unter Fachleuten als heraldischer Missgriff.

Der 8. Stern versinnbildlicht dabei alle, bereits 1944 hinzugekommenen, preußisch-thüringischen (der Regierungsbezirk Erfurt mit seinen beiden Exklaven Schleusingen und Ziegenrück, kleine Grenzstreifen des Regierungsbezirkes Merseburg sowie der Kreis Herrschaft Schmalkalden der preußischen Provinz Hessen-Nassau) Gebiete.

 

Der Freistaat Thüringen aktuell:

Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus

 

Freistaat Thüringen

Landeshauptstadt Erfurt

16 172 km²

2 355 000 Einwohner (2004)

Landesdienstflagge Thüringen

Landesdienstflagge Thüringen

Der Freistaat Thüringen - Landkreiseinteilung

Der Freistaat Thüringen - Landkreiseinteilung


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