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Hagen i. W.

Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg

     

Hagen in Westfalen

Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg

Hagen 77.498 Einwohner - 1905 = 53. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Hagen in Westfalen

Hagen in Westfalen

 

 

Neben der Stadt Hagen in Westfalen existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich):

2) Hagen im Bremischen, ein Dorf im Königreich Preußen, Provinz Hannover, Regierungsbezirk Stade, Kreis Geestemünde, hat eine evangelische Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Oberförsterei und im Jahr 1900 = 689 Einwohner.

 

Hagen in Westfalen ist Stadt (Stadtkreis) im Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg in einem von bewaldeten Höhen umschlossenen Tal an der Mündung der Ennepe in die Volme und liegt 96–360 Meter über dem Meer. Sie hat 5 evangelische, eine katholische und eine altkatholische Kirche, Synagoge, Dreikaiserbrunnen, Kaiser Friedrich-Denkmal, Bismarckturm und schöne Parkanlagen (Stadtwald) auf dem Goldberg. Hagen in Westfalen hat im Jahr  1900 = 66.747 Einwohner, der überwiegende Teil sind Evangelische, 21.094 sind Katholiken und 494 Juden.

Hagen - Kölner Straße mit Postamt
Hagen - Rathaus
Hagen - Körnerstraße mit Rathaus
Hagen i. W. - Kölner Straße mit Postamt Hagen i. W. - Rathaus Hagen i. W. - Körnerstraße mit Rathaus



Die Industrie ist bedeutend. Es bestehen hier zahlreiche Eisen-, Stahl-, Puddlings-, Hammer- und Walzwerke, Eisengießereien, Maschinen-, Eisen-, Blech-, Draht- und Stahlwarenfabriken, Fabrikation von Eisenbahn- und Telegraphenmaterial, Akkumulatoren, Schrauben, Geldschränken, Wagen, Zentralheizungs- und Ventilationsanlagen, Turn- und Feuerwehrgeräten etc.; ferner Baumwollspinnerei, Weberei, Druckerei, Färberei, Papierfabrikation, Gerberei, eine Dampfmühle nebst Brotfabrik, Tabak- und Zigarrenfabrikation, Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, Kalkbrennerei etc. In der Nähe befinden sich Alabaster- und Kalksteinbrüche. Der Handel, unterstützt durch eine Handelskammer und eine Nebenstelle der Reichsbank, die Bergisch-Märkische Bank etc., befasst sich vorzugsweise mit dem Absatz der dortigen Fabrikate und erstreckt sich über alle Erdteile.

Hagen - Stadttheater
Hagen - Bahnhof
Hagen i. W. - Stadttheater Hagen i. W. - Bahnhof


Den Verkehr in der Stadt und mit den umliegenden Orten vermittelt eine elektrische Straßenbahn. Für den Eisenbahnverkehr ist die Stadt Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Düsseldorf-Soest, Hagen-Witten, Hagen-Lüdenscheid, Düsseldorf-Lottringhausen u. a. Hagen hat ein Gymnasium mit Realgymnasium, Oberrealschule, Gewerbeschule mit Fachklassen für Maschinenbauer, Waisenhaus, Museum etc. und ist Sitz eines Landratsamts (für den Landkreis Hagen) und eines Landgerichts. Die städtischen Behörden zählen 3 Bürgermeister und 45 Stadtverordnete. Zum Landgerichtsbezirk Hagen gehören die elf Amtsgerichte zu Altena, Hagen, Haspe, Hohenlimburg, Iserlohn, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Menden, Plettenberg, Schwelm und Schwerte. Hagen kam 1392 von Kurköln an die Grafschaft Mark, wurde aber erst durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen Stadt.

Hagen - Altenhagenerbrücke
Hagen - Hochstraße
Hagen i. W. - Altenhagenerbrücke Hagen i. W. - Hochstraße

 

 

Hagen i. W. (Nordrhein-Westfalen)


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