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Kaiserliche Werft Wilhelmshaven

Wilhelmshaven, Königreich Preußen, Provinz Hannover

Kaiserliche Werft Danzig - Kaiserliche Werft Kiel - Kaiserliche Werft Wilhelmshaven


Wilhelmshaven, Werft-Verwaltungs-Gebäude

Wilhelmshaven, Werft-Verwaltungs-Gebäude

 

Marinewerften sind Schiffbauanstalten mit Werkstätten für Schiffsmaschinen und Schiffskesselbau, sowohl für Neubau als für Ausbesserung und Instandhaltung von Kriegsschiffen, Werft- und Dockanlagen. Die deutsche Marine besitzt Werften in Wilhelmshaven, Kiel und Danzig. Jede deutsche Marinewerft ist außer dem Hauptamt (Zentralressort) in acht Betriebe (Ressorts) für Schiffsausrüstung, Artillerie, Schiffbau, Maschinenbau, Hafenbau, Navigation, Torpedo und Verwaltung geteilt. Ressortdirektoren sind Seeoffiziere oder Geheime Bauräte, Betriebsdirektoren sind Bauräte, Betriebsdirigenten Baumeister. Außerdem rechnen zum technischen Personal Bauführer, Konstruktionszeichner, Obermeister, Werkmeister und Werkführer. Das Betriebspersonal besteht aus Oberordnungsmeistern, Oberschiffsführern und Schiffsführern, Ober- und Kammerverwaltern, Instrumenten- und Kartenverwaltern, Takelmeistern, Kranmeistern, Dockmeistern, Schleusenmeistern, Maschinisten, Spritzenmeistern, Dock-, Brücken- und Schleusenwärtern; Wachtmeistern und Werftschutzleuten; Vorarbeitern, Arbeitern und Lehrlingen. Die Werftverwaltung wird vom Marineintendanturpersonal besorgt; außerdem gibt es Magazindirektoren, Werftbuchführer und Werftschreiber. Die österreichisch-ungarische Marine hat ihre Hauptwerst (Seearsenal) in Pola (Küstenland).

Die kaiserlich deutschen Werften unterstehen einem Oberwerftdirektor im militärischen Rang. Ihm wiederum unterstehen Direktoren für Schiff- und Maschinenbau, Ausrüstung und Verwaltung mit Hilfe von Ingenieuren, Zeugoffizieren etc. die Spezialressorts verwalten.

Wilhelmshaven, Eingangstor zur Kaiserlichen Werft (Mittagsrunde)
Wilhelmshaven Große Kaserne, II. Werft-Division
Wilhelmshaven, Eingangstor zur Kaiserlichen Werft (Mittagsrunde) Wilhelmshaven Große Kaserne, II. Werft-Division

 

Im "Jade-Vertrages" vom 20. Juli 1853 zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Oldenburg wurde die Abtretung eines 313 Hektar großen Areals an Preußen zur Errichtung einer Marineanlage vereinbart. Rund um die Marineanlagen mit der Königliche Werft entstand die Stadt Wilhelmshaven. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 kommt es zur Errichtung des Norddeutschen Bundes und damit zur Schaffung der Norddeutschen Bundesmarine. Mit Gründung des Norddeutschen Bundes 1867 wird Wilhelmshaven, neben Kiel, zum Reichskriegshafen. Mit der Gründung des Deutschen Reiches am 18. Januar 1871 wird aus der Königlichen Werft die Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven. 

Wilhelmshaven ist Marinestation der Nordsee, hat eine kaiserliche Werft mit Trockendocks, Hellingen (Schiffsbauanlagen), große Schwimmdocks. Die Stadt ist um 1910 Sitz der 2. Marineinspektion, der 2. Matrosendivision, der 2. Werftdivision, der. 2. Matrosen-Artillerieabteilung, eines Artillerie- und Minendepots, einer Marine-Depoinspektion, der 2. Torpedodivision, des 2. Seebataillons, des 3. Stamm- Seebataillons, einer Kommandantur, des 5. Bezirksküstenamts.

Auf der Kaiserlichen Weft Wilhelmshaven wurden u.a. auch die berühmten Frachttauchboote "Deutschland" (1916) und "Bremen" (1916) gebaut.

 

Kaiserliche Werft Südzentrale

"Kaiserliche Werft Südzentrale"

(Foto aus dem Jahr 2002)




 

 


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