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Togo - deutsche Kolonien von 1884 bis 1919
Verwaltungszentrum Lome
Togo - Ansichtskarten - Briefmarken - Farbfotos - Landkarten - Schutzvertrag
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Togo Karte von 1912 |
Wappen Togo |
Togo Briefmarke |
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Togo, Hamburger Strasse in Lome (zeitgenössische Postkarte)
Daten
| Bezeichnung im 19. Jahrhundert: | Togoküste ca. 50 km breit mit Hinterland, bis 1905 "Togoland". Togo war ursprünglich der Name eines Dorfes jenseits der Küstenlagune hinter Porto Seguro, mit dessen Oberhaupt Dr. Nachtigal den ersten Schutzvertrag abgeschlossen hatte. |
| Heutiger Landesname: |
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| Jahr der Besitzergreifung: | 1884 durch Reichskommissar Gustav Nachtigal |
| Gesamtbevölkerung: | Zirka 1.000.000 Einheimische 1900: 110 Europäer davon 102 Deutsche 1912: 368 Europäer davon 320 Deutsche |
| Bewohner: | Die Bewohner Südtogos gehören dem Ewestamme an und sind
Fetischverehrer (Naturreligionen). Die Bewohner Nordtogos gehören dem Haussastamme an und sind Mohammedaner. |
| Fläche: | Die Größe des Schutzgebietes wird nach dem deutsch-französischen Abkommen vom 23. Juli 1897 auf 87 200 qkm (Togo ist etwa so groß wie das Königreich Bayern mit dem halben Königreich Württemberg). |
| Währung: | Reichsmark und Pfennig |
| Eisenbahnkilometer 1914: | 327 km |
| Hauptwaren, Handel und Verkehr: | Ausfuhr: Palmöl, Palmkerne, Gummi, Elfenbein, Kaffee, Kopra,
Kokosnüsse (in den Missjahren 1896 und 1897: 1 309 753 bzw.
771 025 Mark). Einfuhr: Baumwollwaren, Spirituosen, Holz und Holzwaren, Tabak, Zigarren, Materialwaren (1896: 1 651 417, 1897: 1 975 941 Mark). Verbindung mit Europa besteht dreimal monatlich durch Hamburger und Liverpooler Dampfer. Schiffsverkehr 1896/97: 270 Schiffe mit 390 724 Registertonnen. |
| Bewässerung und Bodengestalt: | An der 50 km langen Küste herrscht starke Brandung, daher
sind Landungen mit Schwierigkeiten verbunden. Die Mündung des
in seinem Unterlauf schiffbaren Voltaflusses befindet sich im
englische Gebiet. Südlich vom 7. Breitengrade bildet der Talweg
des Mono die Grenze zwischen dem Schutzgebiet und der französischen
Dahomey-Kolonie. Der in seinem ganzen Lauf im deutschen Gebiet
befindliche, sich in den Atlantischen Ozean ergießende Haho-Fluss
ist für leichte Fahrzeuge (Kanus) schiffbar; er führt das ganze
Jahr hindurch Wasser. Im Innern des Togogebietes befindet sich ein stark gegliedertes und reich bewaldetes Gebirge; einige der Gipfel sind über 900 m hoch. |
| Klima: | Im Küstenlande herrscht eine mittlere Jahrestemperatur etwa 26° C, im Innern 23° C. Stärkster Seewind während der beiden Regenzeiten Ende April bis Mitte August und Mitte Oktober bis Ende November. Während des Dezember und der ersten Hälfte des Januar weht der Hamatan (heißer, trockner Landwind). |
| Ortschaften: | Sitz des Gouverneurs: Lome (1900 ca. 4000 Einwohner), an der Küste: Klein-Popo (6600 Einwohner), Porto Seguro, Bagida, Sebbe, im Innern: Adjido, Togo, Amedjovhe, Ho, Paratau, Gambaga. |
| Bezirksämter: | Lome und Klein-Popo. |
| Stationen: | Misahöhe, Kpando, Kete Kratshi, Ssanssanne Mangu, Bassari, Atakpame und Paratau. |
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Gouverneure |
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Schutztruppe
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"Kaiserliche Schutztruppe - Schutzgebiet Togo 1899" (zeitgenössische Postkarte)
Schutztruppe (Etatstärke 1897/98): 1 Kommandeur, 3 Unteroffiziere, 150 Farbige.
Die kaiserliche Schutztruppe bestand 1914 nur aus einer Eingeborenen-Polizeitruppe (ca. 500 Mann) unter Leitung von 5 Deutschen, 2 Offizieren und 5 Unteroffizieren.
Geschichte
1880
Hanseatische Handelsunternehmen gründen an
der Sklavenküste Faktoreien, insbesondere in Bey Beach
(dem späteren Lome). In Klein-Popo betätigt sich das
Haus Wölber & Brohm. Bereits 1857 hatte das Bremer
Haus F. M. Vietor & Söhne Handelsbeziehungen mit
der Sklavenküste angeknüpft.
1883
Kapitän Stubenrauch (Kommandant von
S.M.S. Sophie)
sichert die Anerkennung deutscher Handelsrechte.
5./6. Juli 1884
Dr.
Nachtigal, der mit
S.M.S. Möwe
vor der Togoküste erschienen war, hisst die
deutsche Flagge zuerst in
Bagida, am nächsten Tage in Lome (Bey Beach). Dr. Nachtigal
schließt als Vertreter des
Deutschen Reiches mit Plakko, dem Vertreter des
Königs von Togo, Mlapa, den
ersten Schutzvertrag
in Bagida ab.
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* 23.02.1834 in Eichstedt/Altmark (nördlich von Magdeburg, Provinz Sachsen) † 20.04.1885 an Bord von S.M.S. Möwe vor Westafrika Arzt und Afrikareisender, 1884 stellte er Togo und Kamerun unter deutschen Schutz. |
1885
Große Togoexpedition unter Leitung von Dr.
Gruner, von Carnap-Quernheimb und Dr. Döring.
1884 - 1885
Die jungen Faktoreileiter der Hamburger
und Bremer Firmen erhalten von ihren Häusern die Weisung,
die deutschen Kolonialbestrebungen mit allen Kräften
zu fördern. Besonders zeichnen sich hierin die Gebrüder
Randad aus. Mit Unterstützung des Kolonialpioniers und
Kolonialjournalisten Hugo Zöller, der im amtlichen Auftrage
in diesen Jahren die Togo- und Kamerunküste bereist,
werden zahlreiche Schutzverträge mit den benachbarten
Dorfoberhäuptern abgeschlossen. Es sind die ersten Bausteine
zu der Kolonie Togoland. Heinrich Randad wird provisorisch
als Konsul in Klein-Popo eingesetzt.
5. September
1884
Gustav Nachtigal
hisst die deutsche Flagge
in Porto Seguro.
19. März 1885
Gustav
Nachtigal,1834 in Eichstädt in der Altmark (Provinz
Sachsen) geboren, stirbt 1885 nach schwerem Fieber
auf der Heimreise bei Kap Palmas an der Westafrikanischen
Küste.
24. Dezember1885
Klein-Popo (aus dem
portugiesischen povo = Volk) in Togoland wird durch
ein Abkommen mit Frankreich deutsch.
26. Februar
1885
Der Verkauf von Sklaven und der Handel mit Sklaven
werden verboten. Bis zum Jahre 1863 wurden noch Sklaven
nach Nordamerika, Kuba und Brasilien verkauft (zum Preise
von etwa 380 Mark), später nur in Afrika selbst.
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Gruß aus Togo - Gouverneur August Köhler, Marktplatz Lome und Nachtigal - Krankenhaus in Klein Popo (zeitgenössische Postkarte)
27. April 1887
Abkommen mit Frankreich
über die Grenzen im Hinterland von Togo. (Togo war ursprünglich
der Name eines Dorfes jenseits der Küstenlagune hinter
Porto Seguro, mit dessen Oberhaupt Dr. Nachtigal den
ersten Schutzvertrag abgeschlossen hatte.)
Ein weiteres
Abkommen erfolgt am 23. Juli 1897. Grenzabkommen mit
England sind in dem Sansibar-
wie in dem Samoavertrag
von 1899 enthalten. 1904 und 1908 finden dann die
letzten Grenzregulierungen statt, womit das Schutzgebiet
seine endgültige Gestalt erhält.
1888
Nachdem
Hauptmann von Francois seinen erfolgreichen Zug nach
Sälaga gemacht hat, schließt England mit Deutschland
einen Grenzvertrag ab, nach welchem die Sultanate Gonga
und Dagmba für neutral erklärt werden. Francois gründet
die Station Bismarckburg.
1. März 1888
Die
erste Postdienststelle
wird in Togoland, In dem Orte Klein-Popo, 1. März errichtet.
Ab 1. Juni 1888 wird Togo selbstständiges Mitglied
des Weltpostvereins.
9. November 1891
Die
erste Regierungsschule in Klein-Popo wird mit 65 Kindern
unter Leitung des Lehrers Koebele eröffnet. 1897 wird
die Schule nach Sebevi verlegt.
1892
Von Hans
Gruner wird die wissenschaftliche Station Misahöhe gegründet.
Gruner, der von 1899-1914 Bezirksamtmann war und im
Kriege die Feldkompanie Misahöhe führte, ist der Begründer
des Kakaoanbaus in der Kolonie.
1893/94
In
Togoland wird die erste Telegrafenlinie an der Küste
angelegt, die in Verbindung mit den benachbarten französischen
und englischen Linien und durch letztere auch mit dem
englischen Überseekabel stehen und so eine telegrafische
Verbindung mit Deutschland ermöglichen. (Togo war auch
die einzige Kolonie, die bereits 1895 eine Fernsprechverbindung
unter Benutzung der Telegrafenlinie hatte.
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Lome - Wohnung des Kaiserlichen Gouverneurs von Togo. (zeitgenössische Postkarte)
Der Sitz der Verwaltung war ursprünglich in Bagida, dann in Sebe bei Anecho, 1897 wurde er schließlich nach Lome verlegt.
1894/95
Die deutsche Togoexpedition
unter Führung von Gruner und von Carnap-Quernheimb erschließt
das Hinterland. Es wird in Gando ein Schutzvertrag abgeschlossen.
1895 - 1899
Es kommt zu einer Reihe kleinerer
Aufstände, die von Polizeitruppen bald unterdrückt werden.
1897/98 wird ein größerer Aufstand der Kongomba durch
die Polizeitruppe unter von Massow unterdrückt und das
Land unterworfen. Spätere kleinere Aufstände sind rein
lokaler Art und bleiben ohne Einfluss auf die relativ
friedliche Erschließung der Kolonie.
23. Juli
1897
Deutsch-französisches Abkommen über die Grenzregelung.
14. November 1899
Grenzfestsetzung mit England.
1900
Einführung des Baumwollanbaues in Togoland
durch das Kolonialwirtschaftliche Komitee. Zur Unterweisung
der Einheimischen wird ein nordamerikanischer schwarzer
Baumwollpflanzungssachverständiger eingestellt.
21. Februar 1902
Erlass einer Verordnung, durch
welche der Sklavenhandel mit Gefängnis bis zu drei Monaten
und Geldstrafe bis zu 1000 Mark bestraft wird.
1903
Gründung einer Baumwollschule, die später
zur Ackerbauschule erweitert wird.
27. Januar
1904
In Lome wird die in anderthalb Jahren erbaute
eiserne Landungsbrücke in einer Länge von 350 m dem
Verkehr übergeben.
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Togo, Lome - Landungsbrücke (zeitgenössische Postkarte)
1. Januar 1905
Das bisher "Togoland"
benannte Schutzgebiet erhält die Bezeichnung "Togo".
Der Ort "Klein-Popo" erhält wieder seinen
ursprünglichen Namen "Anecho".
18.
Juni 1905
In Togo wird die erste Eisenbahn zwischen
Lome und Anecho an der Küste entlang eröffnet.
17. April 1906
Das Gouvernement von Togo setzt
Prämien aus für Anpflanzung von 17. April Frucht- und
Nutzholzbäumen, die allerdings fast ausschließlich den
Missionen für ihre Schulen und Gemeinden zugute kommen.
23. Januar 1907
Eröffnung des Telegrafenverkehrs
von Lome nach Atakpame.
27. Januar 1907
Eröffnung
des Eisenbahnbetriebs Lome-Palime.
1. Juni 1907
Die Verordnung des Reichskanzlers
über das Münzwesen und Geld- 1907 Wesen in den Schutzgebieten
vom 1. Februar 1905 wird für Togo in Kraft gesetzt.
Es gilt die Reichsmarkrechnung.
(Zollfreie Zulassung von französischem Geld bis zum
Einzelbetrag von 20.- Mark. An den öffentlichen Kassen
können englische Geldsorten angenommen werden (1 Pfund
= 20 Mark), dagegen dürfen
Maria-Theresien-Taler weder in Zahlung genommen
noch ausgegeben werden.
1908
Auf Grund einer
großen ärztlichen Untersuchung von 27 000 Einheimischen
werden in Misahöhe 80 Fälle von Schlafkrankheit festgestellt.
Es ist dies seit 1903 bereits die zweite sanitäre Maßnahme
der deutschen Regierung in ihrem Kampf gegen die Schlafkrankheit.
Schon 1850 soll diese furchtbare Seuche in Togo bekannt
gewesen sein. Die Krankheit ging dank der Arbeit der
deutschen Ärzte schon zurück, um sich dann wieder in
der Mandatszeit stark auszubreiten, so dass z. B. 1932
fast 4000 neue Fälle gezählt wurden und das Seuchengebiet
sich nach Norden und nach Süden ausdehnte.
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Togo, Lome - Kaiserliches Zollamt (zeitgenössische Postkarte)
1. April 1908
Die Verkehrsanlagen
von Togo, mit der die Landungsbrücke und die 1908 drei
Eisenbahnlinien gemeint sind, wird auf zehn Jahre an
die Deutsche Kolonialeisenbahn- und Betriebsgesellschaft
(Lenz) verpachtet, der Lösch- und Ladebetrieb von dieser
an die Woermannlinie unterverpachtet.
1. April
1908
Das Gouvernement übernimmt die Ackerbauschule
für Einheimische, 1908 welche durch das Kolonialwirtschaftliche
Komitee gegründet worden ist. Unter der Oberleitung
des Baumwollsachverständigen werden Schüler in drei
Jahrgängen unterwiesen.
1909
Errichtung eines
Krankenhauses für Einheimische in Palime.
24.
Mai 1909
Eröffnung des Sophie-Charlotte-Krankenhauses
in Lome.
Januar 1911
Die erste Regierungsfortbildungsschule
wird in Lome eröffnet
19. Januar 1913
Togo
erhält als erste deutsche Kolonie direkten Kabelanschluss
die Heimat durch das Kabel Monrovia-Lome, welches Anschluss
an das Kabel Emden-Pernambuco
der Deutsch-Südamerikanischen Telegrafengesellschaft
in Köln (gegründet 1908) hat.
12. Juni 1913
Die Gesellschaft für drahtlose
Telegrafie in
Berlin erhält die Genehmigung zur Herstellung einer
funktelegrafischen Verbindung zwischen dem
Deutschen Reich und Togo und zwischen Togo und
Deutsch-Südwestafrika auf
die Dauer von 20 Jahren. Die Funkstelle wird in Kamina
in Togo errichtet.
15. November 1913
Eröffnung
des Erweiterungsbaues des Sophie-Charlotte-Krankenhauses
in Lome.
| Gruß aus Lome in Togo - Panoramaansicht um 1910 |
Togo, Lome (zeitgenössische Postkarte)
8. Dezember 1913
Erster
Wechsel von Funksprüchen zwischen Kamina und Nauen.
5. August 1914
Der stellvertretenden Gouverneur
Major von Doering erklärt die Neutralität Togos und
versucht eine Verständigung mit Briten und Franzosen
zu erreichen. Da Frankreich überhaupt nicht antwortete
und England nur ausweichend, wird der Kriegszustand
verhängt. Am 6. August besetzen die britische
Truppen Lome, am 7. August die Franzosen Anecho und
Porto Seguro. Der stellvertretende Gouverneur zieht
sich mit seinen Truppen ins Innere zurück. Porto Seguro
wird von den Franzosen besetzt.
8. August 1914
Gefecht bei Agbeluwoe.
22. August 1914
Die
Deutschen, bei Chra an der Hinterlandbahn südlich Kamina
angegriffen, müssen nach heftigem Widerstand ihre Stellungen
aufgeben. Hauptmann Pfähler mit 25 Weißen und 200 Mann
Polizeitruppen leistet am Chrafluss dem vormarschierenden
Gegner zeitweise erfolgreichen Widerstand, Pfähler und
sechs Deutsche fallen. Die Stellung muss aufgegeben
und der Rückzug nach Kamina (Funkstation) angetreten
werden.
26. August 1914
Die Funkstation Kamina
wird von den Deutschen zerstört.
27. August 1914
Morgens 8 Uhr muss das Schutzgebiet nach mehrtägigen
Verhandlungen den Engländern übergeben werden.
18. September 1914
Die Togo-Deutschen werden
nach Dahomey in französische Gefangenschaft gebracht
und erst im August 1915 nach Deutschland entlassen.
1916
Abschluss eines Geheimvertrages zwischen
England und Frankreich, die für die Besetzung durchgeführte
Teilung nach Kriegsende in eine endgültige umzuwandeln.
Der französische Anteil beträgt 54 000 qkm, der englische
33 000 qkm.
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Togo - Regierungsstation Misahöhe (zeitgenössische Postkarte)
1919
Die
Reichpost in
Berlin gibt
am Sammlerschalter die letzten
Togobriefmarken aus.
Im Versailler Vertrag
verliert das
Deutsche Reich die Kolonie Togo und muss seine Rechte
entschädigungslos an England und Frankreich abtreten.
Die Einwohner Togos protestieren gegen die englisch-französische
Mandatsverwaltung.

Togo
1920
Getrennte britische und französische Mandatsverwaltung
für Togo.
Landkarte Togo 1919/20
1960
Das Land wird als
Republik Togo unabhängig.
Die Regierung von Togo
lädt zu den Unabhängigkeitsfeierlichkeiten auch den
letzten deutschen Gouverneur, Herzog Adolf Friedrich
zu Mecklenburg-Schwerin ein und bittet ihn mit einem
Stab deutscher Fachleute die Verwaltung von Togo aufzubauen.
Um Frankreich nicht zu provozieren, winkt die westdeutsche
Regierung unter Kanzler Adenauer jedoch ab. Togolesische
Delegationen besucht Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin
zu seinen Geburtstagen, um ihn, den "guten Vater
des Landes", zu ehren.
1962 Die togolesische Post gibt Sondermarken mit deutschen Kolonialmarkenmotiven aus.
1984 Die togolesische Post gibt eine Sonderbriefmarke mit dem Portrait Kaiser Wilhelms II. heraus.
Deutsch wird auch heute noch an Togos Schulen gelehrt. Die 3 wichtigsten Eisenbahnlinien Togos stammen aus deutscher Kolonialzeit (Spurbreite 1 Meter, eingleisig) und werden heute noch genutzt.
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Republik Togo Hauptstadt Lomé Fläche 56.785 km² Einwohnerzahl 5.858.673 Bevölkerungsdichte 97 Einwohner pro km² |
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