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Walhalla

Walhalla in Donaustauf im ehemaligen Königreich Bayern

Walhalla bei Regensburg

Die Walhalla bei Regensburg

 

Die Walhalla ist ein großartiger Marmorbau auf einer Anhöhe, etwa 8 km unterhalb Regensburg, bei Donaustauf, an der Donau. Die Gedenkhalle ist eine Schöpfung des Königs Ludwig I. von Bayern, die 1830-41 errichtet wurde. Der Entwurf stammt von Leo von Klenze.

Vom Fuß der Anhöhe steigen 250 Marmorstufen bis zu den mächtigen, terrassenförmigen aufgebauten Substruktionen (Unterbau) des Tempels. Der ganze Bau hat eine Länge von 138 m, eine Breite von 91 m und eine Höhe von mehr als 60 m. Der Tempel selbst ist 20 m hoch bei einer Länge von 74 m und einer Breite von 35 m. Er ist aus Untersberger hellgrauem Marmor erbaut und wird von 52 kannelierten dorischen Säulen getragen. An beiden Frontseiten sind die Giebelfelder mit herrlichen Marmorstatuen durch Schwanthaler geschmückt: im vorderen Giebel (teilweise nach einem Entwurf von Rauch) eine kolossale Germania nebst 15 symbolischen Figuren, an die Wiederherstellung Deutschlands nach dem Kampfe gegen Napoleon I. erinnernd. Den hinteren Giebel schmücken 15 Figuren, die Hermannsschlacht darstellend.

 

Walhalla

Inneres der Walhalla bei Regensburg

Inneres der Walhalla bei Regensburg

 

Das Innere des Gebäudes, die eigentliche Cella, die ihr Licht durch Öffnungen in der mit Bronzeplatten und Goldverzierungen reich geschmückten Decke erhält, bildet ein längliches Viereck, das in drei Abteilungen gesondert wird, von denen die mittlere zwei sitzende, die beiden anderen je zwei stehende Siegesgöttinnen (von Rauch) enthalten. Rings um die Wand zieht sich ein Marmorfries, der Deutschlands Urgeschichte, nach Entwürfen des Bildhauers J. M. Wagner , in Relief enthält. Unter dem Fries an der Wand stehen auf Konsolen und Postamenten die 163 Marmorbüsten der Walhallagenossen, ausgezeichneter Deutscher, in zwei Reihen übereinander. Von denen (64), deren Bildnisse man nicht besitzt, prangen die Namen in glänzenden Buchstaben an den Wänden order dem Fries. 1890 wurde für den Erbauer, König Ludwig I. von Bayern, ein Standbild errichtet.

Walhalla

Walhalla Donaustauf bei Regensburg - König Ludwig I. von Bayern

Walhalla Donaustauf bei Regensburg - König Ludwig I. von Bayern

 

1990 wurden Albert Einstein, 1998 die Ordensgründerin Schwester Maria-Theresia Gerhardinger, 1999 der Altbundeskanzler Konrad Adenauer und 2000 Johannes Brahms als Walhallagenossen aufgenommen. 2003 wurde auf Initiative des Bayerische Ministerrates auch eine Gedenktafel für den Widerstand im Dritten Reich angebracht und Sophie Scholl mit der Aufstellung einer Büste geehrt.

Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sind für eine Aufnahme in die Walhalla sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: "Die in Frage kommende Persönlichkeit muss wenigstens 20 Jahre tot sein, der germanischen Sprachfamilie angehören und natürlich Bedeutendes in Politik, Sozialwesen, Wissenschaft oder Kunst vorweisen können. Anträge auf Aufnahme neuer Büsten können von jedermann beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingereicht werden, das die eingehenden Anträge sammelt. Traditionell erfolgen neue Büstenaufstellungen etwa im Abstand von fünf bis sieben Jahren. Mit Einleitung eines neuen Aufstellungsverfahrens übermittelt das Staatsministerium alle vorliegenden Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur gutachtlichen Stellungnahme. Die Akademie gibt auf der Grundlage der Vorgaben des Stifters und der Verdienste der vorgeschlagenen Persönlichkeiten eine Bewertung ab. Diese dient als Basis für einen Aufstellungsvorschlag des Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst an den Bayerischen Ministerrat, der die endgültige Entscheidung trifft. Die mit der Anfertigung und Aufstellung der Büste verbundenen Kosten werden traditionell nicht vom Freistaat Bayern, sondern von den an der Aufstellung interessierten Persönlichkeiten und Vereinigungen getragen."

 

Walhalla


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