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Herzogtum Braunschweig

1814 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Braunschweig

Herzogtum Braunschweig, Fahne - Landesfarben

Fahne - Landesfarben Herzogtum Braunschweig

Herzogtum Braunschweig

Herzogtum Braunschweig - Lage im Deutschen Reich Herzogtum Braunschweig - Wappen Herzogtum Braunschweig - Karte 1914
Herzogtum Braunschweig - Lage im Deutschen Reich Herzogtum Braunschweig - Wappen Herzogtum Braunschweig - Karte 1914



Braunschweig - Parade unserer 92er vor dem Schloss

Braunschweig - Parade unserer 92er vor dem Schloss




Das Herzogtum Braunschweig gehört zum Deutschen Reich. Es liegt im nördlichen Deutschland, zwischen 8°55'–11°27' östlicher Länge und 51°33'–53° nördlicher Breite, wird fast ganz von Preußen, und zwar im Norden und Süden von der Provinz Hannover, im Osten von der Provinz Sachsen, im Westen von der Provinz Westfalen umschlossen und ist außerdem auf kurze Strecken von Anhalt (im Südosten) und von Waldeck (im Westen) begrenzt. Das Land besteht aus drei Hauptteilen und sechs kleineren, zum Teil weit zerstreuten Exklaven. Der größere (nördliche) Hauptteil umfasst die Kreise Braunschweig (ohne Amt Thedinghausen), Wolfenbüttel (ohne Amt Harzburg) und Helmstedt (ohne Amt Katvörde), der westliche Teil die Kreise Gandersheim und Holzminden; die dritte Hauptmasse liegt im Südosten und begreift den Kreis Blankenburg (das frühere Fürstentum Blankenburg nebst dem Stiftsamt Walkenried). Die sechs kleineren, in den preußischen Provinzen Hannover und Sachsen liegenden Exklaven sind die Ämter Thedinghausen, Harzburg (der frühere Zusammenhang dieses Amtsgerichtsbezirks mit dem Kreise Gandersheim wurde durch die Abtretung der Goslarschen Stadtforsten an das Königreich Preußen gelöst) und Katvörde, ferner die Gemeinden Bodenburg, Ölsburg und Ostharingen. Das frühere sogenannte Kommunion-Harzgebiet ist 1874 unter Preußen und Braunschweig geteilt, jedoch fallen die Einkünfte aus den Berg- und Hüttenwerken etc. auch ferner zu 4/7 an Preußen und 3/7 an Braunschweig.

Herzogtum Braunschweig
Herzogtum Braunschweig
Herzogtum Braunschweig
Herzogtum Braunschweig Herzogtum Braunschweig Herzogtum Braunschweig



Wappen: Gespalten, vorn in Rot zwei goldene Leoparden untereinander (Braunschweig). Hinten im goldenen, mit roten Herzen bestreuten Felde ein blauer Löwe (Lüneburg).

Landesfarben: Blau, Gelb.

Herzogtum Braunschweig

Geschichte

Das Herzogtum Braunschweig war ursprünglich ein Teil des alten Herzogtums Sachsen und Privatbesitz der Welfen. Aus diesen Landgütern, die Heinrich dem Löwen (1129 -1195) nach dem Verlust der Herzogtümer Bayern und Sachsen (1180) verblieben, wurde für seinen Enkel Otto das Kind durch Kaiser Friedrich II. 1235 das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg gebildet. Unter Ottos Söhnen Albrecht I. und Johann entstanden die älteren Häuser Braunschweig und Lüneburg. Letzteres erlosch 1369, doch fiel Lüneburg erst nach Beendigung des Lüneburger Erbfolgestreits 1389 an das ältere Haus Braunschweig zurück. In diesem waren nach Albrechts I. Tod 1279 die beiden Zweige Grubenhagen (1596 erloschen) und Göttingen entstanden. Der Göttinger Zweig starb in der Hauptlinie 1463 aus. Aus der 1318 abgezweigten Linie Wolfenbüttel stifteten die Söhne des Herzogs Magnus II., Berhard I. und Heinrich I., 1373 die mittleren Häuser Lüneburg und Braunschweig, Letzteres in die Zweige Wolfenbüttel und Calenberg (1584 erloschen) geteilt. Zum Zweig Wolfenbüttel, der 1634 erlosch, gehörten der ehrgeizige Heinrich der Jüngere (gestorben 1568), heftiger Gegner der Reformation, und sein Sohn Julius, eifriger Anhänger der Lehren Luthers und Gründer der Universität Helmstedt. Im mittleren Haus Lüneburg vereinigte Ernst der Bekenner von Braunschweig-Celle (gestorben 1546) wiederum das ganze Lüneburger Land. Von seinem jüngeren Sohn Wilhelm stammt das neuere Haus Lüneburg ab, das mit Ernst August von Braunschweig-Hannover 1692 die Kurwürde erhielt, bis 1866 in Hannover und 1714 - 1901 in Großbritannien herrschte. Der ältere Sohn Heinrich wurde der Stammvater des neueren Hauses Braunschweig, das 1634 in Wolfenbüttel folgte. Heinrichs Urenkel Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel wurde 1735 von seinem Vetter Ferdinand Albrecht II. aus der apanagierten Linie Braunschweig-Bevern beerbt. Unter dessen Sohn, dem verschwenderischen Herzog Karl (gestorben 1780), wurde Braunschweig Residenz. Ihm folgte sein Sohn Karl Wilhelm Ferdinand, nach dessen Tod (1806) Braunschweig ein Teil des napoleonischen Königreichs Westfalen wurde.

Bortfelder Bauer
Herzogin und Herzog von Braunschweig
Bortfelder Bäuerin
Bortfelder Bauer Herzogin und Herzog von Braunschweig Bortfelder Bäuerin


Nach Napoleons Vertreibung wurde Karl Wilhelm Ferdinands Sohn Friedrich Wilhelm wieder als Herzog des Landes eingesetzt. Herzog Friedrich Wilhelm, genannt "der schwarze Herzog", fiel im Kampf gegen Napoleon am 16. Juni 1815 in der Schlacht bei Quatre-Bras in Belgien. Sein ältester Sohn Karl, der bis 1822 unter der Vormundschaft Georgs IV. von Großbritannien stand, wurde wegen seiner Willkür und Prunksucht ("Diamantenherzog") am 7. September 1830 von den Braunschweiger Bürgern vertrieben. Während der Unruhen brannte die alte barocke Residenz bis auf die Grundmauern nieder. Nachfolger wurde sein Bruder Wilhelm, unter dem 1832 ein neues Landesgrundgesetz zustande kam, welches 1848 vorübergehend liberale Änderungen, 1851 und 1886 weitere Überarbeitungen erfuhr. 1844 schloss sich Braunschweig dem Zollverein an. 1865 vernichtete ein Brand das Residenzschlosses zu Braunschweig. Beim Ausbruch der Krise die 1866 zum Deutschen Krieg führte, versuchte das Herzogtum Braunschweig anfangs eine neutrale Haltung einzunehmen. Bismarck setzte Herzog Wilhelm daraufhin massiv unter Druck, sodass dieser am 6. Juli nachgeben musste. Die Truppen Braunschweigs wurden danach sofort in Marschbereitschaft gesetzt, nahmen aber, da sich der Krieg bereits seinem Ende nahte, keinen Anteil daran. Am 16. Juli trat der Landtag des Herzogtums Braunschweig zusammen, welcher nach wenigen Tagen die Vorlagen der Regierung bezüglich des Bündnisses mit Preußen genehmigte. Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71  nahmen die braunschweigischen Truppen an den Kämpfen um Metz, bei Orléans, Le Mans und vor Paris teil. Da Herzog Wilhelm sich hartnäckig weigerte, eine Militärkonvention mit Preußen abzuschließen und die braunschweigischen Truppen in die preußische Armee einzureihen, wurde das braunschweigische Infanterieregiment (Nr. 92) nach Metz (Elsaß-Lothringen) verlegt. Als nach Herzog Wilhelm Tod, am 18. Oktober 1884 das neuere Haus Braunschweig erlosch und sich der Thronerbe aus dem neueren Haus Lüneburg, der Herzog von Cumberland, wegen Nichtanerkennung der deutschen Reichsverfassung durch den Bundesrat von der Thronfolge ausgeschlossen worden war, wählte der Landtag von Braunschweig am 21. Oktober 1885 den Prinzen Albrecht von Preußen und danach am 28. Mai 1907 den Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg zum Regenten. Nach dem Erbfolgeverzicht des Herzogs von Cumberland, am 24. Oktober 1913) übernahm mit Zustimmung des Bundesrates, am 27. Oktober 1913, dessen Sohn Ernst August nach der Hochzeit mit Kaiser Wilhelms einziger Tochter Viktoria Luise, am 1. November 1913 die Regierung. Am 8. November 1918 verzichtete er, infolge der Novemberrevolution in Deutschland, auf den Thon.

Blankenburg am Harz - Rathaus
Johann Albrecht Herzog-Regent von Braunschweig
Holzminden an der Weser
Blankenburg am Harz - Rathaus Johann Albrecht Herzog-Regent von Braunschweig Holzminden an der Weser

 

Herzogtum Braunschweig

Daten

Reichstag: 3 Abgeordnete

Bundesrat: 2 Stimmen

Landesparlament: besteht aus 46 Abgeordneten:

  • 10 von den Stadtgemeinden,
  • 12 von den Landgemeinden,
  • 21 von den höchst besteuerten Bürger und
  • 3 von der evangelisch-lutherischen Geistlichkeit.

Die "Volksrepräsentation" wird regelmäßig alle drei Jahre berufen, wobei, da das Mandat der Abgeordneten auf sechs Jahre gültig ist, die Abgeordneten werden zur Hälfte neu gewählt. Die Landstände haben das Recht der Steuerbewilligung, der Zustimmung zu den Gesetzen, der Präsentation von zwei Räten des Oberlandesgerichts, des legislatorischen Vorschlags, der Anklage der Minister wegen Verfassungsverletzung, der Annahme von Bittschriften und Beschwerden und des Vortrags derselben beim Landesherrn.

Hauptstadt: Braunschweig = 136 162 Einwohner (1905) = 35. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Braunschweig - Altstadtmarkt mit Rathaus und Martinikirche
Braunschweig - Altstadtrathaus
Braunschweig - Altstadtmarkt mit Rathaus und Martinikirche Braunschweig - Altstadtrathaus

 

Größe: 1880: 3690,43 km (67,02 Quadratmeilen), 1900: 3 672,2 km²

Einwohner:

1878 1880 1900 1905 1910
327 493 349 367 464 333 485 655 494 339

Klima: Mild

Gewässer: Hauptland durchflossen von Oker.

Bewohner: Überwiegend niederdeutsche Sachsen (Ostfalen), im Harz Thüringer.

Bevölkerungsdichte: 132,3/km²

Bildung: Für die wissenschaftliche, technische und elementare Bildung der Bevölkerung ist trefflich Sorge getragen. Als Landesuniversität gilt Göttingen, wo die Unterstützungsfonds der 1809 unter westfälischer Herrschaft aufgehobenen Universität Helmstedt angelegt sind. Andere Lehranstalten sind: die polytechnische Hochschule (Carolo-Wilhelmina) in Braunschweig, 6 Gymnasien (2 in Braunschweig, je eins in Wolfenbüttel, Blankenburg, Helmstedt und Holzminden), ein Realgymnasium in Braunschweig, ein Predigerseminar in Wolfenbüttel, 2 Schullehrerseminare und Präparandenanstalten, eine städtische Realschule in Braunschweig und ein Realprogymnasium in Gandersheim, die Baugewerkschule in Holzminden, die landwirtschaftliche Schule Marienberg in Helmstedt, eine Taubstummenanstalt in Braunschweig, 2 höhere Töchterschulen, 40 Bürger-, 382 Landschulen und verschiedene Privatlehranstalten. Eine der herrlichsten wissenschaftlichen Sammlungen Deutschlands ist die berühmte Landesbibliothek in Wolfenbüttel. Unter den Kunstschätzen ist das herzogliche Museum in der Stadt Braunschweig mit vorzüglicher Gemäldegalerie und andern Kunst- und naturhistorischen Sammlungen von Bedeutung. Braunschweig besitzt eine "Landesirrenanstalt" in Königslutter, eine "Idiotenanstalt" in Neu-Erkerode, ein Blindenasyl in Braunschweig, eine Diakonissenanstalt (Marienstift) in Braunschweig, ein Landeskrankenhaus in Braunschweig und eine Erziehungsanstalt für verwahrloste Kinder in Bevern (Wilhelmsstift). Landesstrafanstalten befinden sich in Wolfenbüttel (Zellengefängnis) und in Braunschweig. (Angaben aus dem Jahr 1880)

Söllingen in Braunschweig
Seesen - Rathaus
Söllingen in Braunschweig Seesen - Rathaus

Religion: Vorherrschende Religion ist die evangelisch-lutherische; daneben bestehen nur eine reformierte und drei katholische Gemeinden, welche letztere dem Bischof von Hildesheim unterstellt sind. Die Juden haben vier Synagogen mit einem Landesrabbinat in Braunschweig. Für die evangelisch-lutherische Kirche ist durch Gesetz vom 31. Mai 1871 die Synodalverfassung eingeführt und tritt die aus 32 Abgeordneten (14 geistlichen und 18 weltlichen) bestehende Landessynode je ums vierte Jahr zu ordentlicher Versammlung zusammen. Während der Zwischenzeit fungiert ein aus fünf Mitgliedern bestehender Ausschuss. Die spezielle Leitung und Beaufsichtigung der kirchlichen und Gemeindeschulangelegenheiten untersteht dem Konsistorium zu Wolfenbüttel, welchem als geistliche Verwaltungsorgane 6 General- und 33 Spezialsuperintendenturen untergeordnet sind. Die Leitung und Beaufsichtigung der höheren Unterrichtsanstalten (Gymnasien etc.) ist der durch Gesetz vom 25. April 1876 errichteten Oberschulkommission übertragen. Die reformierte Kirchengemeinde in Braunschweig steht unter der Leitung eines Presbyteriums, das an den Synodalversammlungen der konföderierten reformierten Kirchen Niedersachsens teilnimmt und nach den Beschlüssen dieser Versammlungen zu verfahren hat.

1871 1880 1910
  • 300.196 Evangelisch-lutherisch
  •     2793 Evangelisch-Reformierte
  •     7030 Römisch-katholisch
  •        574 sonstige Christen
  •     1171 Juden
  • 334.316 Evangelisch-lutherisch
  •      3428 Evangelisch-Reformierte
  •       9615 Römisch-katholisch
  •          620 sonstige Christen
  •       1388 Juden
  • 464.175 Evangelisch
  •    25.888 Römisch-katholisch
  •       1757 Juden

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft: Im fruchtbaren Flach- und Hügelland steht der Ackerbau in höchster Blüte, auf dem Harz dagegen sowie in dem Amte Thedinghausen widmet man sich der Viehzucht. Von Bedeutung ist der hier betriebene Anbau des Spargels. Obst gedeiht fast überall, und zur Verbesserung der Obstkultur werden von der Landesbaumschule in Braunschweig veredelte Obstbäume aller Art geliefert; auch ist der größte Teil der Staats- und Kommunalstraßen mit Obstanpflanzungen versehen. Eine rationelle Benutzung des Wassers für die Bewässerung des Bodens ist durch das Wassergesetz vom 20. Juni 1876 angebahnt. Vorherrschende Ackerbausysteme sind die Fruchtwechsel- und die verbesserte Dreifelderwirtschaft.
  • Bergbau: Der Bergbau, welcher vorzugsweise im Harz seinen Sitz hat, ist sehr blühend und beschäftigte 1884 = 1092 Arbeiter. Die Ausbeute betrug 351.963 Tonnen Braunkohle, 19.346 Tonnen asphalthaltiges Gestein, 118.376 Tonnen Eisenerze, 707 Tonnen Bleierze und 98 Tonnen Schwefelkies. Der Gesamtwert am Ursprungsort ist mit 1,6 Millionen Mark. berechnet worden. An Kochsalz wurden auf zwei Salinen 7095 Tonnen gewonnen. Bedeutende Steinbrüche befinden sich im Kreis Helmstedt (Velpke) und bei Königslutter, ferner im Amt Lutter am Barenberg; berühmt sind die großen Brüche von Buntsandstein des Solling im Kreis Holzminden und der Granit im Okerthal. Vorzügliches Material für den Chausseebau und zu Pflasterungen liefern die Gabbrosteinbrüche im Radauthal bei Harzburg. Ferner werden gewonnen: Kalk, Gips, Marmor, Alabaster, Töpferton, Farben, Porzellan- und Pfeifenerde, Koprolithen etc. Die Hüttenwerke produzierten 1884 = 40.874 Tonnen Roheisen, 1268 Tonnen Blei, 1625 Tonnen Glätte, 764 Tonnen Kupfer, 4867 kg Silber, 33,4 kg Gold, 15.872 Tonnen englische Schwefelsäure und 3517 Tonnen Kupfer-, Eisen- und Zinkvitriol.
  • bedeutende Industriezweige sind: Zucker-, Zichorien-, Tabaks-, Papier-, Seifen-, Strohhut-, Maschinen-, Wagen- und Salmiakfabrikation, Bereitung von Chemikalien (in Braunschweig und Schöningen), Holzstoff- (zur Papierbereitung), Pulver und Zündhölzerfabrikation am Harz, Fabrikation von Nähmaschinen, feuerfesten Geldschränken, Fortepianos, von haltbaren Speisen (Konserven, in Braunschweig und Wolfenbüttel), Holzwaren (am Harz), Zement, Asphalt, Glas, Porzellan (zu Fürstenberg), mechanische Flachs-, Hede- und Jutespinnerei (in Braunschweig, Wolfenbüttel und Vechelde), bedeutende Bierbrauerei (in Braunschweig: Mumme) und Wurstfabrikation. Im Land gibt es 30 Rübenzuckerfabriken.
  • Handel: Wichtige Handelsplätze sind Braunschweig, Wolfenbüttel, Helmstedt, Holzminden und Blankenburg. In Braunschweig finden alljährlich zwei Messen statt. Die wichtigsten Ausfuhrartikel des Landes sind: Jutegespinste, Garn, Asphalt, Zement, Zichorie, Zucker, Bier, Konserven, Holz und Holzwaren, Klaviere, Nähmaschinen, Eisen und Eisenwaren, Sollinger Sandsteine, chemische Fabrikate, Würste, Honigkuchen etc.

Militär: Angaben 1880: Das herzogliche Kontingent gehört zum 10. Armeekorps und besteht aus dem Infanterieregiment Nr. 92 samt zugehörigen zwei Landwehrbataillonen, dem Husarenregiment Nr. 17 und der zum 10. Feldartillerieregiment gehörigen Batterie Nr. 6. Das Infanterieregiment steht seit dem Krieg mit Frankreich noch in Elsass-Lothringen und ist einstweilen dem 15. Armeekorps zugeteilt. Angaben 1881: Das Land gehört zum Ersatzbezirk des X. Armeekorps, 40 Brigade. Das Kontingent besteht aus den Infanterie-Regiment Nr. 92 (z.Z. beim XV. Armeekorps kommandiert in der Garnison Metz), dem Husaren-Regiment Nr. 17 und der 5. Batterie Feldartillerie-Regiment Nr. 10.

Wolfenbüttel - Zeughaus, ehemalige Kaserne 
Helmstedt - Mark mit Rathaus
Wolfenbüttel - Zeughaus, ehemalige Kaserne  Helmstedt - Mark mit Rathaus

 

Herzogtum Braunschweig

Postwesen und Briefmarken

Das Herzogtum Braunschweig besaß bis 31.12.1867 eine eigene Posthoheit und war Mitglied des Deutsch-Österreichischen Postvereins. 1868 übernahm der Norddeutsche Bund (Norddeutscher Postbezirk), 1871 die Reichspost den Postdienst.

bis 1867 1868 - 1871 1871 - 1874 ab 1875
Herzogtum Braunschweig Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
5 Pfennig 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig
5 Pfennig 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Herzogtum Braunschweig

Währungen und Münzen

vor 1871 ab 1871
1 Taler = 30 Silbergroschen = 300 Pfennige  1 Mark = 100 Pfennig

Herzogtum Braunschweig - 1 Pfennig, 1859 Ernst August - Viktoria Luise - 3 Mark, 1915
Herzogtum Braunschweig - 1 Pfennig, 1859 Ernst August - Viktoria Luise - 3 Mark, 1915
Herzogtum Braunschweig - 1 Groschen, 1857 Ernst August - Viktoria Luise - 5 Mark, 1915
Herzogtum Braunschweig - 1 Groschen, 1857 Ernst August - Viktoria Luise - 5 Mark, 1915
Wilhelm Herzog zu Braunschweig und Lüneburg - 1 Taler, 1866 Wilhelm Herzog zu Braunschweig u. Lün. - 20 Mark, 1875
Wilhelm H. zu Braunschweig u. Lün - 1 Taler, 1866 Wilhelm Herzog zu Braunschweig u. Lün. -  20 Mark, 1875

10 Mark Schein vom 15.Oktober 1918   10 Mark Schein vom 15.Oktober 1918

10 Mark Schein vom 15. Oktober 1918 (Geldscheine Deutsches Reich)


Alt-Braunschweig - Münzen 

Alt-Braunschweig - Münzen

Herzogin Thyra und Herzog Ernst August von Cumberland

 

Herzogtum Braunschweig

Regenten

Herzöge von Braunschweig und Lüneburg 1814 - 1918

regierendes Fürstenhaus: Welfen- oder Braunschweig-Lüneburgisches Haus, Ahnherr Markgraf Hugo von Este (um 1000)

Nach der Staatsverfassung ist das Herzogtum Braunschweig ein konstitutionell-monarchisches Land. Der Thron wird vererbt in dem Gesamthaus Braunschweig-Lüneburg nach der Linealerbfolge und dem Rechte der Erstgeburt und im Mannesstamm; erlischt dieser, so geht die Regierung auf die weibliche Linie über. Der Regent wird mit vollendetem 18. Lebensjahr volljährig; er führt den Titel Herzog zu Braunschweig und Lüneburg.

Mit dem am 18. Oktober 1884 erfolgten Ableben des Herzogs Wilhelm (er hinterließ mindestens 5 uneheliche Kinder, aber keinen legitimen Erben), des letzten Sprosses der altern Linie Braunschweig-Wolfenbüttel, war der in dem Gesetz vom 16. Februar 1879, die provisorische Ordnung der Regierungsverhältnisse bei einer Thronerledigung betreffend, vorgesehene Fall, dass der erbberechtigte Thronfolger am sofortigen Regierungsantritt verhindert sein sollte, eingetreten. Zunächst übernahm der Vorsitzende des Regentschaftsrates Hermann Graf von Görtz-Wrisberg die Regierungsgeschäfte, bis am 2. November 1885 auf Bestreben Preußens nicht ein Welfe aus dem Haus Hannover (Herzog Ernst August von Cumberland), sondern Prinz Albrecht von Preußen als Regent eingesetzt wurde. Nach dem Tod Albrechts im Jahr 1906 übernahm erneut der Präsident des Regentschaftsrates, Albert von Otto, die Regierungsgeschäfte. Am 5. Juni 1907 wurde Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg die braunschweigische Regentschaft übertragen. Erst mit der  Hochzeit, am 24. Mai 1913, zwischen Prinzessin Viktoria Luise (Tochter Kaiser Wilhelm II.) mit Prinz Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (Sohn des Herzog Ernst August von Cumberland) kommt es zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern und am 1. November 1913, dem Tag des Einzugs des Paares in Braunschweig, wurde ein Welfe wieder Herrscher über das Herzogtum Braunschweig.

 

Regentschaft Name Lebensdaten
16.06.1815 - 20.04.1831
Herzog Karl II. unverheiratet
1804 - 1873
20.04.1831 - 18.10.1884
Herzog Wilhelm unverheiratet
1806 - 1884
20.04.1884 -  02.11.1885 Präsident des Regentschaftsrates Wilhelm Otto Hans Hermann Graf von Schlitz 1819 - 1889
02.11.1885 - 13.09.1906
Regent von Braunschweig - Prinz Albrecht von Preußen 19.04.1873 Hochzeit mit Marie von Sachsen-Altenburg (1854-1898)
1837 - 1906
13.09.1906 -  05.06.1907 Präsident des Regentschaftsrates Albert von Otto 1836 - 1921
05.06.1907 - 01.11.1913
Regent von Braunschweig - Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg 1. Ehe: 06.11.1886 Hochzeit mit Elisabeth von Sachsen-Weimar-Eisenach (1854-1908)
2. Ehe: 01.12.1909 Hochzeit mit Prinzessin Elisabeth zu Stolberg-Roßla (1885-1965)
1857 - 1920

01.11.1913 - 08.11.1918

Herzog Ernst August von Braunschweig 24.05. 1913  Prinzessin Viktoria Luise von Preußen (Tochter Kaiser Wilhelms II.)
1878 - 1953

Albrecht Prinz von Preußen Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg - Regent von Braunschweig nebst Braut Herzogin Ernst August von Braunschweig Herzog Ernst August von Braunschweig

Albrecht Prinz von Preußen

Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg - Regent von Braunschweig nebst Braut Herzogin Ernst August von Braunschweig Herzog Ernst August von Braunschweig
Empfang des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin durch das Herzogspaar von Braunschweig Herzog und Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg mit den beiden Prinzen. Herzog Ernst August von Braunschweig und Lüneburg und Familie Herzog Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg mit Familie

Empfang des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin durch das Herzogspaar von Braunschweig

Herzog und Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg mit den beiden Prinzen.

Herzog Ernst August von Braunschweig und Lüneburg und Familie

Herzog Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg mit Familie

 

Staatsminister

Die oberste Leitung der Staatsverwaltung liegt in den Händen eines kollegialisch organisierten Staatsministeriums, neben welchem eine aus den Ministern, den Vorständen der höheren Behörden und vom Herzog hierzu besonders ernannten Mitgliedern zusammengesetzte Ministerialkommission als Staatsrat die Gesetzentwürfe und sonstige wichtige Gegenstände begutachtet und eine aus höheren Justiz- und Verwaltungsbeamten bestehende Kommission die zwischen diesen beiden Branchen entstehenden Kompetenzstreitigkeiten entscheidet. Als Mittelbehörde besteht für die Finanzen die herzogliche Kammer zur Verwaltung der sämtlichen Domänen und Regalien mit drei abgesonderten Direktionen für die Domänengüter, Forsten und Bergwerke; zur Verwaltung der Steuern ist die Steuerdirektion mit zwei Abteilungen, dem Steuerkollegium für die direkten und der Zoll- und Steuerdirektion für die indirekten Abgaben, bestellt. Das herzogliche Finanzkollegium verwaltet das Landeskredit- und Finanzwesen, beaufsichtigt das Rechnungs- und Kassenwesen und übt die allgemeine Finanzkontrolle. Die Baudirektion bildet die Zentralbehörde für das gesamte öffentliche Bauwesen.

Amtszeit

Name

Lebensdaten
03/1814 - 1815 Karl Friedrich Mens 1764 - 1836)
21.10.1815 - 25.12.1818 Karl Friedrich Gebhard Graf von der Schulenburg-Wolfsburg 1763 - 1818
25.12.1818 - 01/1820 Vakant -
01/1820 - 30.10.1823 Johann August Ernst Graf von Alvensleben 1758 - 1827
30.10.1823 - 17.10.1826 Wilhelm Justus Eberhard von Schmidt-Phiseldeck 1763 - 1831
17.10.1826 - 16.10.1830 Gottfried Philipp von Bülow (provisorisch) 1770 - 1850
16.10.1830 - 31.12.1832 Werner Graf von Veltheim 1770 - 1850
31.01.1843 - 16.03.1848 Werner Graf von Veltheim   (s.o.)
16.03.1848 - 22.03.1848 Johann Georg Christian von Koch 1790 - 1861
22.03.1848 -  03.11.1856 Wilhelm Johann Karl Heinrich Freiherr von Schleinitz 1794 - 1856
 03.11.1856 - 26.11.1861 August von Geyso 1801 - 1861
01.12.1861 - 14.10.1874 Asche Burckhard Carl Ferdinand von Campe 1803 - 1874
14.10.1874 -  01.10.1883 Johann Christian Wilhelm Schulz 1806 - 1888
 01.10.1883 - 22.02.1889 Wilhelm Otto Hans Görtz-Wrisberg 1819 - 1889
01.04.1889 -  01.05.1911 Albert von Otto 1836 - 1921
01.05.1911 - 15.01.1914 Leonhard Christoph Adolf von Hartwieg 1849 - 1914
16.01.1914 -  08.11.1918 Karl Wolff 1856 - 1935

 

Herzogtum Braunschweig

Administrative Gliederung

Das Herzogtum gliedert sich in folgende Verwaltungsorganisation:

Das Herzogtum gliedert sich in 3 größere durch fremdes Landesgebiet getrennte Gebiete und in 5 kleinere Exklaven:

  • zwischen Harz und Aller mit Braunschweig
  • zwischen Harz und Weser mit Holzminden
  • Blankenburg am Harz und Umgebung
  • das von der Provinz Sachsen eingeschlossene Amt Calvörde (4.308 Einwohner)
  • das zwischen Verden und Bremen gelegene Amt Thedinghausen (4.128 Einwohner)
  • Flecken Bodenburg mit dem Dorf Oestrum, zu dem Amt Gandersheim gehörig
  • Dorf Ostharingen zum Amt Lutter am Barenberge gehörig, nördlich von Goslar gelegen
  • Dorf Oelsburg zum Amt Vechelde gehörig, südlich von Peone gelegen

Das frühere sogenannte Kommunion-Harzgebiet ist 1874 unter dem Königreich Preußen und dem Herzogtum Braunschweig aufgeteilt, jedoch fallen die Einkünfte aus den Berg- und Hüttenwerken etc. zu 4/7 an Preußen und 3/7 an Braunschweig.

1. Kreis Braunschweig mit einer Fläche von 544 km² und 171.813 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Braunschweig, Abbenrode, Ahsen-Ötzen, Alvesse, Bahlum, Beienrode, Bettmar, Bevenrode, Bienrode, Bodenstedt, Bortfeld, Broitzem, Cremlingen, Gutsgemeinde Cremlingen, Denstorf, Destedt, Gutsgemeinde Destedt, Dibbersen-Donnerstedt, Dibbesdorf, Duttenstedt, Eissel, Emtinghausen, Erkerode, Essehof, Essinghausen, Flechtorf, Fürstenau, Gardessen, Gliesmarode, Groß Brunsrode, Groß Gleidingen, Harvesse, Hemkenrode, Holtorf-Lunsen, Hondelage, Hordorf, Horstedt, Hötzum, Klein Brunsrode, Klein Gleidingen, Klein Stöckheim, Köchingen, Lamme, Lehndorf, Lehre, Liedingen, Lucklum, Mascherode, Meerdorf, Melverode, Möncheschöppenstedt, Neubrück, Neuölsburg, Niedersickte, Obersickte, Ölper, Ölsburg, Querum, Rautheim, Riddagshausen, Rühme, Rüningen, Schandelah, Schapen, Schulenrode, Sierße, Sonnenberg, Sophiental, Thedinghausen (Zusammenschluß aus Bürgerei, Hagen, Westerwisch), Thune, Timmerlah, Vallstedt, Vechelade, Vechelde, Veltenhof, Veltheim an der Ohe, Völkenrode, Volkmarode, Waggum, Wahle, Watenbüttel, Weddel, Wedtlenstedt, Wendeburg, Wenden, Wendezelle, Wendhausen, Werder, Wierthe, Woltorf, Zweidorf

Braunschweig - Burgplatz mit Löwensäule und Rathausturm

Kasernement des III. (Leib-) Bataillons Braunschweig Inf.Regt. No. 92.

Braunschweig - Okerpartie am Monumentsplatz

Braunschweig - Stadtansicht vom Wasserturm Braunschweig - Kaiser Wilhelm-Strasse
Braunschweig - Burgplatz mit Löwensäule und Rathausturm Kasernement des III. (Leib-) Bataillons Braunschweig Inf.Regt. No. 92. Braunschweig - Okerpartie am Monumentsplatz Braunschweig - Stadtansicht vom Wasserturm Braunschweig - Kaiser Wilhelm-Straße
 

Braunschweig - Siegesdenkmal

 

Braunschweig - Wehrbrücke  

 

Braunschweig - Siegesdenkmal

 

Braunschweig - Wehrbrücke  

 

 

2. Kreis Wolfenbüttel mit einer Fläche von 736 km² und 84.848 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Wolfenbüttel, Achim, Adersheim, Ahlum, Ampleben, Apelnstedt, Atzum, Bad Harzburg, Bansleben, Barbecke, Barnstorf, Barum, Beddingen, Berel, Berklingen, Bettingerode, Bleckenstedt, Bornum, Börßum, Broistedt, Bruchmachtersen, Bündheim, Burgdorf, Calbecht, Cramme, Dettum, Drütte, Eilum, Eitzum, Engelnstedt, Engerode, Evessen, Fümmelse, Gebhardshagen, Geitelde, Gilzum, Groß Biewende, Groß Dahlum, Groß Denkte, Groß Stöckheim, Groß Vahlberg, Groß Winnigstedt, Hachum, Halchter, Hallendorf, Harlingerode, Hedeper, Heerte, Hessen, Hohenassel, Immendorf, Kalme, Kissenbrück, Klein Biewende, Klein Dahlum, Klein Denkte, Klein Vahlberg, Klein Winnigstedt, Kneitlingen, Küblingen, Lebenstedt, Leiferde, Leinde, Lesse, Lichtenberg, Linden, Lobmachtersen, Mönchevahlberg, Neindorf, Nordassel, Nortenhof, Oker, Ölber am Weißen Wege, Osterlinde, Pabstorf, Remlingen, Reppner, Salder, Salzdahlum, Sambleben, Sauingen, Schlewecke, Schliestedt, Schöppenstedt, Seinstedt, Semmenstedt, Sottmar, Steterburg, Stiddien, Thiede, Timmern, Üfingen, Ührde, Volzum, Warle, Watenstedt, Watzum, Weferlingen, Wendessen, Westerlinde, Westerode, Wetzleben, Wittmar, Woltwiesche

Wolfenbüttel - Totalansicht - 1908

Wolfenbüttel - Kleiner Zimmerhof

Wolfenbüttel - Herzogtorbrücke

 

Schöppenstedt - Watsumer Häuschen i. Elm

Wolfenbüttel - Totalansicht - 1908

Wolfenbüttel - Kleiner Zimmerhof Wolfenbüttel - Herzogtorbrücke   Schöppenstedt - Watsumer Häuschen i. Elm
Bad Harzburg vom kleinen Burgberg gesehen Bad Harzburg - Molkenhaus Bad Harzburg - Molkenhaus Gast- und Pensionshaus Bad Harzburg - Bismarckdenkmal auf dem Burgberge  

Bad Harzburg vom kleinen Burgberg gesehen

Bad Harzburg - Molkenhaus

Bad Harzburg - Molkenhaus Gast- und Pensionshaus

Bad Harzburg - Bismarckdenkmal auf dem Burgberge  

 

 

3. Kreis Helmstedt mit einer Fläche von 800 km² und 74.121 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Helmstedt, Ahnebeck, Alversdorf, Bahrdorf, Barmke, Beierstedt, Berenbrock, Bergfeld, Boimstorf, Bornum, Brackstedt, Brechtorf, Büddenstedt, Büstedt, Calvörde, Danndorf, Dobbeln, Dorst, Eischott, Elsebeck, Emmerstedt, Esbeck, Frellstedt, Gevensleben, Glentorf, Grafhorst, Grasleben, Groß Sisbeck, Groß Steinum, Groß Twülpstedt, Hohnsleben, Hoiersdorf, Hoitlingen, Ingeleben, Jerxheim, Jeseritz, Kästorf, Klein Sisbeck, Klein Twülpstedt, Königslutter, Langeleben, Lauingen, Lelm, Lössewitz, Mackendorf, Mariental, Meinkot, Neuhaus, Nordsteimke, Oberlutter, Offleben, Papenrode, Parleib, Parsau, Querenhorst, Räbke, Reinsdorf, Reislingen, Rickensdorf, Rieseberg, Rottenkamp, Rottorf, Rühen, Rümmer, Runstedt, Saalsdorf, Scheppau, Schickelsheim, Schöningen, Söllingen, Stift Königslutter, Sunstedt, Süpplingen, Süpplingenburg, Tiddische, Twieflingen, Uthmöden, Velpke, Velsdorf, Velstove, Volkmarsdorf, Vorsfelde, Wahrstedt, Warberg, Warmenau, Watenstedt, Wendschott, Wobeck, Wolsdorf, Zobbenitz

Helmstedt - Markt und Kirche

Helmstedt - Johannesstrasse

Königslutter - Partie an der Stiftskirche mit Kreuzgang

Calvörde - Breite Strasse

 

Helmstedt - Markt und Kirche

Helmstedt - Johannesstraße

Königslutter - Partie an der Stiftskirche mit Kreuzgang

Calvörde - Breite Straße  

 

 

4. Kreis Gandersheim mit einer Fläche von 534 km² und 48.324 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Gandersheim, Ackenhausen, Ahlshausen-Sievershausen, Altgandersheim, Ammensen, Astfeld, Badenhausen, Bartshausen, Bentierode, Beulshausen, Billerbeck, Bodenburg, Bodenstein, Bornhausen, Bornum, Bruchhof, Brunsen, Clus, Dankelsheim, Dannhausen, Delligsen, Ellierode, Engelade, Erzhausen, Frau-Sophienhütte, Garlebsen, Gehrenrode, Gittelde, Greene, Gremsheim, Hachenhausen, Hahausen, Haieshausen, Hallensen, Heckenbeck, Helmscherode, Herrhausen, Herzog-Juliushütte, Holtershausen, Ildehausen, Ippensen, Jerze, Kaierde, Kirchberg, Klein Rhüden, Kreiensen, Langelsheim, Lutter am Barenberge, Mahlum, Münchehof, Naensen, Nauen, Neuwallmoden, Olxheim, Opperhausen, Ortshausen, Orxhausen, Ostharingen, Östrum, Rimmerode, Rittierode, Schlewecke, Seboldshausen, Seesen, Stroit, Teichhütte, Varrigsen, Voldagsen, Volkersheim, Wenzen, Windhausen, Wolfshagen, Wolperode, Wrescherode

Gandersheim a. Harz - Herzogliche Kreisdirektion

Gandersheim 1902

Gandersheim, Panorama v. Lahberg Seesen - Schulplatz mit Bürgerschule Seesen - Forsthaus Neckelnberg
Gandersheim a. Harz - Herzogliche Kreisdirektion Gandersheim Gandersheim - Panorama v. Lahberg Seesen - Schulplatz mit Bürgerschule Seesen - Forsthaus Neckelnberg
    Seesen Erholungsheim Grüner Jäger    

 

 

Seesen - Erholungsheim Grüner Jäger

   

 

 

5. Kreis Holzminden mit einer Fläche von 584 km² und 51.132 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Holzminden, Altendorf, Arholzen, Bessingen, Bevern, Bisperode, Boffzen, Braak, Breitenkamp, Bremke, Brökeln, Brunkensen, Buchhagen, Coppengrave, Daspe, Deensen, Denkiehausen, Derental, Dielmissen, Dohnsen, Dölme, Eimen, Emmerborn, Eschershausen, Fohlenplacken, Fürstenberg, Glesse, Golmbach, Grave, Grünenplan, Halle, Harderode, Hehlen, Heinade, Heinrichshagen, Hellental, Heyen, Hohe, Hohenbüchen, Holenberg, Holzen, Hunzen, Kemnade, Kirchbrak, Kreipke, Lenne, Lichtenhagen, Linnenkamp, Linse, Lobach, Lüerdissen, Lütgenade, Lütgenholzen, Mainzholzen, Meinbrexen, Merxhausen, Mühlenberg, Negenborn, Neuhaus, Ölkassen, Ottenstein, Reileifzen, Rühle, Scharfoldendorf, Schorborn, Stadtoldendorf, Tuchtfeld, Vorwohle, Wangelnstedt, Warbsen, Wegensen, Westerbrak

Holzminden an der Weser - Totalansicht Holzminden - Felsenkeller Holzminden - Herzogliche Baugewerkschule Holzminden - Der mittlerer Teich Holzminden - Markt
Holzminden an der Weser - Totalansicht Holzminden - Felsenkeller Holzminden - Herzogliche Baugewerkschule Holzminden - Der mittlerer Teich Holzminden - Markt
Holzminden a.d. Weser - Partie am unteren Teich Stadtoldendorf, Partie am Hagentor Stadtoldendorf - Burgtorstrasse Stadtoldendorf - Hooptal  

Holzminden a.d. Weser - Partie am unteren Teich

Stadtoldendorf, Partie am Hagentor

Stadtoldendorf - Burgtorstraße

Stadtoldendorf - Hooptal  

 

 

6. Kreis Blankenburg mit einer Fläche von 475 km² und 34.095 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in:
Blankenburg am Harz, Allrode, Altenbrak, Benzingerode, Börnecke, Braunlage, Cattenstedt, Hasselfelde, Heimburg, Hohegeiß, Hüttenrode, Michaelstein, Neuhof, Neuwerk, Rübeland, Stiege, Tanne, Timmenrode, Trautenstein, Treseburg, Walkenried, Wieda, Wienrode, Zorge

Blankenburg am Harz - Rathaus mit Blick zum Schloss

Blankenburg (Harz) Schloß, Kurhaus und Gebirgshotel - 1914

Blankenburg - Harz Regenstein bei Blankenburg am Harz  
Blankenburg am Harz - Rathaus mit Blick zum Schloss Blankenburg (Harz) Schloß, Kurhaus und Gebirgshotel Blankenburg - Harz Regenstein bei Blankenburg am Harz  
Hasselfelde - Marktplatz Hasselfelde Harz Hasselfelde - Konditorei und Kaffee Reinhard    
Hasselfelde - Marktplatz Hasselfelde Harz Hasselfelde - Konditorei und Kaffee Reinhard    
Braunlage Oberharz - Villenviertel Braunlage - Waldmühle Braunlage - Haus Elise Braunlage/Harz - Wurmberg Hasselfelde - Hotel zum König von Schweden

Braunlage Oberharz - Villenviertel

Braunlage - Waldmühle

Braunlage - Haus Elise

Braunlage/Harz - Wurmberg Hasselfelde - Hotel zum König von Schweden

 

Herzogtum Braunschweig

Schiff der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Braunschweig - Linienschiff

 

Herzogtum Braunschweig

Landeshymne

Eine Volkshymne hat es im Herzogtum vor Antritt der Regentschaft durch Prinz Albrecht im Jahre 1885 nicht gegeben. Bei patriotischen Anlässen singt man seitdem die preußische Hymne mit der Anrede "Herrscher" statt "König". Das Volks- und Soldatenlied "Die  lust'gen Braunschweiger" stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhundert und erinnert an den berühmten Zug des Heldenherzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig mit seinem todesmutigen Freicorps von Sachsen aus bis an die Nordsee im Juli und August 1809 im Kampf gegen die Napoleonische Fremdherrschaft. Der Herzog ritt dabei auf seinem Pferd "Grenadier".

Die  lust'gen Braunschweiger (Anfang 19. Jahrhundert)

1. Wir lust'gen Braunschweiger,
sind wir alle beisammen?
Ei, so lasset uns fahren
mit Roß und mit Wagen
auf unser Quartier:
Lust'ge Braunschweiger sein wir!

2. Es hat sich das Trömmelein
schon zweimal gerühret!
Schon zweimal gerühret,
so heißt es: marschieret
hinaus vor die Stadt,
wo´s der Feind gegen uns hat

3. Und als wir kamen vor das Thor,
ringsumher stand das schwarze Corps!
Da sahen wir von weitem
unsern Herzog schon reiten;
er ritt auf seinem Grenadier:
Lust'ge Braunschweiger sein wir!

4. Ei, so seht mal, wie so liebreich
unser Fähnrich thut schwenken!
Er schwenkt seine Fahne
wohl über die Husaren,
wohl über das ganze Heer:
Lust'ge Braunschweiger sein wir!

5. Und wenn wir kommen ins Quartier,
gibt der Wirt uns Wein und Bier!
Ei, so lasset uns fahren
mit Roß und mit Wagen
auf unser Quartier:
Lust'ge Braunschweiger sein wir!

 

 

 

Braunschweig nach 1918:

Briefmarke Deutsches Reich 1928 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Braunschweigs

1918 Infolge der Novemberrevolution verzichtet Herzog Ernst August am 8. November 1918 auf den Thron. Arbeiter und Soldatenräte übernehmen die Macht und rufen die "Sozialistische Republik Braunschweig" aus.
1919 Im Land kommt es wiederholt zu Unruhen.
1920 Am 20. Januar 1920 kommt es als Protest gegen die Reichsregierung zum Generalstreik. Gleichzeitig betreib der Braunschweiger Arbeiter- und Soldatenrat die Gründung einer nordwestdeutschen Bundesrepublik. Der Versuch, dem Land eine rein sozialistische Regierung aufzudrängen, wird durch die Besetzung Braunschweigs durch Reichstruppen am 17. April 1920 vereitelt. Präsident der am 16. Mai 1920 gewählten Landesversammlung wird A. Wesemeier.
1921 Im Dezember 1921 wird eine neue Verfassung angenommen, diese tritt am 6. Januar 1922 in Kraft, Braunschweig ist nun Freistaat.
1945 Im April wird das Land durch alliierte Truppen besetzt. Am 24. April 1945 ernennt die britische Militärregierung den ehemaligen SPD-Reichstagsabgeordneten Hubert Schlebusch zum Ministerpräsidenten des Landes Braunschweig.
1946 1946 erklärten die alliierten Siegermächte die ehemalige preußische Provinz Hannover zum Freistaat, bevor es wenige Monate später mit dem größeren Teil des  ehemaligen Herzogtum Braunschweig, dem Hauptland des ehemaligen Großherzogtum Oldenburg und dem ehemaligen Fürstentum Schaumburg-Lippe zum heutigen Bundesland Niedersachen fusionierte. Kleinere Gebietsteile Braunschweigs gelangen durch alliierte Entscheidungen zum Land Sachsen-Anhalt.
1956 Eine Volksabstimmungen, die die Wiederherstellung des Landes Oldenburg fordert, wird von den Politikern ignoriert und übergangen.
1975 Eine zweite Volksabstimmungen (19. Januar 1975), die wie 1956 die Wiederherstellung des Landes Oldenburg fordert, wird von den Politikern erneut ignoriert und übergangen. Der Bundestag lehnt es mit dem Gesetz vom 9. Januar 1976 ab, das Land Oldenburg wiederherzustellen. Im selben Jahr fordern in einem Volksentscheid die 1946 zwangseingegliederten Schaumburger ebenfalls vergeblich ihre Selbstständigkeit wieder zurück.

Niedersachsen aktuell:

Das heutige Land Niedersachsen mit der Hauptstadt Hannover besteht aus:

Landeshauptstadt Hannover

Größe: 47 624,22 km²
Einwohner: 7 996 942
Bevölkerungsdichte: 168/km²

 

Sachsen-Anhalt aktuell:

Der heutige Land Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Magdeburg besteht aus

Sachsen-Anhalt

Landeshauptstadt Magdeburg

20 445 km²

2 454 000 Einwohner (2006)

 

 


 


 

 


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