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Landeshauptstadt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
Landeshauptstadt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
Weimar - 31.121 Einwohner (1905), 129. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Weimar ist die Haupt- und Residenzstadt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Die Stadt liegt an der Ilm, ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Bebra - Weißenfels und Weimar - Gera und der Eisenbahnen Weimar - Kranichfeld und Weimar - Rastenberg. Weimar liegt 212 Meter über dem Meer. Das bemerkenswerteste Gebäude ist das großherzogliche Residenzschloss, welches ein nach dem Brand von 1774 in den Jahren 1790–1803 ausgeführtes Bauwerk ist. Es enthält unter andern Sehenswürdigkeiten wie das Zimmer des Herzogs Bernhard, die Goethe, Schiller, Herder und Wieland gewidmeten, mit auf deren Dichtungen bezüglichen Freskogemälden von Neher, Preller und Jäger geschmückten vier "Dichterzimmer" etc. Vor dem Schloss zieht sich der reizende Park hin, in dem sich das Römische Haus, das Tempelherrenhaus, das Liszt- und das Shakespearedenkmal und viele durch die Erinnerung an Goethe geweihte Stellen befinden.
Die Stadt ist Sitz der Landesbehörden, der Bezirksdirektion, eines Landgerichts, einer Handwerkskammer etc. Die städtischen Behörden zählen 7 Magistratsmitglieder und 28 Stadtverordnete.
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Weimar - Markt mit Rathaus
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Die Burg Weimar (wih = heilig, mari = Wasser) an der Ilm wurde 975 erstmalig urkundlich erwähnt. Nach dem Aussterben der Grafen von Weimar und später der von Orlamünde kam das Gebiet an die Wettiner und 1485 an deren ernestinische Linie. Durch Übertragung der sächsischen Kurwürde von Sachsen-Wittenberg auf den Wettiner Friedrich den Streitbaren von Meißen, nach Erlöschen des askanischen Herrscherhauses 1423, ging der Name "Sachsen" (ursprünglich aus dem heutigen Niedersachsen) allmählich auf alle Besitzungen des Hauses Wettin, die Markgrafschaft Meißen (dem heutigen Sachsen) und Thüringen über. 1741 fiel Sachsen-Eisenach an das Herzogtum Sachsen-Weimar. Unter der Regentschaft von Carl August (1757 - 1828) und seiner Mutter Anna Amalia (1739 - 1807) wurde Weimar zum Zentrum der deutschen Klassik (Goethe, Schiller u.a.m.).
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Weimar altes Theater (bis 1906) | Weimar neues Theater (seit 1908) |
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Weimar - Goethehaus | Weimar - Schillerhaus |
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| Weimar, Enthüllungsfeier Carl Alexander-Denkmal, 24.Juni 1907 | Weimar - Carl-Alexander-Denkmal | Weimar, Goethe-Schiller-Denkmal |
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Die Zahl der Einwohner beträgt (1905) mit der Garnison (ein Bat. Infanterie Nr. 94) 31.117, davon sind 1082 Katholiken und 77 Juden.
An industriellen Anlagen hat die Stadt eine Eisentonnen- und Desinfektionsapparatefabrik, eine Parkettfußbodenfabrik, Ofen-, Nippes-, Waggon-, Metall- und Eisenwaren-, Strohhut-, Handschuh-, Kartonnagen-, Papier- und Pianofortefabrikation (Hersteller von Pianinos und Flügeln ), Bierbrauerei, Ziegelbrennerei und Gärtnerei; auch befindet sich dort ein geographisches Institut mit Globenfabrik, eine lithographische Anstalt, eine chemische Fabrik, Dampfsägemühlen etc.
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| Weimar - Stadtkirche (Herderkirche) und Bergwerkschule | Weimar, Katholische Kirche |
Der Handel wird unterstützt durch eine Handelskammer, eine Reichsbanknebenstelle, die Norddeutsche Grundkreditbank und andere Geldinstitute. Weimar ist auch ist Sitz der Landesversicherungsanstalt für die thüringischen Staaten und der Hagelversicherungsgesellschaft Union.
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| Weimar - Markt | Weimar - Karl-Augustplatz und Museum |
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An Bildungs- und andern öffentlichen Einrichtungen befinden sich dort ein Gymnasium, ein Realgymnasium, ein Schullehrerseminar, eine Kunstschule (Malerakademie), eine Kunstgewerbeschule, ein Bildhaueratelier, eine Orchesterschule, ein Museum mit Kupferstichkabinett, ein Donndorfmuseum, eine Bibliothek, eine Gewerbe-, eine Baugewerk und eine Zeichenschule, ein Gewerbehaus, eine Blinden- und Taubstummenschule, ein Waisenhaus, verbunden mit der Falkschen Erziehungsanstalt für verwahrloste Kinder, eine Krankenpflegerinnenanstalt, das Feierabendhaus für Schauspielerinnen (Marie Seebach-Stiftung) etc.
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Weimar - Goethes Gartenhaus
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UNESCO Welterbe Klassisches Weimar - 100 Euro 2006

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