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Provinz Hessen-Nassau

Kurfürstentum Hessen-Kassel, das Herzogtum Nassau und die Freie Stadt Frankfurt bis 1866

Provinzhauptstadt Kassel

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Provinz Hessen-Nassau

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Hessen-Nassau

Provinz Hessen-Nassau

Provinz Hessen-Nassau im Deutschen Reich

Wappen der preußischen Provinz Hessen-Nassau

Provinz Hessen-Nassau mit dem Regierungsbezirk Schmalkalden 1914
Lage der Provinz Hessen-Nassau im Deutschen Reich Wappen der preußischen Provinz Hessen-Nassau Landkarte Provinz Hessen-Nassau mit dem Regierungsbezirk Schmalkalden 1914



Neben dem preußischen Hessen-Nassau existiert im Deutschen Kaiserreich auch noch das Großherzogtum Hessen.

 

Hessen-Nassau

Kassel - Rathaus mit Königstraße
Wiesbaden - Kochbrunnen Quelle
Kassel - Wilhelmshöhe Schloss
Kassel - Rathaus mit Königstraße Wiesbaden - Kochbrunnen Quelle Kassel - Wilhelmshöhe Schloss



Geschichte

Hessische TrachtDas alte Land Hessen, zu verschiedenen Zeiten mit verschiedener Begrenzung, gehörte zum Herzogtum Franken und bildete bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts mehrere Grafschaften. Besonders hervorzuheben sind dabei die Grafen von Gudensberg, die den nördlichen Teil Hessens beherrschten. 1137 erwarb Ludwig I. von Thüringen durch seine Heirat mit Hedwig von Gudensberg ansehnliche Güter in Hessen, dessen größter Teil fortan mit Thüringen vereinigt war. Als die thüringischen Landgrafen 1247 ausstarben, entstand um ihr Erbe der thüringische Erbfolgekrieg zwischen Heinrich dem Erlauchten von Meißen und Sophie, der Tochter Ludwigs des Heiligen und Gemahlin des Herzogs Heinrich von Brabant.  Der Krieg endete 1265 mit einer Teilung und Sophie erhielt für ihren Sohn Heinrich I., das Kind von Brabant, Hessen. Hessen, das bald zu einer besonderen Landgrafschaft und 1292 vom König Adolf zu einem erblichen Reichsfürstentum erhoben wurde, vergrößerte sich durch Boyneburg und Eschwege. Bei Heinrichs Tod, 1308, teilten seine Söhne Otto I. (Niederhessen mit Kassel) und Johann I. (Oberhessen mit Marburg) das Erbe unter sich auf. Doch starb Johann schon 1311, und Otto I. erhielt ganz Hessen, zudem er 1327 Gießen erwarb. Sein Sohn Heinrich der Eiserne (1328-1377) vergrößerte das Land um Treffurt und einen Teil von Itter und Schmalkalden und erhielt 1373 von Karl IV. die Belehnung mit ganz Hessen als Reichsfürstentum. Ihm folgte, da sein Sohn Otto der Schütz, der nach der Sage als Schützenhauptmann unerkannt um seine Braut Elisabeth von Kleve geworben, schon vor ihm gestorben war, sein Neffe Hermann I. (1377-1413). Seine Regierung war fortwährend durch Fehden mit den Ritterbünden und den Nachbarn gekennzeichnet, aber dennoch für Begründung der Landesherrschaft nicht ohne Gewinn. Sein Sohn Ludwig I., der Friedsame (1413-1458), erwarb 1450 die Grafschaften Ziegenhain und Nidda und gehörte zu den mächtigsten Reichsfürsten. Seine Söhne Ludwig II. (1458-71), der Freimütige, und Heinrich III. (1458-83), der Reiche, teilten Hessen wieder in zwei Linien, Kassel und Marburg. Letzterer erwarb 1479 durch seine Gemahlin die Grafschaft Katzenelnbogen sowie durch Kauf Dietz, Klingenberg und Eppenstein. Mit seinem Sohn Wilhelm III., dem Jüngern, starb 1500 die Marburger Linie wieder aus, und ihre Besitzungen fielen an die Kasseler Linie. 1471 folgten auf Ludwig II. seine Söhne Wilhelm I., der Ältere, und Wilhelm II., der Mittlere. Ersterer, auf einer Fahrt nach Palästina trübsinnig geworden, dankte 1493 ab, und so vereinigte Wilhelm II. seit 1500 alle hessischen Besitzungen, die er 1505 durch Homburg vergrößerte. Er starb aber schon 1509 und hinterließ das Land seinem fünfjährigen Sohn Philipp dem Großmütigen (1509-67), der anfangs unter Vormundschaft seiner Mutter Anna von Mecklenburg, seit 1518 selbstständig regierte. Unter ihm spielte Hessen in der weltlichen und kirchlichen Geschichte des Reichs eine bedeutende Rolle. Er bekämpfte Sickingen und den Bauernaufstand. Schon seit 1521 Luthers Anhänger und seit 1526 mit Johann von Sachsen verbündet, führte er die Reformation in seinem Land ein und stiftete die erste protestantische Universität in Marburg. Seit 1531 eins der Häupter des Schmalkaldischen Bundes, wurde er 1547 gefangen genommen und erst 1552 freigelassen. Bei seinem Tode teilte er aber Hessen unter seine Söhne Wilhelm IV., der Niederhessen mit Ziegenhain und Schmalkalden, Ludwig, der Oberhessen nebst Nidda und Eppstein, Philipp, der Niederkatzenelnbogen mit Rheinfels und St. Goar, und Georg, der Oberkatzenelnbogen mit Darmstadt erhielt. Doch starben Philipp schon 1583, Ludwig 1604, und ihre Gebiete fielen an die Linien Kassel und Darmstadt, in welche Hessen fortan geteilt blieb. Von jener zweigten sich die Seitenlinien Rotenburg (bis 1658), Eschwege (bis 1655), Rheinfels-Rotenburg (bis 1834) und Rheinfels-Wanfried (bis 1755), ferner Philippsthal und Philippsthal-Barchfeld, die noch bestehen, ab, während von der Linie Hessen-Darmstadt die Linie  Hessen-Homburg abstammte, die 1866 erlosch. Als souveränes Fürstenhaus besteht nun nur noch die Linie Hessen-Darmstadt. Der Deutsche Krieg von 1866 hatte die Besetzung des Kurfürstentums Hessen durch Preußen zur Folge. Aus dem ehemalige Kurfürstentum Hessen-Kassel und dem ehemalige Herzogtum Nassau wurde 1868 die preußische Provinz Hessen-Nassau gebildet.  Die Provinz Hessen-Nassau bestand aus dem vormaligen Kurfürstentum Hessen nebst verschiedenen Bayrischen (Kreis Gersfeld und Amt Horb) und Großherzoglich-Hessischen Gebietsteilen (Bezirksamt Vöhl und Kreis Biedenkopf) [nachdem im Friedensvertrag mit dem Großherzogtum Hessen mehrere kurhessischen Gebietsteile (Nauheim, Reichelsheim, Hachheim) an das Großherzogtum Hessen abgetreten waren] einschließlich der am 2. März 1866 an das Großherzogtum Hessen gekommenen vormaligen Landgrafschaft Hessen-Homburg (ohne das Amt Meisenheim), ferner dem vormaligen Herzogtum Nassau und der freien Stadt Frankfurt a. M. Preußische Gesetze vom 20. September und 24. Dezember 1866. Das vormalige Kurhessen bildet den Regierungsbezirk Kassel, die anderen Gebietsteile den Regierungsbezirk Wiesbaden.

Die Landgrafen von Gesamt-Hessen

Die Landgrafen von Gesamt-Hessen

 

Kurfürstentum Hessen-Kassel

 (Residenzstadt Kassel)

Kurfürstentum Hessen-Kassel

Als 1866 der Konflikt (Deutscher Krieg) zwischen Österreich und Preußen ausbrach, beobachtete Kurfürst Friedrich Wilhelm aus Furcht vor Preußen lange strenge Neutralität, erst am 13. Juni befahl er, von Österreich ermutigt, die Mobilmachung, stimmte am 14. Juni im Bundestag gegen Preußen und lehnte am 15. Juni dessen Ultimatum, das ihm unter der Bedingung der Neutralität und des Eintritts in den neuen Bund sein Gebiet zusicherte, ab. Die hessischen Truppen gingen in aller Eile nach Hanau, die preußische Division v. Beyer rückte am 16. Juni von Wetzlar aus in Hessen-Kassel ein und besetzte am 20. Juni Kassel; der Kurfürst, der ruhig auf seinem Schloß Wilhelmshöhe geblieben war, am 22. Juni vom General v. Röder nochmals aufgefordert, sich dem neuen Bunde bedingungslos anzuschließen, wurde nach wiederholter Weigerung am 23. Juni als Staatsgefangener nach Stettin gebracht, wo er sich am 17. September durch Vertrag mit Preußen wenigstens die Einkünfte des Hausfideikommisses sicherte. Hessen-Kassel, am 20. September 1866 mit Preußen vereinigt, bildet seitdem einen Teil der neuen Provinz Hessen-Nassau. Die Bevölkerung hat den Wechsel der Herrschaft nicht bedauert, und die geschickte Verwaltung des Oberpräsidenten v. Möller sowie die großmütige Regelung der finanziellen Angelegenheiten hat den Übergang erleichtert. Die 1831 dem Lande zugewiesene Hälfte des Haus- und Staatsschatzes wurde am 16. September 1867 dem kommunalständischen Verband des Regierungsbezirks Kassel überwiesen, und die Einkünfte kamen nun wirklich dem Lande zugute. Das Hausfideikommiß dagegen wurde wegen der Wühlereien des in Böhmen lebenden Kurfürsten und seiner wenigen Anhänger 1868 von Preußen mit Beschlag belegt, aber aus den Einkünften wurde dem ältesten Agnaten des Hauses Hessen-Kassel, dem Landgrafen Friedrich († 14. Oktober 1884), am 26. März 1873 die Erhöhung seines Einkommens auf 606.000 Mark und 1880 den Nebenlinien Philippsthal und Philippsthal-Barchfeld eine jährliche Rente von 300.000 Mark gewährt; jede der drei Linien (Haupt derselben ist Landgraf Alexander Friedrich in Philippsruhe bei Hanau, geboren am 25. Jan. 1863) erhielt einige Schlösser. Die Unterhaltung der übrigen übernahm die Krone Preußens, die das Hausfideikommiß und das aus dem Nachlaß des Kurfürsten 1875 hinzugekommene Silberzeug durch die Regierung in Kassel verwalten lässt und auf Kosten desselben mehrere Bauten (Gemäldegalerie in Kassel, Restauration des Marburger Schlosses u. a.) ausführte.

 

Herzogtum Nassau

 (Residenzstadt Wiesbaden)

Herzogtum Nassau

Am 1. Januar 1836 trat das Herzogtum Nassau dem Deutschen Zollverein bei. Auf Herzog Wilhelm folgte dessen Sohn Adolf (1839 - 66), der im April 1848 ein neues Wahlgesetz (nur eine aus indirekten Wahlen hervorgegangene Kammer) erließ und mit dem Landtag eine neue Verfassung vereinbarte, die am 28. Dezember 1849 veröffentlicht wurde. Auch schloss sich Nassau der preußischen Union an, lenkte aber nach Herstellung des alten Bundestags in das reaktionäre Fahrwasser ein. Die Verfassung von 1849 wurde am 28. November 1851 aufgehoben und wieder zwei Kammern eingeführt. Erst 1863 siegten in der Zweiten Kammer die Liberalen und forderten sogleich die Wiederherstellung der Verfassung von 1849. Die Regierung löste den Landtag 1864 und 1865 auf, doch ohne Erfolg, da die Liberalen nun in beiden Kammern die Mehrheit erlangten. Von seinem Adjutanten, General v. Zimiecki, beeinflusst, hielt sich der Herzog in der deutschen Frage ganz zu Österreich, verfügte 1866 bereits am 4. Mai die Mobilmachung des nassauischen Kontingents und forderte am 5. Juni von den Kammern die Bewilligung eines außerordentlichen Kredits von 500.000 Gulden. Der Landtag lehnte, nachdem die Regierung am 14. Juni am Bundestag für Österreich gestimmt hatte und der Deutscher Krieg ausgebrochen war, am 26. Juni und am 6. Juli die Kreditforderung ab, worauf er aufgelöst wurde. Das nassauische Kontingent, eine Brigade, sollte sich eigentlich mit dem 8. Bundeskorps vereinigen, dann aber, als der Fürst von Hohenzollern von Norden her in Nassau einrückte, die preußischen Truppen abwehren und marschierte zwecklos hin und her. Der Herzog verließ am 15. Juli seine Residenz und ging erst nach Mainz, dann nach Augsburg, während die nassauischen Truppen bei Günzburg an der Donau konzentriert wurden. Der Landrat von Wetzlar, v. Diest, übernahm unter Zustimmung der Bevölkerung als preußischer Zivilkommissar die Verwaltung des Landes, das durch königliches Patent vom 3. Oktober 1866 mit Preußen vereinigt wurde; es bildete mit Hessen-Homburg und Frankfurt a. M. den Regierungsbezirk Wiesbaden der neuen Provinz Hessen-Nassau, erhielt aber 1867 ein besonderes Konsistorium und einen eignen Kommunallandtag. Der Herzog Adolf († 17. November 1905), der am 8. September 1866 die Truppen und die Beamten ihres Eides und Dienstes entließ, schloss am 22. September 1867 mit Preußen einen Abfindungsvertrag, in dem er gegen den Verzicht auf Nassau eine Entschädigung von 15 Millionen Gulden nebst einigen Schlössern bekam; auch blieb ihm für den Fall des Erlöschens der oranischen Linie im Mannesstamm die Anwartschaft auf Luxemburg, wo er 1890 Großherzog wurde.

 

Freie Stadt Frankfurt

Freie Stadt Frankfurt

In Frankfurt am Main tagten 1848–49 das Vorparlament und die deutsche Nationalversammlung (Frankfurter Parlament), die am 18. Mai 1848 ihre erste und 31. Mai 1849 ihre letzte Sitzung in der Paulskirche hielt. Hier, als am Mittelpunkt des damaligen politischen Lebens in Deutschland, war das Parteigetriebe und die Aufregung am heftigsten; daher die wiederholten Tumulte, unter denen besonders der zu Sachsenhausen am 7. und 8. Juli 1848 sowie der zunächst durch den Malmöer Waffenstillstand hervorgerufene vom 18. September mit Waffengewalt unterdrückt werden mussten. Während der folgenden Jahrzehnte zeigte Frankfurt eine große Regsamkeit auf dem Gebiete der Gesetzgebung. In diese Periode fallen namentlich die Verfassungsrevision von 1864, das neue Gewerbegesetz auf der Grundlage vollständiger Gewerbefreiheit und die bereits zehn Jahre früher angebahnte politische Emanzipation der Israeliten (1864). Im August 1863 tagte in Frankfurt der mit der deutschen Bundesreform beschäftigte Frankfurter Fürstentag sowie öfters der Nationalverein und der diesem entgegengesetzte Reformverein. Auch der deutsche Abgeordnetentag hielt hier seine Sitzungen. Als es 1866 zum Bruch zwischen den beiden Großmächten kam, stimmte Frankfurt, in dessen Bevölkerung die Sympathie für Österreich und die preußenfeindliche Stimmung überwogen, 14. Juni, abweichend von den anderen Freien Städten, in einem Seperatvotum gegen Preußen und für den österreichischen Mobilmachungsantrag und ließ sein Kontingent zum Bundesarmeekorps stoßen, dessen Hauptquartier nach Bornheim bei Frankfurt verlegt wurde. Am 4. Juli beschloss die Bundesversammlung, durch Anlegung von Schanzen um die Stadt her sich einigen Schutz zu verschaffen. Dagegen erhob der Senat Widerspruch, um Frankfurt den Charakter eines offenen Platzes zu wahren; doch schon am 14. Juli siedelte der Rumpfbundestag nach Augsburg über, und am 16. Juli rückte Vogel von Falckenstein an der Spitze der Division Goeben in die Bundesstadt ein. Der Stadt wurden 6 Millionen Gulden Kriegssteuer auferlegt, der ganze Regierungsapparat, Senat, Gesetzgebender Körper und Bürgerkollegium, sofort außer Tätigkeit gesetzt und die Thurn und Taxissche Generalpostverwaltung von Preußen übernommen. Dann trat am 19. Juli an Stelle Falckensteins General Manteuffel, der eine neue Forderung von 25 Millionen Gulden stellte und die Stadt mit noch härteren Maßregeln bedrohte. Eine Deputation, die sich in das Hauptquartier des Königs nach Böhmen begab, erlangte zwar den Erlass der zweiten Kontribution; aber durch königliches Patent vom 18. Oktober 1866 wurde die Einverleibung Frankfurts in den preußischen Staat ausgesprochen. Seitdem bildet die Stadt mit ihrem ehemaligen Gebiet, unter Zulegung des vorher großherzoglich hessischen Teils, des Ortsbezirks Nieder-Ursel, einen Kreis (Stadtkreis) des Regierungsbezirks Wiesbaden. Nach dieser Zeit wurde Frankfurt historisch wichtig durch den Frieden von Frankfurt (Frankfurter Friede).

 

Wiesbaden - Marktplatz
Wiesbaden - Rathaus
Wiesbaden - Marktplatz Wiesbaden - Rathaus

 

Provinz Hessen-Nassau

Daten

Verwaltungshauptstadt: Kassel 120 488 Einwohner - 1905 = 36. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Reichstag:  14 Abgeordnete

Preußisches Abgeordnetenhaus:  26 Mitglieder

Größe: 15 699,3 km²

Limburg a. d. Lahn - Dom und Brückenvorstadt
Limburg a. d. Lahn
Limburg a. d. Lahn - Dom und Brückenvorstadt Limburg a. d. Lahn

 

Gerichtsbezirke: Für die Provinz Hessen-Nassau bestehen 2 Oberlandesgerichte, das eine in Kassel, das andere in Frankfurt (Main), ferner 6 Landesgerichte und 109 Amtsgerichte.

a) Zum Oberlandesgericht Kassel gehört von der Provinz Hessen-Nassau der Regierungsbezirk Kassel mit Ausnahme der Kreise Grafschaft Schaumburg und Herrschaft Schmalkalden, ferner vom Regierungsbezirk Wiesbaden der größte Teil des Kreises Biedenkopf. Die Einteilung ist folgende:

  1. Landgericht Kassel mit den Amtsgerichten: Abterode, Allendorf (Werra), Bischhausen, Eschwege, Felsberg, Friedewald, Fritzlar, Grebenstein, Großalmerode, Gudensberg, Hersfeld, Hessisch-Lichtenau, Hofgeismar, Karlshafen, Kassel, Melsungen, Naumburg (Bz. Kassel), Nentershausen, Netra, Niederaula, Oberkaufungen, Rotenburg (Fulda), Schenklengsfeld, Sontra, Spangenberg, Veckerhagen, Volkmarshausen, Wanfried, Witzenhausen, Wolfhagen und Zierenberg.
  2. Landgericht Hanau mit den Amtsgerichten: Bergen (Kr. Hanau), Bieber (Kr. Gelnhausen), Birstein, Burghaun, Eiterfeld, Fulda, Gelnhausen, Großenlüder, Hanau, Hilders, Hünfeld, Langenselbold, Meerholz, Neuhof, (Kr. Fulda), Orb, Salmünster, Schlüchtern, Schwarzenfels, Steinau (Kr. Schlüchtern), Wächtersbach, Weyhers und Windecken.
  3. Landgericht Marburg mit den Amtsgerichten: Amöneburg, Battenberg, Biedenkopf, Borken (Kr. Kassel), Frankenberg (HessN), Fronhausen (Bz. Kassel), Gladenbach, Homberg (Bz. Kassel), Jesberg, Kirchhain (Bz. Kassel), Marburg, Neukirchen (Kr. Ziegenhain), Neustadt (Main-Weserbahn), Oberaula, Rauschenberg, Rosenthal (Bz. Kassel), Treysa, Vöhl, Wetter (HessN), und Ziegenhain.

Die Amtsgerichte im Kreise Grafschaft Schaumburg, nämlich Obernkirchen, Hessisch-Oldendorf, Rinteln und Rodenberg gehören zum Landgericht Hannover und zum Oberlandesgericht Celle.

Die Amtsgerichte im Kreise Herrschaft Schmalkalden, nämlich: Brotterode, Schmalkalden und Steinbach-Hallenberg gehören zum Landgericht Meiningen und zum Oberlandesgericht Jena.

b) Zum Oberlandesgericht Frankfurt (Main) gehört von der Provinz Hessen-Nassau der Regierungsbezirk Wiesbaden (mit Ausschluss des größten Teils des Kreisen Biedenkopf) mit folgenden Land- und Amtsgerichten:

  1. Landgericht Frankfurt (Main) mit den Amtsgerichten: Frankfurt (Main) und Homburg v. d. Höhe.
  2. Landgericht Limburg mit den Amtsgerichten: Diez, Dillenburg, Ems, Hadamar, Herborn, Limburg, Marienberg (Westerw.), Nassau, Rennerod, Runkel und Weilburg.
  3. Landgericht Wiesbaden mit den Amtsgerichten: Braubach, Camberg, Eltville, Hochheim, Höchst, Idstein, Katzenelnbogen, Königstein (Taunus), Langenschwalbach, Nastätten, Niederlahnstein, Rüdesheim, St. Goarshausen, Usingen, Wehen und Wiesbaden.
Marburg a. d. Lahn - Universität
Marburg a. d. Lahn - Universität und Lahnbrücke
Marburg a. d. Lahn - Universität Marburg a. d. Lahn - Universität und Lahnbrücke

Einwohner:

  • 1900: 1 897 981
  • 1905: 2 070 076
  • 1910: 2 221 021

Natürliche Gebiete: Fast nur Gebirgsland:

1. Rheinisches Schiefergebirge - Taunus.
2. Das Hessische Bergland - Westabdachung des Rhöngebirges, Knüll, Kellerwald, Meißner, Kaufungerwald, Habichtswald (Wilhelmshöhe), Rheinhardswald.

Gewässer: Lahn im Westen, Fulda im Osten, Grenzflüsse Rhein, Main, Werra-Weser bis Karlshafen, Eder und Schwalm.

Klima: Rau sind die Hochflächen des Westerwaldes und des Rhöngebirges, mild die Flussebenen, vor allem der Rheingau, auch das Werratal, das bei Witzhausen noch Weinbau gestattet.

Schmalkalden - Schloß
Schmalkalden - Stadtansicht
Schmalkalden - Schloß Schmalkalden - Stadtansicht

Bewohner: Fränkischer Stamm der Hessen (Chatten), im Werratal Thüringer.

Bevölkerungsdichte: 131,8/ km²

Religion: 1871

  • 988 041 Evangelisch
  • 371 736 Römisch-katholisch
  •     3 892 andere Christen
  •   36 390 Juden
  •        311 Sonstige
Frankfurt a. M. - Eiserner Steg
Frankfurt a. M. - Römer
Frankfurt a. M. - Eiserner Steg Frankfurt a. M. - Römer

 

Militär: 1881 - Die Provinz Hessen-Nassau bildet mit Waldeck und einem Teil von Thüringen den Garnison- und Ersatzbezirk des XI. Armeekorps. Das Generalkommando befindet sich in Kassel. Weitere Garnisonsorte sind:

  • Northeim - Infanterie-Regiment 82,2
  • Wilhelmshöhe - Husaren-Regiment 14,5

 

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft ist in der Provinz nicht sonderlich geeignet.. Sehr fruchtbar ist der Rheingau, die Mainebene, das untere Lahntal, der Schwalmgrund, die Kasseler Mulde und das Werratal. Großer Wiesenreichtum deshalb viel Viehzucht. Hessen-Nassau ist die waldreichste Provinz Preußens (40%).
  • Bergbau ist bedeutend; er liefert vor allen Dingen Eisenerze und Silbererze (an der Lahn), Braunkohle im Westerwald, Habichts- und Kaufungerwald und der Meißner. Dazu kommen Sandsteine, Basalte, Dachschiefer und vorzügliche Tone. Zahlreiche Mineralquellen: Wiesbaden, Ems, Homburg, Soden, Langenschwalmbach, Schlangenbad, Nieder-Selters, Fachingen.
  • Industrie ist nur in einigen Gegenden von Bedeutung. Hauptplätze sind Kassel mit Maschinenbau, Groß-Almeroda mit Schmelztiegel, Hanau mit Schmucksachen aus Edelmetallen und Edelsteinen, Frankfurt/M mit Bijouterien und Eisenwaren.
  • Handel Mittelpunkt ist Frankfurt, Kassel, Hanau. Frankfurt als Geld- und Börsenplatz erst in letzter Zeit von Berlin vom ersten Platz verdrängt worden.
Hanau - Paradeplatz
Hanau - Marktplatz
Hanau - Paradeplatz Hanau - Marktplatz

 

Kurfürstentum Hessen-Kassel - Herzogtum Nassau - Provinz Hessen-Nassau

Postwesen und Briefmarken

Im Kurfürstentum Hessen-Kassel und im Herzogtum Nassau tätigte Thurn und Taxis den Postdienst. Hessen-Kassel gehörte zum "Nördlichen Bezirk" mit Groschenwährung, das Herzogtum Nassau dagegen gehörte zum "Südlichen Bezirk" mit Kreuzerwährung. Nach der Annexion der Länder durch Preußen, übernahm die preußische Post den Postdienst. Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

bis 1866 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Thurn und Taxis mit Währung Taler Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
1/4 Silbergroschen Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
1/4 Silbergroschen 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg

 

 

Kurfürstentum Hessen-Kassel - Herzogtum Nassau - Provinz Hessen-Nassau

(1866 Annexion durch das Königreich Preußen)

Währungen und Münzen
 
bis 1866 1868 - 1875 ab 1875
1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Heller   1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

 

Hessen-Kassel 1 Heller, 1859

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Hessen-Kassel 1 Heller, 1859 Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Hessen-Kassel 1 Silbergroschen, 1864 Wilhelm König von Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Hessen-Kassel 1 Silbergroschen, 1864 Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Hessen-Kassel 1 Taler, 1861  Deutsches Reich - 20 Mark, 1888
Hessen-Kassel 1 Taler, 1861 Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

Kurfürsten von Hessen-Kassel

Regentschaft Name Lebensdaten
1785 - 1821 Wilhelm IX./I. 03.06.1743 in Kassel - 27.02.1821 in Kassel
1821 - 1847 Wilhelm II. 28.07.1777 in Hanau - 20.11.1847 in Frankfurt am Main
1847 - 1866 Friedrich Wilhelm 20.08.1802 in Schloss Philippsruhe bei Hanau - 06.01.1875 in Prag

 

Herzöge von Nassau

Regentschaft Name Lebensdaten
1806 - 1816 Friedrich August 23.04.1738 in Usingen - 24.03.1816 in Biebrich
1816 - 1839 Wilhelm I. 14.06.1792 in Kirchheimbolanden - 20.08.1839 in Kissingen
1839 - 1866 Adolph I. 24.07.1817 in Biebrich - 17.11.1905 auf Schloss Hohenburg (Bayern)

Adolph war von 1839 - 1866 Herzog von Nassau und von 1890 -1905 Großherzog von Luxemburg.


Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau 1871 - 1918

Dienstzeit Name Lebensdaten
1867 - 1871 Eduard von Moeller keine Daten
1872 - 1875 Ludwig Carl Christoph von Bodelschwingh 1811 - 1879
1876 - 1881 Carl Ludwig August Freiherr von Ende 1815 - 1889
1881 - 1892 Botho Wend August Graf zu Eulenburg 1831 - 1912
1892 - 1898 Eduard Ludwig Karl Magdeburg 1844 - 1932
1898 - 1903 Robert Graf von Zedtlitz-Trützschler 1837 - 1914
1903 - 1907 Hubert Ludwig von Windheim 1857 - 1935
1907 - 1917 Wilhelm Hengstenberg 1853 - 1927
1917 - 1919 August Clemens Bodo Paul Wilhelm von Trott zu Solz 1855 - 1938

 

 

Provinz Hessen-Nassau

Administrative Gliederung

Die oberste Verwaltung der Provinz Hessen-Nassau wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Kassel ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz Hessen Nassau gliedert sich in zwei Regierungsbezirke.

1. Regierungsbezirk Kassel (vormaliges Kurhessen) mit einer Fläche von 10 082,03 km² und 890 142 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 2 Stadtkreise und 22 Landkreise

Stadtkreis Kassel, Stadtkreis Hanau und die Landkreise Eschwege, Frankenberg, Fritzlar, Fulda, Gelnhausen, Gersfeld, Hanau, Hersfeld, Hofgeismar, Homberg/Ohm, Hünfeld, Kassel, Kirchhain, Marburg, Melsungen, Rinteln, Rotenburg a.d. Fulda, Schlüchtern, Schmalkalden, Witzenhausen, Wolfhagen, Ziegenhain

Kassel - Königsplatz (1914)

Fulda - Frauenberg

Marburg a. Lahn - Lahnpartie mit Blick auf Universität

Schmalkalden - Altmarkt

Fritzlar - Marktplatz mit Rolandsbrunnen und früherer Münze

Kassel - Königsplatz (1914) Fulda - Frauenberg Marburg a. Lahn - Lahnpartie mit Blick auf Universität

Schmalkalden - Altmarkt

Fritzlar - Marktplatz mit Rolandsbrunnen und früherer Münze

Kassel - Partie an der Fulda mit Regierungsgebäude und Theater

Hanau - Ostbahnhof

Eschwege - Partie an der Werra

Bad Hersfeld - Rathaus

Gruß aus Hofgeismar

Kassel - Partie an der Fulda mit Regierungsgebäude und Theater

Hanau - Ostbahnhof

Eschwege - Partie an der Werra

Bad Hersfeld - Rathaus Gruß aus Hofgeismar

 

 

2. Regierungsbezirk Wiesbaden mit einer Fläche von 5 617,25 km² und 1 007 839 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 2 Stadtkreise und 16 Landkreise

Stadtkreis Frankfurt am Main, Stadtkreis Wiesbaden und die Landkreise Biedenkopf, Dillkreis, Frankfurt am Main, Höchst, Limburg, Oberlahnkreis, Obertaunuskreis, Oberwesterwaldkreis, Rheingaukreis, Sankt Goarshausen, Unterlahnkreis, Untertaunuskreis, Unterwesterwaldkreis, Usingen, Westerburg, Wiesbaden

Frankfurt am Main (1905)

Wiesbaden - Rheinstrasse mit Ringkirche

Höchst - Zoll, Brüning-Brunnen u. Schlossgraben

Homburg - Kaiser Friedrich Promenade Limburg (Lahn) - Schloss und Burg
Frankfurt am Main Wiesbaden - Rheinstrasse mit Ringkirche Höchst - Zoll, Brüning-Brunnen u. Schlossgraben Homburg - Kaiser Friedrich Promenade Limburg (Lahn) - Schloss und Burg

Frankfurt am Main - Mainpartie mit Lagerhaus und Hafen (1907)

Biebrich - Partie an der Rheinpromenade

Höchst - Maintor

Bad Homburg - Kurhaus

Bad Ems

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Rüdesheim

Hessisches Brautpaar

Geisenheim mit Panorama

 

 

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Hessen-Nassau nach 1918

1929 Der Provinz Hessen-Nassau wird Waldeck sowie der Kreis Wetzlar angegliedert.
1944 Um die Verwaltungsbezirke im Raum der Provinz Hessen-Nassau an die Reichsverteidigungsbezirke anzupassen, bestimmte Hitler im "Erlass über die Bildung der Provinzen Kurhessen und Nassau " vom 1. April 1944, dass aus der Provinz Hessen-Nassau bis spätestens zum 1. Juli 1944 die beiden Provinzen Kurhessen und Nassau zu bilden seien. In diesem Zusammenhang wurden der Stadtkreis Hanau und die Landkreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern aus dem Regierungsbezirk Kassel und der Provinz Kurhessen in den Regierungsbezirk Wiesbaden und die Provinz Nassau und der Landkreis Herrschaft Schmalkalden in den Regierungsbezirk Erfurt und die Provinz Sachsen ungegliedert.
1945 Das Land Hessen in seiner heutigen Gestalt wurde am 19. September 1945 von dem amerikanischen Oberbefehlshaber in Europa, General Dwight D. Eisenhower ins Leben gerufen. Grundlage war die Proklamation Nr. 2 der amerikanischen Militärregierung, die Provinzen Kurhessen und Nassau (ohne die Kreise St. Goarshausen, Unterlahn, Unter- und Oberwesterwald, die als Regierungsbezirk Montabaur zu Rheinland-Pfalz kamen) auf eigenen Wunsch durch Proklamation der amerikanischen Militärregierung mit den rechtsrheinischen Teilen von Hessen-Darmstadt (die linksrheinische Provinz Rheinhessen fiel an Rheinland-Pfalz) zu Großhessen, später Land Hessen, vereinigt.
1956

1956 findet im Regierungsbezirk Montabaur ein Volksbegehren zum Anschluss an Hessen statt, welches jedoch abgelehnt wird.

Hessen aktuell:

Das heutige Land Hessen mit der Hauptstadt Wiesbaden besteht aus:

  • dem ehemaligen Großherzogtum Hessen, ohne die Provinz Rheinhessen. Diese gehört durch Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung zum 1946 künstlich geschaffenen Land Rheinland-Pfalz.
  • der ehemaligen preußischen Provinz Hessen-Nassau, ohne den Regierungsbezirk Schmalkalden (seit 1944 zu Thüringen) und ohne die Kreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und Sankt Goarshausen. Diese gehören durch Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung zum 1946 künstlich geschaffenen Land Rheinland-Pfalz.
  • dem Regierungsbezirk Wetzlar der ehemaligen preußischen Provinz Rheinland (seit 1. Oktober 1932)
  • dem ehemaligen Fürstentum Waldeck und Pyrmont, Waldeck schloss sich nach einer Volksabstimmung 1929 der Provinz Hessen-Nassau an (Pyrmont bereits 1922 an Westfalen).

Landeshauptstadt Wiesbaden

Größe: 21.114,72 km²
Einwohner: zirka 6.098.000
Bevölkerungsdichte: 288/km²



 


 

 


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