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Walhalla

Walhalla in Donaustauf, bei Regensburg im Königreich Bayern

Walhalla, Tempel deutscher Ehren

Donaustauf - Walhalla, Tempel deutscher Ehren - Erbaut durch König Ludwig I. von 1830 - 1842

 

 

Die Walhalla ist ein großartiger Marmorbau auf einer Anhöhe, etwa 8 km unterhalb Regensburg, bei Donaustauf, an der Donau. Die Gedenkhalle ist eine Schöpfung des Königs Ludwig I. von Bayern, die 1830-41 errichtet wurde. Der Entwurf stammt von Leo von Klenze.

Walhalla
Walhalla - König Ludwig I. von Bayern
Walhalla Walhalla - König Ludwig I. von Bayern

König Ludwig I. von Bayern: "Möchte Walhalla förderlich sein der Erstarkung und Vermehrung deutschen Sinnes! Möchte alle Deutschen, welchen Stammes sie auch seinen, immer fühlen, dass sie ein gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz sein können; und jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung."

 

Vom Fuß der Anhöhe steigen 250 Marmorstufen bis zu den mächtigen, terrassenförmigen aufgebauten Substruktionen (Unterbau) des Tempels. Der ganze Bau hat eine Länge von 138 Meter, eine Breite von 91 Meter und eine Höhe von mehr als 60 Meter. Der Tempel selbst ist 20 Meter hoch bei einer Länge von 74 Meter und einer Breite von 35 Meter. Er ist aus Untersberger hellgrauem Marmor erbaut und wird von 52 kannelierten dorischen Säulen getragen. An beiden Frontseiten sind die Giebelfelder mit herrlichen Marmorstatuen durch Schwanthaler geschmückt: im vorderen Giebel (teilweise nach einem Entwurf von Rauch) eine kolossale Germania nebst 15 symbolischen Figuren, an die Wiederherstellung Deutschlands nach dem Kampfe gegen Napoleon I. erinnernd. Den hinteren Giebel schmücken 15 Figuren, die Hermannsschlacht (Hermannsdenkmal) darstellend.

Walhalla in Donaustauf bei Regensburg
Walhalla
Die Walhalla in Donaustauf bei Regensburg Donaustauf - Blick auf Walhalla

 

Das Innere des Gebäudes, die eigentliche Cella, die ihr Licht durch Öffnungen in der mit Bronzeplatten und Goldverzierungen reich geschmückten Decke erhält, bildet ein längliches Viereck, das in drei Abteilungen gesondert wird, von denen die mittlere zwei sitzende, die beiden anderen je zwei stehende Siegesgöttinnen (von Rauch) enthalten. Rings um die Wand zieht sich ein Marmorfries, der Deutschlands Urgeschichte, nach Entwürfen des Bildhauers J. M. Wagner , in Relief enthält. Unter dem Fries an der Wand stehen auf Konsolen und Postamenten die 163 Marmorbüsten der Walhallagenossen, ausgezeichneter Deutscher, in zwei Reihen übereinander. Von denen (64), deren Bildnisse man nicht besitzt, prangen die Namen in glänzenden Buchstaben an den Wänden oder dem Fries. 1890 wurde für den Erbauer, König Ludwig I. von Bayern, ein Standbild errichtet.

Regensburg vom unteren Wörth
Regensburg - Walhalla a. d. Donau
Regensburg vom unteren Wörth Regensburg - Walhalla a. d. Donau

 

Walhalla in unserer Zeit

1990 wurden Albert Einstein, 1998 die Ordensgründerin Schwester Maria-Theresia Gerhardinger, 1999 der Altbundeskanzler Konrad Adenauer und 2000 Johannes Brahms als Walhallagenossen aufgenommen. 2003 wurde auf Initiative des Bayerische Ministerrates auch eine Gedenktafel für den Widerstand im Dritten Reich angebracht und Sophie Scholl mit der Aufstellung einer Büste geehrt.

Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sind für eine Aufnahme in die Walhalla sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: "Die in Frage kommende Persönlichkeit muss wenigstens 20 Jahre tot sein, der germanischen Sprachfamilie angehören und natürlich Bedeutendes in Politik, Sozialwesen, Wissenschaft oder Kunst vorweisen können. Anträge auf Aufnahme neuer Büsten können von jedermann beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingereicht werden, das die eingehenden Anträge sammelt. Traditionell erfolgen neue Büstenaufstellungen etwa im Abstand von fünf bis sieben Jahren. Mit Einleitung eines neuen Aufstellungsverfahrens übermittelt das Staatsministerium alle vorliegenden Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur gutachtlichen Stellungnahme. Die Akademie gibt auf der Grundlage der Vorgaben des Stifters und der Verdienste der vorgeschlagenen Persönlichkeiten eine Bewertung ab. Diese dient als Basis für einen Aufstellungsvorschlag des Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst an den Bayerischen Ministerrat, der die endgültige Entscheidung trifft. Die mit der Anfertigung und Aufstellung der Büste verbundenen Kosten werden traditionell nicht vom Freistaat Bayern, sondern von den an der Aufstellung interessierten Persönlichkeiten und Vereinigungen getragen."

 

 

 

 

 

 

 


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