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Deutscher Krieg

Der Deutsche Krieg (1866)

(Preußisch-deutscher Krieg)

Südlicher Kriegsschauplatz

Die Schlacht bei Custoza und die Seeschlacht von Lissa

Einleitung Deutscher Bund Kriegsparteien Ursachen des Krieges Schlacht bei Königgrätz Südlicher Kriegsschauplatz Schlacht bei Langensalza Süddeutschland Friedensverträge Norddeutscher Bund

Seeschlacht von Lissa

Seeschlacht von Lissa

 

 

Tegetthoff Albrecht, Erzherzog von Österreich
Wilhelm Freiherr von Tegetthoff (1827 - 1871) Feldmarschall Albrecht, Erzherzog von Österreich (1817-1895)

 

Ein entschlossener Feldherr war Erzherzog Albrecht in Italien. Er hatte im Festungsviereck nur 143.000 Mann gegen 246.000 Italiener und Garibaldis zusätzliche 40.000 Freischärler. Die Italiener kamen aus zwei Richtungen, die Hauptstreitmacht von Westen über den Mincio und eine rund 70.000 Mann starke Südarmee von Bolongna aus über den Fluss Po. Der Erzherzog tat genau das, was Benedek nicht wagte, er griff die Italiener vor Vereinigung ihrer Truppenteile an und schlug sie so einzeln.

Giuseppe Garibaldi General Alfonso Lamarmora
Giuseppe Garibaldi (1807 - 1882) General Alfonso Lamarmora (1804-1878)

 

Die Schlacht bei Custoza

Custoza ist ein Dorf in der italienischen Provinz Verona, Distrikt Villafranca, 15 km südwestlich von Verona. Berühmt wurde das Örtchen durch zwei Siege der Österreicher über die Italiener. Den ersten erfocht Radetzky über König Karl Albert am 25. Juli 1848, der infolgedessen die Lombardei aufgeben und einen Waffenstillstand schließen musste.

Attacke der Trani-Ulanen auf Bersaglieri-Karrés in der Schlacht bei Custoza 1866

Attacke der Trani-Ulanen auf Bersaglieri-Karrés in der Schlacht bei Custoza 1866

 

Kräfteverhältnis an der Italienfront

Kriegsschauplatz Österreicher Italiener
Norditalien und Tirol 143.000 Mann 246.000 Mann

Der zweite Triumph wurde am 24. Juni 1866 erfochten. Die Österreicher unter Erzherzog Albrecht stützten sich auf das Festungsviereck und standen, 82 000 Mann stark, in und um Verona. Die Italiener unter General Lamarmora überschritten am 23. Juni den Mincio mit zwei Armeekorps. Ein drittes Heer ließen sie als Reserve nutzlos zurück, während General Cialdini mit einem vierten, stärkeren Korps gegen die Etsch vordringen und Giuseppe Garibaldis Freischärler in Tirol einrücken sollten. Da die Italiener so ihre überlegenen Streitkräfte zersplitterten und nicht einmal den nordwestlich von Villafranca gelegenen Höhenzug besetzt hatten, nahm Erzherzog Albrecht am 23. Juni diese wichtige Position und griff am Morgen des 24. Juni die Italiener auf der ganzen Linie an. Der Kampf dauerte in glühender Hitze den ganzen Tag. Gegen 19:00 Uhr war das schlecht geführte italienische Heer trotz aller Tapferkeit geschlagen, seine letzte Position auf der Höhe von Custoza genommen, der Rückzug unvermeidlich. Der Verlust der Italiener betrug 7581, der der Österreicher 7956 Mann. Infolge dieser Niederlage konnte Cialdini seinen Übergang über den Po nicht ausführen. Den Gefallenen wurde hier ein gemeinsames Denkmal errichtet.

Custoza-Denkmal

Custoza-Denkmal

 

Bald darauf streiften preußische Reiter bis vor die Tore Wiens und bis nach Preßburg (Bratislava) an der Donau. Für die Osterreicher bestand wenig Aussicht sich sammeln zu können. Trotzdem stand für Preußen alles auf des Messers Schneide. Nämlich diplomatisch. Durch die preußischen Siege gereizt, drohte Napoleon III. mit Einmischung. Österreich warf sich jetzt in Napoleons Arme und trat am 4. Juli die Provinz Venetien ab, deren Besitz die österreichische Südarmee erst am 24. Juni durch den Sieg über die Italiener bei Custoza von neuem gesichert hatte. Es hoffte hierdurch nicht bloß die Neutralität Italiens, sondern auch die energische Intervention Frankreichs zu seinen Gunsten zu erlangen. Jedoch Italien weigerte sich, sein Bündnis mit Preußen zu brechen und Napoleon III., dessen auf die gegenseitige Aufreibung Österreichs und Preußens berechneten Plan der schnelle Sieg von Königgrätz durchkreuzt hatte, war infolge der mangelhaften Rüstung des französischen Heeres nicht in der Lage, mehr als seine guten Dienste für die Vermittlung des Friedens anzubieten. Inzwischen näherte sich das preußische Heer mit bedrohlicher Geschwindigkeit der österreichischen Hauptstadt Wien. Am 13. Juli hielt König Wilhelm seinen Einzug in die Landeshauptstadt Mährens, Brünn, am 16. Juli erreichte die Vorhut der 1. preußischen Armee den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Lundenburg und sperrte den direkten Weg von Olmütz nach Wien und Preßburg. Am selben Tag drang die Elbarmee bis Hollabrunn, 45 km vor Wien, vor. Am 17. Juli schlug der preußische König Wilhelm sein Hauptquartier in Nikolsburg (Mähren), 70 km von Wien auf.

Als die Österreicher sich zur Wiederaufnahme des Kampfes anschickten, den der zum Oberbefehlshaber ernannte Sieger von Custoza, Erzherzog Albrecht, leiten sollte und aller erreichbaren Streitkräfte der Nord- und Südarmee zur Verteidigung Wiens heranzogen, konnte jedoch aus Italien nur 50 000 Mann herangeschafft werden. Die Nordarmee unter Benedek erreichte nur auf einem beschwerlichen Umweg über die Kleinen Karpaten und durch das Tal der Waag die Donau bei Preßburg. Bereits drohte den Österreichern auch der Verlust dieses wichtigen Punktes, denn die preußische Division Fransecky hatte am 22. Juli im Gefecht von Blumenau die österreichische Brigade Mondl, die Preßburg deckte, schon umgangen, als Eilboten den Abschluss einer Waffenruhe meldeten.

 

Die Seeschlacht von Lissa

Seeschlacht von Lissa

Seeschlacht von Lissa

 

Preußen hatte mit seinen Verbündeten, trotz der blutigen Kämpfe, der anstrengenden Märsche und der verheerenden Wirkung der Cholera, inzwischen rund 660 000 Mann unter Waffen und war entschlossen, den Krieg bis zur Entscheidung mit aller Energie fortzusetzen. Bereits sammelte der ungarische General Klapka in Oberschlesien eine meist aus ungarischen Kriegsgefangenen gebildete ungarische Legion, um das seit 1849 von Österreich besetzte Land zum Aufstand auszurufen. Dafür siegte der österreichische Admiral Tegethoff gegen die überlegene italienische Flotte bei Lissa an der dalmatinischen Küste, gegenüber von Ancona. Tegetthoff war ein streitbarer Held. Er zwang das Glück durch das Rammen des feindlichen Admiralschiffs. Als ihn später eine Dame fragte, ob das Rammen schwer sei, erwiderte er: Nein, aber man muss das Herz dazu haben. Der Sieg, den Tegetthoff am 20. Juli bei Lissa über die italienische Flotte erfocht, machte Italien den Abschluss eines Separatfriedens erst recht unmöglich und zwang es die seit der verlorenen Schlacht bei Custoza stockenden Kämpfe wieder aufzunehmen. Unter diesen Umständen war Österreich zum Frieden bereit und am 21 Juli 1866 kam in Nikolsburg (Mähren) eine fünftägige Waffenruhe, vom 22. - 27. Juli, zustande. Diese Waffenruhe erstreckte sich nur auf den Krieg zwischen Preußen und Österreich. Der Waffenstillstand mit dem Königreich Italien kam erst am 12. August in Cormons zustande, nachdem der italienische General Cialdini, ohne Widerstand zu finden, Venetien, mit Ausnahme der Festungen besetzt hatte. Ebenso dauerte der Krieg in Süddeutschland an.

 

Wien - Tegetthoff-Monument

Wien - Tegetthoff-Monument

 

Schlacht bei Königgrätz Südlicher Kriegsschauplatz Schlacht bei Langensalza

 

 



 

 


 

 


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