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Jules Favre

Französischer Politiker

Julesl Favre

Jules Claude Gabriel Favre

* 21.03.1809 in Lyon

† 20.01.1880 in Versailles

 

Jules Favre

Jules Claude Gabriel Favre wurde am 21.März 1809 in Lyon geboren. Er wurde Advokat und ging 1836 nach Paris. Dort tat er sich durch republikanischen Eifer hervor. Nach der Februarrevolution von 1848 wurde er zum Generalsekretär im Innenministerium, dann zum Unterstaatssekretär des Außenministeriums ernannt. Er war Abgeordneter der Nationalversammlung.

Jules Favre stand an der Spitze der Opposition gegen Napoleon III., dessen Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 seiner politischen Laufbahn für einige Zeit ein Ende machte. Als Deputierter im "Gesetzgebenden Körper" seit 1858 war Favre das Haupt der Opposition gegen das französische Kaiserreich , der sogenannten Unversöhnlichen. Er war ein vortrefflicher Rhetoriker, aber ohne wirkliche staatsmännische Eigenschaften.

In der denkwürdigen Sitzung vom 15. Juli 1870 gehörte Favre zu den wenigen, die den Kriegsfall durch den Verzicht des Prinzen von Hohenzollern auf den spanischen Thron für beseitigt erklärten und den von Ollivier geforderten Kredit nicht genehmigten. Nachdem er durch seinen Antrag auf Absetzung Napoleon III. den Anstoß zur Revolution vom 4. September 1870 gegeben, wurde er Mitglied der Regierung der nationalen Verteidigung und übernahm das Außenministerium. In seinen zwei Rundschreiben vom 6. und 17. September erklärte er, nicht einen Fußbreit Landes, nicht einen Stein seiner Festungen werde Frankreich abtreten. Unter solchen Umständen konnte seine Zusammenkunft mit Otto von Bismarck in Ferrières (19. und 20. September), die den Abschluss eines die Vornahme von Wahlen zur Konstituierenden Versammlung ermöglichenden Waffenstillstandes zum Zweck hatte, keinen Erfolg haben. Nach dem Scheitern der Waffenstillstandsverhandlungen blieb Favre in Paris und übernahm nach Gambettas Abreise auch das Innenministerium. Ende 1871 erhielt er die für ihn besonders schmerzliche Aufgabe, die Kapitulationsverhandlungen in Versailles zu führen. Hierbei beging er in seinem kurzsichtigen Optimismus den großen Fehler, den Waffenstillstand nicht auf die Bourbakische Armee auszudehnen und die Entwaffnung der Pariser Nationalgarde abzulehnen. Bei den Wahlen vom 8. Februar in die Nationalversammlung gewählt, wurde Favre wiederum Außenminister und führte mit Thiers und Picard die Verhandlungen des Präliminarfrieden von Versailles und mit dem Finanzminister Pouyer-Quertier die Verhandlungen des Friedens von Frankfurt.

Frankfurt a. M. 10. Mai 1871 - Friedensschluss im Hotel Schwan

Frankfurt a. M. 10. Mai 1871 - Friedensschluss im Hotel Schwan

 

Nach der Unterzeichnung dieses Friedens, dem schwersten Opfer seines glühenden Patriotismus, war er ein gebrochener Mann. Er schied bald aus dem Ministerium aus und trat immer seltener auf. Jules Claude Gabriel Favre starb am 20. Januar 1880 in Versailles.

 

 

 


 

 


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